DAX6.050-3,4%  Dow12.119-2,2%  Euro1,24320,6% 
ESt502.069-2,4%  Nas2.748-2,8%  Öl98,82-2,8% 
TDax730,9-2,7%  Nikkei8.440-1,2%  Gold1.6264,2% 
ING Markets

aktualisiert: 14.05.2010 22:56

Senden

Kräftige Korrektur: DAX und Dow rot ins Wochenende -- Ackermanns Aussagen zur Schuldenrückzahlung Griechenlands belasten -- Euro: 1,24-er Marke fällt -- JCPenney, EADS; Nvidia, SMA Solar im Fokus


US-Verbrauchervertrauen enttäuscht. Daimler: Abschied von US-Börsenlisting. USA: Einzelhandelsumsätze und US-Industriesproduktion steigt. Gold mit €-Rekordhoch. Trotz Ackermann-Zweifeln: Bund setzt auf Griechenland. Dollaranstieg drückt Ölpreis. Roth & Rau trotz Auftragserholung mit Verlust. 3U verdient deutlich mehr. UI bereitet Anleger auf Kostensprung vor. Iberia fliegt weiter in Verlustzone. Deutsche Bank gibt bei Verkauf von BHF-Bank Gas. HOMAG: Sparmaßnahmen treiben Gewinn.

Termine vom 12.05.10:
- D: Außenhandel mit China März
- D: Umsatz im Gastgewerbe
- USA: Industrieproduktion April
- USA: Verbrauchervertrauen Uni Michigan Mai (vorläufig)
- USA: Lagerbestände März
- XING: Quartalszahlen
- 3U: Quartalszahlen
- D+S Europe: Quartalszahlen
- EADS: Quartalszahlen
- HOMAG: Quartalszahlen
- Roth & Rau: Quartalszahlen
- SMA Solar: Quartalszahlen
- SMT Scharf: Quartalszahlen
- VBH: Quartalszahlen

Kursrutsch im späten Handel: Tiefroter Handelsausklang in Frankfurt
Die deutschen Börsen konnten ihre positive Entwicklung der vergangenen Tage nicht fortsetzen und gaben am Freitag nach. Was zunächst nach Gewinnmitnahmen aussah und nur ein moderates Minus verursachte, gewann im Handelsverlauf deutlich an Dynamik - am späten Nachmittag setzte ein regelrechter Kursrutsch ein. Die angekündigten Sparpläne von Spanien und Portugal, die an den Parketts zunächst gut aufgenommen werden, schürten auch Zweifel: Das europäische Wirtschaftswachstum gerät dadurch in Gefahr. Das belastete auch die Europäische Gemeinschaftswährung Euro, die ein neues Jahrestief markierte. Darüber hinaus sorgten Aussagen von Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann für Verunsicherung, der sich skeptisch bezüglich einer Rückzahlung der Schulden durch Griechenland gezeigt hatte. Daten von US-Konjunkturseite verstärkten den Abwärtstrend am Nachmittag noch. Zwar stiegen die US-Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion, das US-Verbrauchervertrauen zog aber etwas weniger als als erwartet. Deutliche Verluste an der Wall Street taten am Ende ihr Übriges.
Am Freitag blieb das Handelsvolumen dennoch verhältnismäßig dünn, da viele Anleger angesichts des gestrigen Feiertages bereits im verlängerten Wochenende sind waren. Im Fokus steht der Europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, der am Morgen seine Erstquartalsbilanz vorgelegt hatte. Zwar vermeldete das Unternehmen einen Gewinnrückgang, trotzdem konnten die Markterwartungen geschlagen werden. Besonders das Umsatzplus kam an den Märkten gut an. Darüber hinaus berichteten auch Roth & Rau sowie SMA Solar über ihre Geschäftsentwicklung.

Der DAX verlor zum Handelsstart am Freitag 0,35 Prozent auf 6.226,49 Punkte. Im Verlauf wurden die Verluste ausgebaut, zunächst fiel am Mittag die 6.200er Marke, die 6.100-Punkte-Grenze konnte ebenfalls nicht mehr verteidigt werden. Kurz vor 6.000 Zählern stoppte der Leitindex seine Talfahrt und ging mit einem Abschlag von 3,12 Prozent bei 6.056,71 Punkten aus dem Handel. Die Deutsche Bank-Aktie gehörte nach Aussagen des Konzernchefs über Griechenland zu den größten Verlierern, auch andere Finanztitel gaben nach und lasteten auf dem Gesamtmarkt.


Der TecDAX gab zum Start daneben 0,4 Prozent auf 789 Zähler nach und blieb im weiteren Verlauf im Minus. Auch unter den Techwerten wurden die Verluste massiv ausgebaut, am Ende verabschiedete sich das Börsenbarometer mit einem Minus von 2,5 Prozent bei 772 Zählern ins Wochenende.

