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08.11.2012 18:35

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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

Ford Motor zu myNews hinzufügen Was ist das?


=== +++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

   MONTAG: In den USA bleibt der Anleihemarkt wegen des Veterans' Day geschlossen.

   +++++ MÄRKTE AKTUELL (18.05 Uhr) +++++

INDEX Stand +-% Euro-Stoxx-50 2.483,60 +0,18% Stoxx-50 2.526,76 +0,11% DAX 7.204,96 -0,39% FTSE 5.776,05 -0,27% CAC 3.407,68 -0,06% DJIA 12.912,58 -0,16% S&P-500 1.391,19 -0,24% Nasdaq-Comp. 2.927,61 -0,33% Nasdaq-100 2.603,46 -0,35% Nikkei-225 8.837,15 -1,51% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 142,94 +19

+++++ FINANZMARKT USA +++++

   Die Vorgaben für eine Erholung an der Wall Street sind eigentlich gut. So lagen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 10.000 unter der Prognose und auch das Defizit der US-Handelsbilanz lag deutlicher unter den Erwartungen. Doch die Sorge um die "Fiskalklippe" und ein mögliches Scheitern der Verhandlungen lasten weiter auf den Indizes. Bei den Einzelwerten gewinnen die Aktien des Chipherstellers Qualcomm 6,6 Prozent. Qualcomm, die Chips vor allem für Mobilfunkgeräte baut, hatte starke Absatzzahlen ausgewiesen. Bei Gewinn und Umsatz ließ das Unternehmen die Prognosen hinter sich. Dagegen setzt die Apple-Aktie ihre Abwärtstendenz fort und verliert weitere 1,9 Prozent. Hintergrund sind Produktionssorgen beim neuen iPhone 5. Im Dow-Jones-Index stehen vor allem die Konsumwerte unter Abgabedruck, während es bei den Finanzwerten nach den deutlichen Verlusten des Vortage zu einer leichten Erholung kommt. So gewinnen die Aktien von J.P.Morgan 1,1 Prozent.

   +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

   In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen (Prognose Gewinn/Aktie in Klammern):

   22:15 Walt Disney Co, Ergebnis 4Q (0,68)

   +++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

   Nach dem Ausverkauf am Mittwoch haben Europas Börsen am Donnerstag nicht Tritt fassen können. Hauptthema für die Anleger bleibt die drohende Fiskalklippe in den USA. Daneben hat sich EZB-Präsident Mario Draghi zurückhaltend zu den Wirtschaftsaussichten in der Eurozone geäußert. Auch bleibt die Situation in Griechenland trotz der Verabschiedung des mit der Troika vereinbarte Reformpakets durch das dortige Parlament angespannt. Bei den Einzelwerten machte die Berichtssaison Kurse. Siemens stiegen um 1,8 Prozent. "Bis auf den Energiebereich haben sich alle Sparten profitabler entwickelt als erwartet", meinte Jasko Terzic, Analyst der DZ-Bank. Heidelberg-Cement stiegen um 3,4 Prozent. Der Zementhersteller hat im dritten Quartal die Prognosen der Analysten übertroffen. Commerzbank verloren nach Zahlen 5,8 Prozent. Der vorsichtige Ausblick wurde von den Anlegern als Gewinnwarnung aufgefasst. Deutsche Telekom gaben 0,7 Prozent nach. Nomura hob die Probleme bei T-Mobile hervor.

   +++++ Devisen +++++

DEVISEN zuletzt '+/- % Do, 8.39 Uhr Mi, 18.06 Uhr EUR/USD 1,2740 -0,17% 1,2762 1,2760 EUR/JPY 101,5951 -0,34% 101,9379 101,8545 EUR/CHF 1,2056 -0,03% 1,2060 1,2061 USD/JPY 79,7550 -0,14% 79,8650 79,8140 GBP/USD 1,5975 -0,08% 1,5987 1,5972

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

   Die asiatischen Börsen haben sich den sehr schwachen Vorgaben von Wall Street weitgehend angeschlossen. Auch in Ostasien drückten Sorgen um die drohende fiskalische Klippe in den USA auf die Stimmung und ließen viele Anleger die Flucht in vermeintlich sichere Häfen wie den Yen antreten. Der Dollar rutschte knapp unter die psychologisch wichtige Marke von 80 Yen. Wie bereits an den US-Börsen ging die Befürchtung um, dass es zu einer lähmenden Hängepartie kommen könnte und es damit möglicherweise nicht zu einer rechtzeitigen Einigung über die Reduzierung des US-Haushaltsdefizits kommt. Dann drohen automatisch Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen im Volumen von 600 Milliarden Dollar, die die US-Konjunktur abwürgen dürften. Der japanische Markt litt zusätzlich unter schwach ausgefallene Auftragsdaten aus dem Maschinenbau. Aktien des Baumaschinenherstellers Komatsu gaben um 2,1 Prozent nach. Verkauft wurden in der ganzen Region auch Ölwerte nach dem Absturz des Ölpreises am Mittwoch.

