Krankenkassen lehnen Umbau der Klinikfinanzierung ab
BERLIN (Dow Jones)--Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen lehnt einen Vorschlag der Monopolkommission zur Reform der Finanzierung der Krankenhausinfrastruktur ab. Nach einem von ddp übermittelten Bericht der "Berliner Zeitung" (Donnerstagausgabe) sollten danach künftig nicht mehr die Bundesländer sondern die Beitragszahler und Krankenkassen für die Krankenhausinfrastruktur aufkommen.
"Die Tatsache, dass die Länder ihren Finanzierungsverpflichtungen nicht nachkommen, ist noch lange kein Grund sie aus ihren Pflichten zu entlassen", sagte der Sprecher des Spitzenverbandes, Florian Lanz, der Zeitung. "Das wäre eine gewaltige Umverteilung zu Lasten der Versicherten."
Die Bundesländer hätten nach Angaben des Aktionsbündnisses zur Rettung der Krankenhäuser ihre Investitionen in den vergangenen zehn Jahren um 40% gesenkt, schrieb die Zeitung. Es herrsche ein Investitionsstau von 50 Mrd EUR. Die Monopolkommission habe vorgeschlagen, die Finanzierung der Krankenhausinfrastruktur mit einem Investitionszuschlag auf jede Fallpauschale umzugestalten. So würden Investitionen gezielt in gut ausgelastete Krankenhäuser fließen und leerstehende Kapazitäten abgebaut.
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July 10, 2008 01:21 ET (05:21 GMT)
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