DAX8.4560,7%  Dow15.335-0,1%  Euro1,28870,3% 
ESt502.8250,2%  Nas3.496-0,1%  Öl104,70,0% 
TDax971,30,4%  Nikkei15.3611,5%  Gold1.393-0,1% 

15.06.2012 18:27

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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte


=== +++++ MÄRKTE AKTUELL (17.55 Uhr) +++++ INDEX Stand +-% Euro-Stoxx-50 2.181,23 +1,54% Stoxx-50 2.320,26 +0,74% DAX 6.229,41 +1,48% FTSE 5.478,81 +0,22% CAC 3.087,62 +1,82% DJIA 12.717,07 +0,52% S&P-500 1.336,77 +0,58% Nasdaq-Comp. 2.856,51 +0,71% Nasdaq-100 2.559,41 +0,77% Nikkei-225 8.569,32 +0,01% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 142,4 +78

+++++ FINANZMARKT USA +++++

   Die Märkte setzen weiter auf die Hilfe der Notenbanken. Sollte die Wahl in Griechenland für hohe Wellen an den Märkten sorgen, dann wird mit einer gemeinsamen Aktion der Notenbanken gerechnet, um damit die Wogen wieder zu glätten. Zu Wochenbeginn treffen sich außerdem die Vertreter der führenden Wirtschaftsnationen der G-20, für die ebenfalls Griechenland das Hauptthema sein dürfte. Am letzten Handelstag vor der Hellenen-Wahl treten andere Faktoren vollständig in den Hintergrund. So belastet der extrem schlechte Empire-State-Index das Sentiment nicht. Bei den Einzelwerten legen American International Group um 0,5 Prozent zu. Der Versicherer hatte mitgeteilt, den Staatsanteil um 152 Milliarden Dollar reduziert zu haben, so dass nur ein Segment von 30 Milliarden Dollar in öffentlichen Händen verbleibt. AOL steigen um 0,5 Prozent und erholen sich damit etwas von den starken Abschlägen des Vortages. Die Aktionäre des Internet-Medienkonzerns hatten den Versuch des Hedgefonds Starboard Value abgelehnt, den Board mit dessen Vertretern zu besetzen.

   +++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

   Hinweise auf massive Eingriffe der Notenbanken haben der Griechenland-Wahl ihren Schrecken genommen und die Aktienkurse sowie den Euro am Freitag nach oben getrieben. Meldungen, nach denen sich die Notenbanken auf einen möglichen "Grexit" vorbereiten, beruhigten die Nerven der Investoren. Pläne der britischen Regierung und der Bank of England zur Stützung des heimischen Bankensektors führten zu erheblichen Kursaufschlägen bei Bankenaktien. Barclays stiegen um 4,2 Prozent, Lloyds Bank um 5,2 Prozent und RBS um 8,5 Prozent. Daneben waren zyklische Branchen gefragt, allen voran die Bau-Aktien, die im besonderem Maß von Konjunktur-Programmen profitieren würden. Der Index der Baubranche stieg um 2,6 Prozent. Vinci und Lafarge fuhren jeweils Kursgewinne von etwa 4 Prozent ein.

   +++++ Devisen +++++

DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 8.40 Uhr Do, 18.00 Uhr EUR/USD 1,2634 -0,01% 1,2635 1,2613 EUR/JPY 99,3595 -0,30% 99,6630 99,9947 EUR/CHF 1,2010 -0,01% 1,2010 1,2010 USD/JPY 78,6470 -0,31% 78,8910 79,2800 GBP/USD 1,5649 0,66% 1,5546 1,5536

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

   Signale, dass mehrere Zentralbanken in abgestimmter Form gegen mögliche Negativfolgen des Wahlausgangs in Griechenland vorgehen wollen, sorgten für Zuversicht. Mehr als die Aktienmärkte profitierte der Euro von den Spekulationen, er fiel jedoch im späten Asienhandel wieder etwas zurück. Die Marke von 1,26 Dollar wurde allerdings verteidigt. Den Höhenflug des Yen erklärten Händler mit Yen-Rückführungen japanischer Exportunternehmen. Letztlich war die Verunsicherung vor der Griechenland-Wahl weiterhin spürbar. Der Nikkei-225 gab bis Sitzungsende seine Gewinne fast vollständig ab. Die BoJ hat ihr Pulver erwartungsgemäß vorerst trocken gehalten. Händler erklärten die Seoul-Abgaben mit Verkäufen aus dem Ausland und der Schwäche bei Samsung Electronics, die 3,5 Prozent abgaben. Der Elektronikriese musste die Produktion von Flachbildschirmen aufgrund von Stromausfällen aussetzen. Hynix verbilligten sich um 2,1 Prozent, Woori Bank veräußerte einen Anteil. In Hongkong erholten sich Esprit um fast 10 Prozent. Der scheidende Vorstandsvorsitzende dämpfte Spekulationen, das Unternehmen befinde sich in Schieflage. DeNA gewannen in Tokio dank eines Aktienrückkaufs 12 Prozent. In Sydney legten Whitehaven Coal um 2,9 Prozent zu. Die angestrebte Übernahme durch Boardwalk Resources kommt voran.

