Spanien verschärft Überwachung von Banken

Wenn Fehlentwicklungen festgestellt werden, sollen die Inspekteure die betreffenden Geldhäuser noch vor der Abfassung ihrer Berichte darauf hinweisen. In Spanien waren nach dem Ende des Baubooms zahlreiche Banken und Sparkassen an den Rand des Zusammenbruchs geraten.
Die Geldhäuser hatten während des Booms großzügig Immobilienkredite vergeben, die nach dem Platzen der Blase nicht zurückgezahlt werden können. Dies zwang die spanische Regierung dazu, bei der Europäische Union Milliarden-Hilfen für die Sanierung maroder Banken zu beantragen.
Die Zentralbank musste sich vorwerfen lassen, die Gefahren des Immobilienbooms nicht rechtzeitig erkannt zu haben. Die Vereinigung der Bankinspekteure hielt der Aufsichtsbehörde vor, sich zu sehr auf die Großbanken konzentriert und die mittelgroßen Geldhäuser sowie die Sparkassen vernachlässigt zu haben. Außerdem habe bei der Zentralbank der Trend geherrscht, bei Fehlentwicklungen wegzuschauen, betonte der Zusammenschluss in einem internen Papier, das der Zeitung "El País" zugespielt wurde. Die Zentralbank bedauerte die Veröffentlichung des Papiers und wies die darin erhobenen Vorwürfe zurück.
MADRID (dpa-AFX)

Einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes, die Baubranche, bricht zusammen. Schuld ist das Platzen der Immobilienblase, von der Spanien vorher über rund eine Dekade gut profitieren konnte. Die hohen Immobilienpreise lassen sich nicht mehr rechtfertigen, Zinsen steigen, Schuldner können Raten nicht mehr bedienen. Der private Konsum leidet, die gesamte spanische Wirtschaft wankt.
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