Der staatliche mexikanische Ölkonzern Pemex hat Siemens und ein südkoreanisches Unternehmen wegen Bestechung auf Schadenersatz verklagt, wie aus einer bei einem New Yorker Distriktgericht eingereichten Klageschrift hervorgeht. Den beiden Unternehmen drohen Schadenersatzzahlungen in Höhe von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar, umgerechnet rund 1,15 Milliarden Euro.
Siemens wollte die Klage der Mexikaner am Freitag auf Anfrage nicht kommentieren.
Der Münchener Technologiekonzern wurde vor einigen Jahren von einer Korruptionsaffäre in Atem gehalten, an deren Ende Siemens schließlich Geldbußen in nie dagewesener Höhe zahlte. Vor genau vier Jahren einigte sich Siemens mit der US-Börsenaufsicht SEC auf eine Zahlung von rund 1,6 Milliarden Dollar.
Die Petróleos Mexicanos (Pemex) hat im Anschluss an den Vergleich weitere eigene Untersuchungen angestellt, um den ihr entstandenen Schaden zu ermitteln. Pemex wirft Siemens und einer südkoreanischen Firma vor, Mitarbeiter von Pemex bestochen zu haben, um Aufträge im Raffineriebau in dem südamerikanischen Land zu erhalten. Der daraus entstandene Schaden für Pemex beläuft sich laut Klageschrift auf mindestens 500 Millionen Dollar. Pemex fordert nun Schadenersatz in dreifacher Höhe. Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com DJG/mgo/kgb/bam (END) Dow Jones Newswires December 14, 2012 11:07 ET (16:07 GMT) Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 07 AM EST 12-14-12
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