08.03.2013 15:47
Bewerten
(19)

US-Arbeitsmarkt legt im Februar den Schalter um

Kräftiges Plus bei US-Jobs: US-Arbeitsmarkt legt im Februar den Schalter um | Nachricht | finanzen.net
Kräftiges Plus bei US-Jobs
Die US-Unternehmen haben im Februar viel mehr Stellen geschaffen als erwartet.
Die US-Unternehmen haben im Februar viel mehr Stellen geschaffen als erwartet. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, kamen außerhalb der Landwirtschaft 236.000 Jobs hinzu. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur 160.000 neue Stellen prognostiziert. Die Arbeitslosenquote sank von 7,9 auf 7,7 Prozent und damit auf der niedrigsten Stand seit Ende 2008.

Volkswirte wollten angesichts der Arbeitsmarktdaten nicht in Jubel ausbrechen, sehen aber den Trend der letzten Monate bestätigt. Denn der Januar lief deutlich schlechter als erwartet. Statt der zunächst gemeldeten 157.000 Stellen, entstanden nur 119.000. Damit wurde die unerwartet gute Februar-Entwicklung von der Abwärtskorrektur der Januar-Daten zu einem guten Teil aufgezehrt.

Für Unicredit-Volkswirt Harm Bandholz ist trotz dieses Geschmäckles positiv, dass der Jobaufbau über alle Bereiche der Wirtschaft reicht. Auch die leichte Zunahme der Wochenarbeitszeit auf 34,5 Stunden wertet er als gutes Zeichen. "Noch beeindruckender als die Beschäftigtenzahlen war der Rückgang der Arbeitslosenquote", sagte er.

Der gesamt Privatsektor, der rund 70 Prozent der gesamten Arbeitskräfte beschäftigt, schuf im Februar 246.000 Jobs, während die öffentliche Hand 10.000 Posten abbaute. Im verarbeitenden Gewerbe entstanden 20.000 zusätzliche Jobs, während die Bauindustrie mit 48.000 zusätzlichen Stellen glänzen konnte. In der Dienstleistungsindustrie, die üblicherweise als Wachstumsmotor für den Arbeitsmarkt fungiert, kamen 73.000 Arbeitsplätze hinzu. Im Einzelhandel entstanden immerhin 24.000 Arbeitsplätze.

Der überraschend deutliche Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,2 Punkte liegt aber im wesentlichen an der kleiner gewordenen aktiven Bevölkerung. "Etliche Arbeitslose haben die Suche nach einem Arbeitsplatz aufgegeben", sagte Christoph Baltz von der Commerzbank. Sie fallen dann aus der Erwerbsbevölkerung und werden nicht mehr mitgezählt.

Das kräftige Plus auf dem Arbeitsmarkt reiht sich ein in gute Nachrichten aus dem Wirtschaftsleben, angefangen von höheren Immobilienpreisen, gewachsenem Verbrauchervertrauen und steigenden Börsenkursen. Belastet wird die Stimmung von höheren Einkommensteuern und dem endlosen Gezänk um die Haushaltspolitik zwischen Republikanern und Demokraten.

Nach Aussage von Commerzbanker Baltz wird sich die US-Wirtschaft davon nicht aufhalten lassen, auch wenn viele Posten im öffentlichen Dienst akut bedroht sind. "Der Bericht stützt unsere Einschätzung, dass die Wirtschaft die am 1. März in Kraft getretenen staatlichen Ausgabenkürzungen gut verkraften kann."

Das deutliche Plus beim Jobaufbau wird den Diskussionen unter den Währungshütern der Fed weiter Nahrung geben, ob das Wertpapierankaufprogramm QE3 möglicherweise schon eher zurückgefahren werden sollte. "Die Fed wird ihre Anleihenkäufe wohl reduzieren, wenn das Beschäftigungsplus sich bei über 200.000 etabliert", ist sich Analyst Baltz sicher. Sein Kollege Bandholz schränkt aber ein, dass das nicht vor Ende des Jahres passieren wird.

Von Jeffrey Sparshott und Christian Grimm Kontakt zu den Autoren: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/chg/hab Dow Jones Newswires

Bildquellen: Prixel Creative / Shutterstock.com
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Jungheinrich - Professioneller Hochstapler!

Intralogistik-Lösungen sind gefragt wie nie. Denn mit moderner Logistik-Infrastruktur lassen sich nicht nur erhebliche Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen realisieren, sondern sie bildet die perfekte Ergänzung für "Industrie 4.0". Warum Jungheinrich eine der interessantesten Storys in diesem Segment bietet lesen Sie im aktuellen Anlagermagazin des Börse Stuttgart Anlegerclubs.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt schwächer -- Dow Jones endet im Plus -- US-Notenbank: Nächste Zinserhöhung dürfte 'bald' kommen -- Vonovia dank Übernahme mit Gewinnsprung -- Tiffany, Rocket Internet, GfK-Index im Fokus

Bieterkrieg bei Stada wohl abgeblasen. Moody's stuft China erstmals seit 1989 ab. Keine Machtübernahme von Investorenfamilie Hastor bei Grammer. Elon Musk lässt aufhorchen: Werden Teslas zu Wlan-Hotspots? MediGene-Aktie springt kräftig an. EZB sieht in möglicher Korrektur am Anleihenmarkt eine Gefahr. Glencore erwägt Kauf des Rivalen Bunge.

Top-Rankings

KW 21: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 20: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Berufe die auch eine Rezession überstehen
Welche bieten am meisten Sicherheit?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett aktuell im Depot
Die Top-Positionen von Warren Buffett (März 2017)
Bestbezahlte Praktikantenstellen
Welches Unternehmen bietet am meisten?
Metropolen der Superreichen
In diesen Städten leben die meisten Milliardäre
Das verdienen die Chefs der Notenbanken
Wie hoch sind ihre Gehälter?
Aktion Frühjahrsputz: Die unsinnigsten Subventionen der Bundesregierung
So werden Steuergelder verschwendet
mehr Top Rankings

Umfrage

Der Bitcoin bleibt auf Rekordkurs und stieg erstmals über 2.000 US-Dollar. Haben Sie auch schon mal Geschäfte mit der Digitalwährung gemacht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
Deutsche Telekom AG555750
E.ON SEENAG99
MediGene AGA1X3W0
BASFBASF11
Allianz840400
EVOTEC AG566480
BMW AG519000
MorphoSys AG663200
Infineon AG623100
Nordex AGA0D655