Die in Europa und in den USA diskutierten Probleme bei den Staatsschulden dürften einem ruhigen Jahresausklang entgegenstehen. Vor allem der zum Start ins neue Jahr drohende Sturz über die „Fiskalklippe“ dürfte weiterhin für ein mulmiges Gefühl unter vielen Marktakteuren sorgen. Den internationalen Finanzmärkten scheinen die Brandherde nicht auszugehen. Bezüglich Europa steht eine regelrechte Flut an Konjunkturterminen vor der Tür. Diverse Einkaufsmanagerindizes, Produzentenpreise, Einzelhandelsumsätze, BIP-Zahlen und zu guter Letzt noch die Sitzung der Europäischen Zentralbank dürfte einmal mehr den Investoren vor Augen halten, dass es der europäischen Wirtschaft relativ schlecht geht.
US-Arbeitsmarkt angeschlagen
In den USA dürften sich die Investoren vor allem für den Zahlenreigen zum US-Arbeitsmarkt interessieren. Doch am Montag und Mittwoch gibt es noch einen aktuellen Lagebericht, wie es um die Stimmung unter den Einkaufsmanagern in der Industrie- bzw. im Dienstleistungssektor im November bestellt war. Beide Indikatoren notierten deutlich über der Marke von 50 Zählern, was als Indiz für eine wirtschaftliche Expansionsphase interpretiert wird. Vom Sorgenkind der Fed, dem US-Arbeitsmarkt, sind ab der Wochenmitte zahlreiche aktuelle Meldungen zu erwarten. Den Startschuss gibt am Mittwoch der ADP-Monatsbericht zur Entwicklung neuer Stellen, gefolgt vom Quartalsbericht zur Produktivität und den Lohnkosten. Am Donnerstag werden die Marktakteure über den Challenger-Bericht über Stellenkürzungen und wie gewohnt über die wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe informiert. Am Freitag stehen dann zwei Events zum Thema „Arbeitsmarkt“ auf der Agenda: der Monster-Beschäftigungsindex sowie der Monatsbericht des US-Arbeitsministeriums. Letzterer schlägt an den Finanzmärkten erfahrungsgemäß relativ hohe Wellen. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll die Arbeitslosenrate im November von 7,9 auf 8,0 Prozent ansteigen, während die Anzahl neuer Stellen (außerhalb der Landwirtschaft) von 171.000 auf 80.000 fallen soll. Gute Zahlen sehen anders aus.
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