22:30 Uhr: Kräftige Korrektur an der Wall Street
Auch an den US-Börsen gewann die Unsicherheit über die Schuldenkrise in Südeuropa am Freitag wieder die Oberhand. Nach schwachem Start baute die Wall Street ihre Verluste im Verlauf deutlich aus. Auch leichte Stabilisierungstendenzen im späten Handel halfen den Börsen am Ende nicht mehr auf die Beine.
Meldungen von Konjunkturseite fielen am Freitag durchwachsen aus: Auf Monatssicht sind die Umsatzerlöse im Einzelhandel in den USA im April um 0,4 Prozent gestiegen - Volkswirte hatten im Vorfeld nur einen Zuwachs um 0,2 Prozent prognostiziert. Die US-Industrieproduktion ist unterdessen im April mit beschleunigtem Tempo gestiegen. So lag der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger wie erwartet um 0,8 Prozent über seinem Vormonatsniveau. Enttäuschend fiel dagegen das US-Verbrauchervertrauen aus. Zwar hat sich die Stimmung der US-Verbraucher hat im Mai 2010 verbessert. Wie die Universität Michigan vom Freitag bekannt gab, erhöhte sich der Gesamtindex auf 73,3 Punkte. Volkswirte hatten allerdings einen deutlicheren Anstieg erwartet. Die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen wiesen im März 2010 einen Anstieg gegenüber dem Vormonat aus. Dies gab das US-Handelsministerium in Washington am Freitag bekannt. So lagen die Lagerbestände im Berichtsmonat um 0,4 Prozent über dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten zuvor ein Plus von 0,4 Prozent erwartet.
Auf Unternehmensseite rückte unter anderem der Grafikchipspezialist Nvidia in den Fokus, der auf eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung im ersten Quartal zurück blicken kann. Beim Umsatzausblick enttäuschte das Unternehmen aber. Nach der Bekanntgabe des US-Senats, die Kreditkartengebühren beschneiden zu wollen, gerieten Aktien von Kreditkartenunternehmen wie Mastercard unter Druck.

Der Dow Jones sackte am Ende 1,51 Prozent auf 10.620,16 Punkte ab. Die Technologiebörse Nasdaq Composite ging mit einem Abschlag von 1,98 Prozent bei 2.346,85 Zählern ins Wochenende.

18:45 Uhr: Renditen von griechischen Anleihen deutlich gestiegen
Zweifel an der Rückzahlung der Kredite durch Griechenland, ausgelöst durch Aussagen von Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann, haben zu einem deutlichen Anstieg der Renditen griechischer Staatsanleihen geführt. Erneute Proteste in Griechenland schürten die Ängste zusätzlich.

17:50 Uhr: Euro: 1,24-er Marke fällt
Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro setzte ihre Talfahrt auch im späten Freitagshandel ungebremst fort. Die Marke von 1,24 Dollar konnte nicht mehr verteidigt werden, das Tagestief wurde bei 1,2359 US-Dollar markiert. Auch aktuell verbleibt die Währung mit einem Abschlag von 1,12 Prozent unter der 1,24-er Marke. Die Devisenmärkte bleiben nervös, die Schuldenkrise in Südeuropa bleibt dominantes Thema in den Anlegerköpfen.

17:21 Uhr: BlackRock baut Deutsche Börse-Anteil aus
Die US-Beteiligungsgesellschaft BlackRock hat ihre Beteiligung an Deutschlands größtem Börsenbetreiber Deutsche Börse ausgebaut. Wie am Freitag bekannt wurde, halten die US-Amerikaner nun 6,23 Prozent am Frankfurter Unternehmen. Damit steigt BlackRock zum größten Einzelaktionär des Börsenbetreibers auf.

16:15 Uhr: US-Lagerbestände steigen an
Die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen wiesen im März 2010 einen Anstieg gegenüber dem Vormonat aus. Dies gab das US-Handelsministerium in Washington am Freitag bekannt. So lagen die Lagerbestände im Berichtsmonat um 0,4 Prozent über dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten zuvor ein Plus von 0,4 Prozent erwartet.

Seite: 1234567

Kommentare zu diesem Artikel

F.-J. Hay Bonn schrieb:
16.05.2010 10:50:43

Früher war Deutschland ein Land der Dichter und Denker-
heut ist es ein Land der
Stinker und Stänkerer
und Schuld ist nur Lafontään und
Die Linke...grins...
Gruß Joschi Bonn

gerhart schrieb:
16.05.2010 10:36:36

alternative deutsche mark und wir investieren in unser deutschland

paul schrieb:
16.05.2010 10:34:03

raus aus dem euro und alle länder haben die Möglichkeit ihre Währung abzuwerten oder aufzuwerten .geht in gold oder aktien der euro ist ein fass ohne boden die deutschen müssen verzichten und zahlen und die anderen länder dürfen mit 55 in rente und kinder bekommen die witwenrente von den eltern .

schulz schrieb:
16.05.2010 10:25:01

ich möchte meine deutsche mark wieder haben und das geld was die jetz an 170 milliarden nach grichenland ,polen portugal ,china ,italien ,littauen ,chechen,slovenien ausgeben von unseren steuern und die strassen sind in deutschland kaputt und Fassaden und weniger Lohn.

müller schrieb:
16.05.2010 10:18:43

die commerzbank hat die grössten griechenlandanleihen ,raus aus dem euro rein in unsere deutsche mark.wir wollen kein euro !!!!!!!!!!

