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aktualisiert: 28.09.2012 20:12

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Kuka: Pressen, schweißen, Geld verdienen

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Kuka kann`s: Pressen, schweißen, Geld verdienen
Bei dem Roboterhersteller Kuka brummen die Geschäfte. Jetzt gibt es auch noch Gerüchte um eine Aufspaltung. Die Aktie ist damit doppelt interessant.

von Sven Parplies, Euro am Sonntag

Sie sind der perfekte Arbeiter: Roboter schuften 24 Stunden am Tag, brauchen keinen ­Urlaub, kein Wochenende, nicht mal eine Kaffeepause. Und sie können immer mehr: stapeln, montieren, schleifen, kleben, lackieren, prüfen — nicht nur schneller, sondern auch präziser als der Mensch.

Besonders erfolgreich mit den vollautomatischen Alleskönnern ist Kuka. Die Augsburger sind Europas führender Hersteller von Robotern. Die Produktpalette reicht vom Kleinroboter bis zum fünf Tonnen schweren Kraftprotz, der es mit Stahlträgern und Motorblöcken aufnimmt.

Das Geschäft läuft wie geschmiert. Trotz Eurokrise hat der Konzern seine Jahresprognose angehoben. Untermauert werden die Aussichten durch den Auftragsbestand. Der sei so hoch wie noch nie in einem ersten Halbjahr, meldete Vorstandschef Till Reuter Anfang August. Momentan sieht alles danach aus, als würde 2012 das erfolgreichste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte.

Wichtigster Kundenkreis ist die Autoindustrie. In keiner anderen Branche ist die Automatisierung so weit fortgeschritten. Dass die Nachfrage groß bleibt, ist nicht nur dem hohen Innovationsdruck von Audi, BMW und Co zu verdanken, sondern auch dem Aufstieg der Schwellenländer. Dort sind Roboter noch die Ausnahme. Während in Deutschland in der Autoindustrie auf 1.000 Mitarbeiter rechnerisch 113 Roboter kommen, sind es in China knapp elf.

Die Lücke wird kleiner: Viele Unternehmen haben in den aufstrebenden Märkten lange auf Handarbeit gesetzt — die Zeit der extremen Billiglöhne aber geht zu Ende. In China wurden die Löhne im vergangenen Jahr um 20 Prozent angehoben und werden weiter steigen. Außerdem wachsen die Qualitätsansprüche.

Entsprechend erwartet der Branchenverband der Roboterhersteller, dass China 2013 der weltweit größte Absatzmarkt für Roboter wird. Um die Nachfrage bedienen zu können, will Kuka seine Produktionskapazität in dem Land verdoppeln.

Auch wenn die langjährigen Geschäftsverbindungen zu den großen deutschen Autobauern Planungssicherheit geben — die hohe Abhängigkeit von einer Branche kann gefährlich werden. Das weiß auch Kuka. Das Unternehmen kämpft deshalb um Aufträge aus anderen Branchen, etwa mit der neuen Kleinroboter­familie Agilus, die auf Traglasten bis zu zehn Kilogramm ausgerichtet ist. Der Bedarf müsste eigentlich groß sein, denn die Roboterdichte liegt in vielen Industriezweigen gerade mal bei zehn Prozent des Vergleichswerts aus der Autoindustrie.

Der Erfolg der Robotersparte hat das zweite Standbein von Kuka, die auf Fertigungsstraßen spezialisierte Anlagenbausparte System, in den Hintergrund gedrängt. Und das, obwohl Systems im ersten Halbjahr fast 60 Prozent zum Gesamtumsatz beisteuerte. Was Börsianer stört: Die Ertragskraft bei Systems ist niedrig. In der Robotersparte war die Marge zuletzt mit knapp zwölf Prozent fast dreimal höher als bei Systems.

Gut für Aktionäre
Analysten spekulieren darauf, dass die margenschwache Sparte abgetrennt wird. Drahtzieher einer Umstrukturierung wäre der Maschinenbauer Grenzebach, der knapp 25  Prozent der Aktien hält. Grenzebach ist auch an der schweizerischen Swisslog beteiligt und könnte beide Beteiligungen zusammenführen. Auf dem Reißbrett würde das Sinn ergeben, da beide Firmen verschiedene Branchen abdecken. Kuka ist stark in der Automobilin­dustrie, Swisslog in der Logistik.

Für Kuka-Aktionäre wäre eine Ausgliederung von Systems ein lohnendes Geschäft. Die Berenberg Bank kalkuliert, dass Kuka dann als reiner Roboterhersteller mit dem 15- bis 20-Fachen des erwarteten Jahresgewinns bewertet werden müsste und damit deutlich höher als momentan. Aktuell wird Kuka mit dem zehn- bis 15-fachen Jahresgewinn bewertet.

Und das muss noch nicht das Ende sein: Fokussiert auf sein wertvollstes Geschäftsfeld, wäre Kuka schlagartig ein attraktiver Übernahmekandidat, etwa für Siemens.

Investor-Info

Die Aktie
Dauerhaft gut

Die Aktie gehört mit einem Plus von fast 60 Prozent seit Jahresbeginn zu den besten Werten im MDAX. Kurzfristig ist zwar mit Gewinnmitnahmen, langfristig aber mit steigenden Kursen zu rechnen. Für dieses Jahr wird ein Gewinnwachstum von 72 Prozent erwartet, 2013 soll das Plus bei 10,6 Prozent liegen. Gemessen daran ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13 fair. Die Analysten zeichnen ein gemischtes Bild. Die eine Hälfte sieht noch erhebliches Kurspotenzial, die andere hält die Aktie auf diesem Niveau für angemessen bewertet. Wir meinen: Aufgrund der dauerhaft guten Marktlage und der Möglichkeit einer Aufspaltung bietet die Aktie ein gutes Chance-Risiko-Profil. Kursrücksetzer zum Einstieg nutzen. 

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