02.12.2012 22:00
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Moody's entzieht ESM das Top-Rating

Kreditrisiken steigen
Nach der Abstufung Frankreichs hat die Ratingagentur Moody's am Freitagabend auch dem dauerhaften Euro-Rettungsschirm die Spitzenbonität entzogen.
Der Europäische Stabilitäts-Mechanismus wird jetzt eine Stufe niedriger mit "Aa1" bewertet, der Ausblick bleibt negativ.

   Der Schritt spiegelt die Kreditrisiken der Geberländer wider, darunter Frankreich. Moody's hatte dem Land bereits Mitte November sein Spitzenrating entzogen. Als Grund nannte die Agentur wirtschaftliche Schwächen und finanzielle Risiken aufgrund "struktureller Herausforderungen".

   Moody's stufte auch den temporären Rettungsfonds EFSF, der durch den ESM ersetzt werden soll, auf "Aa1" ab. Hier bleibt der Ausblick ebenfalls negativ. Die Bonitätswächter nannten auch hier die enge Verknüpfung zwischen den tragenden Staaten und den Fonds als Grund. Frankreich ist nach Deutschland der zweitgrößte Geldgeber.

   "Können EFSF und ESM ein besseres Kreditrisiko haben als Frankreich? Unser Schluss ist: Nein", sagte Moody's-Analyst Dietmar Hornung im Interview. "In der aktuellen Lage beschränkt Frankreich die Ratings von EFSF und ESM." Der 500 Milliarden Euro schwere ESM ist das Herzstück der Krisenbekämpfung durch die Eurostaaten. Damit sollen angeschlagene Länder gerettet werden, möglicherweise bald Spanien.

   Analysten sagten, sie seien nach der Abstufung von Frankreich weniger als zwei Wochen zuvor nicht überrascht worden.

Dow Jones Newswires, Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 30 AM EST 12-02-12

Bildquellen: m.wolf / Shutterstock.com
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