"Solche Gespräche finden statt, ob es zu einer Vereinbarung kommt, ist jedoch noch nicht sicher," sagte ein
Peugeot-Sprecher. Namen möglicher Allianz-Partner nannte der Konzern nicht - laut Medienberichten handelt es sich jedoch um den US-Konzern
General Motors.
Peugeot räumte die Gespräche über eine mögliche Kooperation ein, nachdem die französische Wirtschaftszeitung La Tribune ohne Nennung von Quellen über Verhandlungen der Franzosen mit GM berichtet hatte. In den seit Monaten andauernden Verhandlungen gehe es um eine breitere Allianz und nicht nur um eine punktuelle Zusammenarbeit, berichtete die Zeitung in ihrer Online-Ausgabe. Für den Abschluss der Vereinbarung sei allerdings die Zustimmung der Peugeot-Familie notwendig - sie hält 48,3 Prozent der Peugeot-Stimmrechte.
Der US-Konzern selbst wollte die Verhandlungen mit Peugeot nicht bestätigen. "GM spricht regelmäßig mit anderen Automobilherstellern", erklärte ein Sprecher der deutschen GM-Tochter Opel nur. Zu Details wollte er sich nicht äußern.
Der harte Preiskampf auf dem europäischen Markt hatte die Franzosen im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gedrückt. Insgesamt verbrannte Peugeot 1,7 Milliarden Euro. Auch die beiden europäischen GM-Marken Opel und Vauxhall schreiben Verluste.
Die schwierigen Marktbedingungen in Europa lassen die Autohersteller wieder stärker über Allianzen nachdenken. So hatten Medien bereits darüber spekuliert, dass Peugeot mit Fiat eine tiefe Zusammenarbeit bei Kleintransportern eingehen könnte. Die Franzosen arbeiten schon punktuell mit Konzernen wie Toyota, Ford, BMW, Mitsubishi und auch Fiat zusammen.
PARIS (Dow Jones)