   +++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR

   Deutsche Bank schließt Euro-Austritt Griechenlands nicht mehr aus

   Die Deutsche Bank schließt zwei Tage vor der Wahl ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone in ihrem Basisszenario nicht mehr aus. Dies begründete die Bank mit der "hohen Unsicherheit, die mit dem griechischen Drama verbunden" sei. "Zusammen mit sich weiter verschärfenden Problemen bei der Kreditversorgung in der Peripherie wird dies zu rückläufigem EWU-BIP in den kommenden Quartalen führen", heißt es in einer Studie.

   Postbank verkauft Asset Management an Fondsschwester DWS

   Die Postbank hat ihr Asset Management an die ebenfalls zur Deutschen Bank gehörende Fondsgesellschaft DWS verkauft. Mit diesem Schritt will sich die Postbank noch mehr auf ihr Kerngeschäft im Consumer Banking konzentrieren und das Asset Management der auf Fonds spezialisierten Schwester überlassen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

   Infineon soll deutlich mehr wegen Qimonda-Pleite zahlen

   Für den Chiphersteller Infineon wird der Rückzug aus seiner ehemaligen Tochter Qimonda möglicherweise teurer als gedacht. Der Insolvenzverwalter von Qimonda hat seinen Anspruch gegen die Infineon Technologies AG beim Landgericht München I auf mindestens 3,35 Milliarden Euro zuzüglich Zinsen massiv erhöht. Im Februar hatte er lediglich 1,71 Milliarden Euro gefordert.

   Fresenius gewinnt bisher nur wenige Rhön-Klinikum-Aktien

   Der Gesundheitskonzern Fresenius kommt mit der geplanten Übernahme von Rhön-Klinikum weiter nur schleppend voran. Bis Freitagmittag sind laut Internetseite des Bad Homburger DAX-Konzerns rund 3,53 Millionen Rhön-Aktien angedient worden. Dies entspricht einem Anteil von etwa 2,55 Prozent des Grundkapitals. Am vergangenen Freitag hatte der Anteil bei 1,82 Prozent des Grundkapitals gelegen.

   Tipp24 will deutschen Lottomarkt aufrollen

   Die Lottogesellschaft Tipp24 will in Deutschland angreifen und bringt dazu ihr Deutschland-Geschäft unter dem Namen Lotto24 an die Börse. "Lotto24 soll als Vertriebspartner der Landeslotterien von der bevorstehenden Liberalisierung des Marktes profitieren", sagte die designierte Deutschland-Chefin Petra von Strombeck dem Wall Street Journal Deutschland.

   Evonik investiert 350 Millionen Euro in Futtermittelzusatz L-Lysin

   Der Spezialchemiekonzern Evonik investiert kräftig in den Wachstumsmärkten Südamerika und Osteuropa. Das Unternehmen wird dort neue Anlagen zur biotechnologischen Produktion des Futtermittelzusatzes Biolys aufbauen, ferner soll eine Anlagenerweiterung in den USA im dritten Quartal 2012 abgeschlossen werden. Das gesamte Investitionsvolumen umfasst rund 350 Millionen Euro.

   Hyundai Motor wächst in Europa gegen den Trend und expandiert

   Während andere Autokonzerne in Europa mit der Schuldenkrise zu kämpfen haben und die Angst vor Werksschließungen umgeht, baut Hyundai die Kapazitäten sogar aus. Der südkoreanische Volumenhersteller wächst gegen den Trend und kündigte am Freitag an, die Produktion seines Werkes in Tschechien auf Vollauslastung hochzufahren. Bereits vergangenes Jahr hatte Hyundai hier eine dritte Schicht eingeführt und 1.000 neue Mitarbeiter eingestellt - nun soll die Erweiterung abgeschlossen werden.

   Moody's stuft Nokia auf "Ba1" von "Baa3" herab

   Die Ratingagentur Moody's hat den Handyhersteller Nokia abgestuft. Die Agentur senkte die langfristige Bonität des finnischen Konzerns auf "Ba1" von "Baa3". Der Ausblick bleibt "negativ".

   Voestalpine-Chef sieht massiven Kapazitätsabbau in EU-Stahlbranche

   Der Chef des österreichischen Stahlproduzenten voestalpine versprüht wenig Hoffnung für die europäische Stahlindustrie. Drei Viertel der EU-weiten Produktionskapazitäten für Rohstahl seien in Gefahr, über die nächsten zwei Jahrzehnte dauerhaft abgebaut zu werden, sagte voestalpine-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Eder zu Dow Jones Newswires. Einem möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone sieht er andererseits relativ gelassen entgegen.

=== DJG/raz

   (END) Dow Jones Newswires

   June 15, 2012 11:57 ET (15:57 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 57 AM EDT 06-15-12

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