HILDEN/VENLO (dpa-AFX) - Die Kosten für den Konzernumbau mit Stellenstreichungen haben beim Biotechnologie-Unternehmen Qiagen (
QIAGEN) im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Gewinneinbruch geführt. Der Überschuss sei um ein Drittel auf 96 Millionen US-Dollar gefallen, teilte das TecDax-Schwergewicht (
TecDAX) am Dienstag nach Börsenschluss in den USA mit. Eine Erholung der Nachfrage im vierten Quartal und günstige Wechselkurseffekte ließen den Umsatz des Roche-Konkurrenten (
Roche) im Gesamtjahr um acht Prozent auf 1,17 Milliarden US-Dollar klettern.
Für 2012 kündigte Qiagen ein beschleunigtes Wachstum bei Umsatz und bereinigtem Gewinn an. So soll der Erlös zu konstanten Wechselkursen um etwa sechs bis acht Prozent zulegen. Beim bereinigten Gewinn werden 1,03 bis 1,05 US-Dollar in Aussicht gestellt. 2011 hatten die Hildener 0,98 Dollar erzielt und damit die eigenen wie auch die Erwartungen des Marktes übertroffen. Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten verbuchte der Konzern 2011 sowohl operativ wie auch unter dem Strich einen Gewinnanstieg.
Im Kerngeschäft Molekulare Diagnostik macht Qiagen 50 Prozent seines Umsatzes: ?Wir haben im vierten Quartal getrieben durch die besonders starke Geschäftsentwicklung in der Molekularen Diagnostik zweistellige organische Wachstumsraten erzielt?, sagte Finanzvorstand Roland Sackers.
Die Umsetzung des Ende 2011 eingeleiteten Programms zu Steigerung der Effizienz komme schneller voran als geplant. Das über Jahre erfolgsverwöhnte Diagnostik-Unternehmen hatte letzten Sommer wegen schwieriger Marktbedingungen in Europa und den USA seine Jahresziele für 2011 überraschend gesenkt und Ende November eine Restrukturierung mit Stellenstreichungen eingeleitet. Insgesamt sollen acht bis zehn Prozent der 3.800 Stellen abgebaut werden./ep/he