   +++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR

   Einigungen beinhalten Vergleichszahlungen in Höhe von etwa 110 Mio. USD

   Commerzbank-Vorstandschef Martin Blessing will den Umbau der Bank "bis zum Ende" begleiten. Einer frühzeitigen Übergabe der Führung erteilte Blessing bei Bekanntgabe seiner Strategie eine Absage. "Ein Marathon macht am meisten Spaß, wenn man ihn bis zum Ende läuft. Deswegen werde ich auch bis zum Ende bleiben", erklärte er. Sein Vertrag läuft bis Oktober 2016.

   Deutsche Börse drängt nach Russland

   Die Deutsche Börse-Tochter Clearstream baut ihre Präsenz in Russland aus und eröffnet bis Ende des Jahres ein direktes Konto beim neuen russischen Zentralverwahrer National Settlement Depository. Die Kunden von Clearstream erhalten dadurch einen verbesserten Zugang zum russischen Markt und können einfacher direkt in russische Staatsanleihen investieren, wie die Deutsche Börse AG mitteilte.

   Deutsche Flugsicherung schockt Airlines mit höheren Gebühren

   Airlines müssen im kommenden Jahr mehr Geld für sicheres Fliegen zahlen. Die Deutsche Flugsicherung erhöht mit Jahresbeginn 2013 ihre Gebühren für Starts und Landungen an deutschen Flughäfen um 11,8 Prozent. Außerdem steigen die Kosten für das Durchfliegen des oberen deutschen Luftraums.

   SGL Carbon stemmt sich gegen die Krise

   Der Graphitspezialist SGL Carbon rüstet sich derzeit für weitere konjunkturelle Eintrübungen im kommenden Jahr. Mit diversen Maßnahmen wie einem drastischen Lagerabbau will der MDAX-Konzern im vierten Quartal gegen die Krise steuern. Hoffnung auf eine Verbesserung des Marktumfeldes 2013 hat Vorstandschef Robert Koehler nicht.

   Krones schließt Vergleiche über Rechtsstreitigkeiten in den USA

   Der Abfüllanlagen-Hersteller Krones hat seine Rechtsstreitigkeiten in den USA weitgehend beigelegt. In einem Vergleich hat sich der MDAX-Konzern auf Zahlungen von etwa 100 Millionen US-Dollar an die Kläger zuzüglich 15 Millionen Dollar an die amerikanische Staatskasse geeinigt. Das Ergebnis der Krones AG wird davon nicht belastet - das Unternehmen hat ausreichend Rückstellungen gebildet.

   Boeing kommt beim Dreamliner XXL voran

   Der Airbus-Rivale Boeing macht bei dem geplanten Bau einer größeren Version seines Modells 787 Dreamliner Fortschritte. Zur Abstimmung der Details hat der Flugzeugbauer bereits Gespräche mit seinen Kunden begonnen. Neben der Deutschen Lufthansa hat auch die Leasinggesellschaft Air Lease bereits Interesse an der neuen Maschine gezeigt.

   Dexia belastet Frankreich und Belgien noch stärker

   Frankreich und Belgien legen bei der bereits verstaatlichten Pleitebank Dexia nach. Mit weiteren 5,5 Milliarden Euro greifen die beiden Staaten dem Kreditinstitut unter die Arme. Belgien übernimmt dabei mit 2,9 Milliarden Euro den größeren Teil, aber auch Frankreich muss mit 2,6 Milliarden Euro eine hohe Summe schultern.

   IAG will spanischen Billigflieger Vueling komplett übernehmen

   Die International Consolidated Airlines Group (IAG) will die spanische Billigfluggesellschaft Vueling komplett übernehmen. Insgesamt 113 Millionen Euro will sich das aus der Fusion der spanischen Iberia mit British Airways entstandene IAG den Kauf der restlichen 54,15 Prozent kosten lassen. Das Angebot von 7 Euro je Vueling-Aktie entspricht einem Aufschlag von fast 28 Prozent auf den Schlusskurs vom 7. November.

   J.P. Morgan darf Aktienrückkauf für 3 Mrd USD fortsetzen

   J.P. Morgan Chase & Co. darf das nach dem Handelsskandal ausgesetzte Aktienrückkaufprogramm fortsetzen. US-Bundesbehörden gaben der Großbank grünes Licht, um im ersten Quartal wieder mit dem Rückkauf eigener Aktien für bis zu 3 Milliarden Dollar zu beginnen, wie aus einer Einreichung der Bank der Börsenaufsicht SEC hervorgeht.

=== DJG/raz

   (END) Dow Jones Newswires

   November 08, 2012 12:05 ET (17:05 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 05 PM EST 11-08-12

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