Seite: 12
 Kommentar hinzufügen 

Marktübersicht

  • Indizes
  • Rohstoffe
  • Devisen
  • HotStuff
Indizes Vergleichscharts
DAX
TecDAX
Dow Jones
Nasdaq Comp.

Börsenöffnungszeiten

Frankfurt
XETRA
New York
London
Tokio
Wien
Zürich
Feiertage

Unternehmenszahlen

DatumUnternehmenEvent
14.05.103U Holding AG
Quartalszahlen
14.05.10Acotel Group SpaAz.
Quartalszahlen
14.05.10Allied Motion Technologies IncShs
Quartalszahlen
14.05.10Alpha Mos S.A.
Quartalszahlen
14.05.10Arkimedica S.p.A.
Quartalszahlen
14.05.10Armstrong Industrial Corporation Ltd
Quartalszahlen
14.05.10Atlantia S.P.A.
Quartalszahlen
14.05.10Atlantic Power Corp
Quartalszahlen
14.05.10B+S Banksysteme AG
Quartalszahlen
14.05.10Beate Uhse AG
Quartalszahlen
14.05.10BHE Beteiligungs-AG
Quartalszahlen
14.05.10Comarch Software und Beratung Aktiengesellschaft nach Kapitalherabsetzung
Quartalszahlen
14.05.10D+S europe AG (D + S europe AG)
Quartalszahlen
14.05.10Digital Power Corp.
Quartalszahlen
14.05.10DPA Group N.V.
Quartalszahlen
14.05.10EADS N.V.
Quartalszahlen
14.05.10Ecotel Communication AG
Quartalszahlen
14.05.10Eurofins Scientific Group S.A.
Hauptversammlung
14.05.10GILDEMEISTER AG
Hauptversammlung
14.05.10Girindus AG
Quartalszahlen
14.05.10Gladstone PLCShs
Quartalszahlen
14.05.10Homag Group AG
Quartalszahlen
14.05.10HYPOPORT AG
Quartalszahlen
14.05.10Iberia Lineas Aereas de Espana S.A.
Quartalszahlen
14.05.10Integralis AG
Quartalszahlen
14.05.10Intesa Sanpaolo S.p.A.
Quartalszahlen
14.05.10Italmobiliare SPAAz.
Quartalszahlen
14.05.10J. C. Penney Company Inc.
Quartalszahlen
14.05.10Mizuho Financial Group Inc.
Jahresabschluss
14.05.10MVV Energie AG
Quartalszahlen
14.05.10Nippon Telegraph and Telephone Corp. (NTT)
Quartalszahlen
14.05.10Nürnberger Beteiligungs-AG
Quartalszahlen
14.05.10Orascom Construction Industrie (GDRS)
Quartalszahlen
14.05.10Petrobank Energy and Resources Ltd.
Quartalszahlen
14.05.10Petroleo Brasileiro SA PETROBRASShs Sponsored American Deposit Receipt Repr 4 Shs
Quartalszahlen
14.05.10Roth & Rau AG
Quartalszahlen
14.05.10Sanacorp Pharmaholding AG
Quartalszahlen
14.05.10SMA Solar Technology AG
Quartalszahlen
14.05.10SMT Scharf AG
Quartalszahlen
14.05.10Softing AG
Quartalszahlen
14.05.10Solar-Fabrik AG
Quartalszahlen
14.05.10Tele Norte Leste Participacoes SA (Telemar)
Quartalszahlen
14.05.10VBH Holding AG
Quartalszahlen
14.05.10WINKLER+DÜNNEBIER AG
Quartalszahlen

Wirtschaft

DatumWirtschaft
14.05.10
00:45: NZ; Einzelhandelsumsatz März
14.05.10
08:00: AT; Bank Austria Konjunkturindikator April
14.05.10
08:00: DE; Außenhandel mit China März
14.05.10
08:00: DE; Umsatz im Gastgewerbe
14.05.10
09:00: SP; Verbraucherpreise April
14.05.10
10:00: IT; Verbraucherpreise April
14.05.10
14:30: US; Einzelhandelsumsatz April
14.05.10
14:30: CA; Industriebericht März
14.05.10
14:30: CA; Neuwagenverkäufe März
14.05.10
15:15: US; Industrieproduktion April
14.05.10
15:15: US; Kapazitätsauslastung April
14.05.10
15:55: US; Verbrauchervertrauen Uni Michigan Mai (vorläufig)
14.05.10
16:00: US; Lagerbestände März
14.05.10
16:30: US; Frühindikator Großbritannien

Börsenchronik - Was war am ... ?

Erfahren Sie hier, welche Ereignisse das Börsengeschehen an einem Handelstag Ihrer Wahl beeinflusst und wie sich die Märkte am jeweiligen Tag entwickelt haben. Wählen Sie ein Datum aus dem Kalender und Sie erhalten den zugehörigen Marktbericht unserer Rubrik "Heute im Fokus".