21.12.2012 09:58
Bewerten
 (1)

Konzernchefs wünschen sich für 2013 ein Ende der Euro-Schuldenkrise

Konzernchefs wünschen sich für 2013 ein Ende der Euro-Schuldenkrise | Nachricht | finanzen.net

Viele deutsche Top-Manager wünschen sich zu Weihnachten nichts sehnlicher als ein Ende der Euro-Schuldenkrise.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa unter den wichtigen Konzernchefs hierzulande. Ihre Antworten auf die offene Frage, was sie sich für das Jahr 2013 wünschen, drehen sich fast ohne Ausnahme um die seit langem brenzlige Lage rund um die Staatsfinanzen in Südeuropa und deren Auswirkungen auf die Gemeinschaftswährung.

Besonders ausgeprägt ist das Bild in der Autobranche: Dieter Zetsche (Daimler), Rupert Stadler (Audi), Norbert Reithofer (BMW) und Georg Pachta-Reyhofen (MAN) äußerten alle ihre Sorgen zur Eurokrise. Ihre Branche leidet derzeit kräftig unter dem rückläufigen Markt Europa. Die Branche leidet derzeit kräftig unter dem rückläufigen Markt Europa, wo die Absatzzahlen seit Monaten in den Keller rutschen. Nicht selten schwingt zwischen den Zeilen richtig Sorge mit. Daimler-Chef Zetsche etwa möchte, "dass sich auch im Wahljahr eine Einsicht hält: Das alte, geteilte Europa war definitiv nicht das bessere Europa".

Die dpa ließ den Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider von der Uni Stuttgart-Hohenheim die Antworten sichten. Er sieht zwei wichtige Aspekte angesprochen, die bei der Betrachtung der Schuldenkrise oft zu kurz kämen: "Vertrauen und Zuversicht. Das Vertrauen auch der Bürger hat im Zuge der Banken- und der Euro-Krise enorm gelitten; Vertrauen ist aber als psychologische Größe wichtig, um die Probleme zu bewältigen", sagte der Professor, der unter anderem an der Nahtstelle zwischen Sprache und Medien forscht. "Und Zuversicht ist eine Triebfeder für das Bewältigen von Krisen."

Dass sich derart viele Konzernchefs übereinstimmend für das Thema Finanzkrise entschieden, unterstreicht laut Brettschneider die nach wie vor große Bedeutung des Wirtschaftsraumes Europa für Deutschland. "Der Zustand Europas wirkt sich - direkt oder indirekt - auf den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen aus", sagte er.

Neben den Folgen für das eigene Geschäft gingen einige Unternehmenslenker auch gezielt auf die schwierige Lage vieler Menschen in Südeuropa ein. Der Co-Chef des Softwareriesen SAP, Jim Snabe, erklärte: "Mein Wunsch für 2013 ist es, dass viele der jungen arbeitslosen Menschen im Süden Europas wieder Arbeit finden, und SAP wird dazu beitragen." SAP wies zuletzt (Ende September) ein zweistelliges Belegschaftswachstum aus.

Mit Abstand zu den Wünschen rund um die Schuldenkrise spielt auch das Thema Umwelt eine größere Rolle. Der Chef des Technologieriesen und deutschen Patentrekordlers Bosch, Volkmar Denner, sagte zum Beispiel: "Ich wünsche mir einen von breitem internationalem Konsens getragenen Maßnahmenplan zur Erreichung des Ziels einer maximalen Erwärmung der Atmosphäre um zwei Grad Celsius, um damit der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen gerecht zu werden." Nachhaltigkeit ist eine wichtige Triebfeder in der Bosch-Unternehmenswelt - und auch ein wachsendes Geschäftsfeld, etwa bei moderner Technik für das Energiesparen.

Porsche-Chef Matthias Müller entschied sich fern von Staatsschuldenkrise und Umweltthemen für einen ganz selbstlosen Wunsch: "Unser Job ist es, Kundenträume zu erfüllen. Deshalb wünsche ich allen Porsche-Freunden, dass ihre Träume Realität werden", sagte der Manager, dessen Sportwagenschmiede auch 2012 von einem Absatzrekord zum nächsten jagte.

STUTTGART (dpa-AFX)

Bildquellen: Kenishirotie / Shutterstock.com

Nachrichten zu Daimler AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Daimler AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
20.01.2017Daimler Equal-WeightMorgan Stanley
19.01.2017Daimler HoldJefferies & Company Inc.
17.01.2017Daimler buyUBS AG
12.01.2017Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
10.01.2017Daimler HaltenIndependent Research GmbH
17.01.2017Daimler buyUBS AG
09.01.2017Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
22.12.2016Daimler kaufenDZ BANK
14.12.2016Daimler buyDeutsche Bank AG
08.12.2016Daimler buyUBS AG
20.01.2017Daimler Equal-WeightMorgan Stanley
19.01.2017Daimler HoldJefferies & Company Inc.
10.01.2017Daimler HaltenIndependent Research GmbH
09.01.2017Daimler Equal weightBarclays Capital
19.12.2016Daimler Equal weightBarclays Capital
12.01.2017Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
10.01.2017Daimler UnderperformBNP PARIBAS
09.12.2016Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
28.11.2016Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
17.11.2016Daimler UnderperformBNP PARIBAS
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Daimler AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht mit kleinem Plus ins Wochenende -- Wall Street reagiert verhalten auf Amtsantritt von US-Präsident Trump -- Postbank sieht Chancen auf IPO -- Yellen: US-Geldpolitik auf Kurs -- GE im Fokus

Buffett-Investment BYD träumt vom Gigaerfolg in den USA. AIG schlägt Milliardenrisiken an Berkshire Hathaway los. Deutsche Top-Manager warnen Trump vor Strafzöllen und Abschottung. American Express verdient deutlich weniger. Chinas Wachstum fällt auf niedrigsten Stand seit 1990. Winterkorn bleibt dabei: Von Betrug bei VW nichts gewusst.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Millionen-Dollar-URLs
Jetzt durchklicken
Welche Commodities entwickelten sich 2016 am stärksten?
Jetzt durchklicken
Mit diesem Studium wird man CEO im Dow Jones
Jetzt durchklicken
Das verdienen YouTube-Stars mit Videos
Jetzt durchklicken
So reich sind die Minister aus Donald Trumps Kabinett
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG 514000
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
BASF BASF11
Daimler AG 710000
Bayer BAY001
Scout24 AG A12DM8
AMD Inc. (Advanced Micro Devices) 863186
Apple Inc. 865985
E.ON SE ENAG99
Allianz 840400
Deutsche Telekom AG 555750
Commerzbank CBK100
BMW AG 519000
Nestle SA A0Q4DC
Airbus SE 938914