18.01.2013 18:57
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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

=== +++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

   MONTAG: Aufgrund des Feiertages "Martin-Luther-King-Jr.-Tag" findet in den USA kein Handel statt.

   +++++ MÄRKTE AKTUELL (18.25 Uhr) +++++

INDEX Stand +-% Euro-Stoxx-50 2.709,59 -0,34% Stoxx-50 2.633,96 -0,19% DAX 7.702,23 -0,43% FTSE 6.154,41 +0,36% CAC 3.741,58 -0,07% DJIA 13.577,79 -0,13% S&P-500 1.477,10 -0,26% Nasdaq-Comp. 3.121,07 -0,48% Nasdaq-100 2.729,93 -0,63% Nikkei-225 10.913,30 +2,86% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 143,34% +70

+++++ FINANZMARKT USA +++++

   Die auf Hochtouren laufende Berichtssaison drängt am Freitag alles andere an Wall Street in den Hintergrund. Und bei den Quartalszahlen halten sich Enttäuschungen und positive Überraschungen in etwa die Waage. Andere Nachrichten werden weitgehend ausgeblendet. So zum Beispiel die besser als erwartet ausgefallenen Wachstumsdaten aus China, die darauf hindeuten, dass die Delle aus dem vergangenen Sommer überwunden sein könnte. Als Belastung erweisen sich die Zahlen von Intel. Der US-Chip-Hersteller hat am Vorabend die Anleger mit der Gewinnmarge und der Umsatzprognose enttäuscht. Die Aktie ist klar Schlusslicht im Dow-Jones-Index. Auch von Konjunkturseite kommen aus den USA schlechte Nachrichten. So ist der Index des Verbrauchervertrauens der Uni Michigan mit einem Stand von 71,3 deutlich hinter der Erwartung des Marktes von 75,0 zurückgeblieben. Bei den Bankenwerten ergibt sich nach der Vorlage der Quartalsergebnisse von Goldman Sachs, Citigroup, Bank of America, J.P.Morgan und Morgan Stanley im Wochenverlauf ein eher gemischtes Bild. Letztlich konnten nur Goldman Sachs und Morgan Stanley überzeugen, heißt es aus dem Handel. Morgan Stanley schaffte im vierten Quartal wieder den Sprung in die schwarzen Zahlen. Die Aktie legt als Reaktion deutlich zu. Nachdem der S&P-500 am Vortag auf Schlusskursbasis noch auf ein neues Fünfjahreshoch gestiegen war, kommt es vor dem verlängerten Wochenende auch zu vereinzelten Gewinnmitnahmen. Am Montag findet in den USA feiertagsbedingt kein Handel statt.

   +++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

   Mit einem leichten Minus haben sich Europas Börsenplätze am Freitag aus dem Handel verabschiedet. Fehlende Impulse von der Wall Street und die üblichen Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende belasteten das Sentiment. In den USA fiel außerdem die Stimmungslage der Verbraucher stärker als erwartet und drückte den Markt zusätzlich. Für einen Abschlag von 0,2 Prozent bei den Technologie-Werten sorgten Intel: Der Chip-Hersteller enttäuschte die Anleger bei der Gewinnmarge und der Umsatzprognose. Frohe Kunde für die Weltkonjunktur gab es dagegen aus China: Die Wirtschaft dort ist im vierten Quartal um 7,9 Prozent und damit stärker als erwartet gewachsen. Trotz Langeweile gab es allerdings bei einigen Einzelwerten kräftige Bewegungen oder neue Rekordmarken. So sprangen Nestle im Verlauf erneut auf ein Allzeithoch bei 63,95 Franken. Bereits am Vortag hatte die Aktie mit einem historischen Höchststand geglänzt. Auch die Beiersdorf erreichten im Verlauf ein neues Allzeithoch bei 63,53 Euro. Am Handelsschluss stand ein Aufschlag von 1,1 Prozent auf 63,21 Euro zu Buche. Europa konnte sich damit der Rally in Asien nicht anschließen: Dort zogen die Aktien kräftig an - angeführt vom Nikkei-225, der in Tokio um knapp drei Prozent nach oben sprang. Japans Börse profitierte vom schwachen Yen, der die exportorientierte Wirtschaft des Landes begünstigt.

   +++++ Devisen +++++

DEVISEN zuletzt '+/- % Fr., 8.04 Uhr Do, 17.35 Uhr EUR/USD 1,3313 -0,51% 1,3381 1,3356 EUR/JPY 119,6649 -0,72% 120,5291 119,4778 EUR/CHF 1,2422 -0,93% 1,2538 1,2454 USD/JPY 89,9080 -0,21% 90,1000 89,4900 GBP/USD 1,5874 -0,65% 1,5978 1,5978

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

   Zum Wochenausklang haben die ostasiatischen Börsen auf breiter Front zugelegt. Grund waren gute Konjunkturzahlen aus China und ein neuerlicher Schwächeanfall beim Yen. In Schanghai propfitierten die Immobilienentwickler generell von Hoffnungen auf eine mögliche versuchsweise Zulassung des Handels mit Industrieflächen in Shenzhen. Klarer Sieger war aber die Börse in Tokio, wo der Nikkei-Index nach einer Berg- und Talfahrt im Wochenverlauf deutlich nach oben schoss. Dabei profitierte er insbesondere vom schwachen Yen. Berichten zufolge wird die Notenbank in der kommenden Woche erstmals seit rund neun Jahren an zwei aufeinanderfolgenden Treffen expansive Maßnahmen verkünden. Zudem steht eine Verdopplung des Inflationsziels auf 2 Prozent im Raum. Der schwache Yen half vor allem Exportwerten auf die Sprünge. Zusätzlich angefeuert wurden Technologiewerte von angekündigten höheren Investitionen bei Intel und Taiwan Semiconductor. Im Fokus standen auch Autowerte, allen voran Mazda, die um 11,7 Prozent durchstarteten. Hier beflügelten die jüngsten Konjunktur-Daten aus den USA. Mazda verkauft knapp ein Drittel seiner Fahrzeuge in Nordamerika. In Korea legte der Kospi angefeuert von den US-Vorgaben zu. Vor allem Finanzwerte waren hier gesucht. In Sydney waren wegen der guten Zahlen aus China vor allem Minenwerte gesucht. Das Schwergewicht Rio Tinto stieg zusätzlich beflügelt von einem Führungswechsel 2,7 Prozent.

   +++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

   BNP Paribas will mit 1 Mrd EUR eigene Effizienz steigern - Kreise

   Um die Kosten um 10 Prozent zu drücken, will BNP 1 Milliarde Euro investieren, berichtet ein Gewerkschaftsvertreter, der nicht namentlich genannt werden will. Die Bank werde ihren Plan im kommenden Monat der Öffentlichkeit und den Mitarbeitern vorstellen. Unter dem Titel "Einfach und Effizient 2015" wolle sich BNP in den nächsten drei Jahren auf die Reduzierung der Kosten konzentrieren.

   Suzlon kann Verkauf der deutschen Tochter Repower vorerst abwenden

   Das hoch verschuldete indische Windkraftunternehmen Suzlon hat einen wichtigen Schritt zur Restrukturierung der eigenen Verbindlichkeiten geschafft. Die Inder müssen ihre Schulden jetzt nicht mehr so schnell zurückzahlen, und auch die Zinszahlungen sinken. Doch auch wenn Suzlon damit mehr Zeit bekommt, könnte das Unternehmen am Ende doch gezwungen sein, wie schon lange von ihnen befürchtet, die deutsche Windenergietochter Repower zu verkaufen.

   Siemens-Wettbewerber GE trotzt der Wirtschaftsflaute

   Der Siemens-Wettbewerber General Electric (GE) hat trotz der weltweiten Konjunkturabkühlung im vierten Quartal dank eines Wachstums bei den Auftragseingängen unerwartet viel umgesetzt. Die Order legten im Schlussquartal bereinigt um 7 Prozent zu, und der Konzernumsatz erreichte 39,3 Milliarden US-Dollar. Unter dem Strich erhöhte GE das Nettoergebnis um 7,5 Prozent auf 4,01 Milliarden Dollar.

   US-Banken bleiben auf Erholungskurs

   Für Amerikas Großbanken stehen die Zeichen trotz eines weiter schwierigen Umfelds auf Erholung. Nicht nur im zuletzt viel geschmähten Investmentbanking läuft es wieder rund, auch bei der Begleitung von Anleihen- und Aktienemissionen machten die Geldhäuser im Schlußquartal 2012 wieder gute Geschäfte. Die Investmentbank Morgan Stanley, die am Freitag als letztes der großen Institute Zahlen vorlegte, erzielte nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum wieder einen deutlichen Gewinn.

=== DJG/ros (END) Dow Jones Newswires

   January 18, 2013 12:27 ET (17:27 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 27 PM EST 01-18-13

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