28.01.2013 18:53

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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte


=== +++++ MÄRKTE AKTUELL (18.00 Uhr) +++++ INDEX Stand +-% Euro-Stoxx-50 2.744,50 +0,01% Stoxx-50 2.656,66 -0,10% DAX 7.833,00 -0,32% FTSE 6.294,41 +0,16% CAC 3.780,89 +0,07% DJIA 13.895,81 -0,00% S&P-500 1.502,34 -0,04% Nasdaq-Comp. 3.160,84 +0,35% Nasdaq-100 2.751,54 +0,54% Nikkei-225 10.824,31 -0,94% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 141,8 -50

+++++ FINANZMARKT USA +++++

   Schlechte Nachrichten vom Immobilienmarkt trüben die Stimmung. Die Zahl der anstehenden Häuserverkäufe ist im Dezember wider Erwarten gefallen. Das irritiert die Anleger, die von der Branche zuletzt mit rasanten Wachstumsraten verwöhnt worden waren. Dass die Auftragseingänge bei langlebigen Gütern im vergangenen Monat überraschend kräftig gestiegen sind, fällt unter den Tisch. Nach dem jüngsten Anstieg der Aktienkurse sei es wohl einfach Zeit für Gewinnmitnahmen, vermuten Beobachter. Aktien von Caterpillar führen mit einem Plus von 1,3 Prozent den Dow-Jones-Index an. Quartalsausweis und Ausblick des Baumaschinenherstellers sind durchwachsen ausgefallen. Die Anleger haben sich aber entschlossen, das Gute in den Zahlen zu sehen. Yahoo-Aktien verlieren 0,4 Prozent. Das Unternehmen wird nach Börsenschluss Geschäftszahlen vorlegen. Apple-Aktien machen unterdessen einen Teil ihrer jüngsten Verluste wett. Das bis vor kurzem wertvollste Unternehmen der Welt musste diesen Spitzenplatz in der vergangenen Woche an Exxon Mobil abgeben, scheint sich aber wieder zurückzukämpfen. Der Apple-Kurs steigt um 2,5 Prozent, während Exxon-Aktien um 0,9 Prozent nachgeben. Die Kurse von Stahlherstellern leiden unter einer kritischen Studie von Goldman Sachs.

   +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

   In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen:

   22:05 US/Yahoo! Inc, Ergebnis 4Q

   +++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

   Den Investoren gehen momentan die Argumente aus, nahe dem Fünfjahreshoch im Dax noch zu kaufen. Auch die Wall Street liefert keine Unterstützung. Die acht Tage andauernde Gewinnserie im breiten S&P-Index droht zu Ende zu gehen. Die Banken stellten in Europa die Gewinner das Tages, der Sektor-Index schloss 0,6 Prozent fester. Seit Jahresbeginn haben die Aktien der europäischen Banken im Schnitt bereits um 9,5 Prozent zugelegt. Dabei profitieren die Anteilsscheine der Geldhäuser von dem steigenden Vertrauen in die Eurozone. Unter anderem verhinderten die Versorger, dass der Aktienmarkt stieg. Sie stehen seit langem auf den Verkaufslisten der Investoren. Am Morgen hatten die Analysten der Societe Generale die Aktie von RWE auf "Verkaufen" gesenkt, der Wert schloss 1,2 Prozent leichter. Für den Wettbewerber E.ON haben die Analysten das Kursziel herunter genommen. Die Aktie stellte den Verlierer im DAX und gab um 1,9 Prozent nach. Die Raumfahrtsparte Astrium von EADS hat 2012 vor allem dank der Übernahme des US-Satellitendienstleisters Vizada einen deutlich höheren Umsatz eingefahren. Insgesamt erlöste Astrium mit 5,8 Milliarden Euro 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Ohne die Ende 2011 akquirierte Vizada hätte das Umsatzplus 7 Prozent betragen, sagte Astrium-Chef Francois Auque. Die Aktie schloss in Paris 2,7 Prozent höher bei 35,73 Euro.

   +++++ Devisen +++++

DEVISEN zuletzt '+/- % Mo, 8.13 Uhr Fr, 17.33 Uhr EUR/USD 1,3460 0,09% 1,3448 1,3455 EUR/JPY 122,1193 0,03% 122,0795 122,4589 EUR/CHF 1,2480 -0,02% 1,2482 1,2438 USD/JPY 90,7300 -0,07% 90,7960 91,0200 GBP/USD 1,5681 -0,49% 1,5758 1,5800

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

   Uneinheitlich haben sich die Börsen in Ostasien gezeigt. In Schanghai profitierten Finanzwerte von geänderten Regeln für den Wertpapierhandel, die darauf abzielen, die Liquidität zu erhöhen. In Tokio ging es dagegen bergab. Zwar schaffte der Nikkei-Index zunächst erstmals seit April 2010 wieder den Sprung über 11.000 Punkte, allerdings währte die Freude nur kurz, denn im Anschluss setzten Gewinnmitnahmen ein und drückten den Index ins Minus. Im Vorfeld der Berichtssaison machte sich Zurückhaltung breit, hieß es in Tokio. Auslöser waren enttäuschend ausgefallene Zahlen von Fanuc sowie von Hitachi High Technologies. Für Zurückhaltung sorgten zudem die im Laufe der Woche erwarteten Daten für den US-Häusermarkt und die Industrieproduktion in China. Der schwache Yen stützte den Markt diesmal nicht. Zu den größten Verlierern gehörten mit Abgaben von 7 bzw 10 Prozent Fanuc und Hitachi High Technologies. Den starken Anstieg in Schanghai führten Beobachter unter anderem auf die guten US-Vorgaben zurück. Finanzwerte profitierten von der bevorstehenden Lockerungen bei der Akzeptanz von Sicherheiten. Die damit verbundene Hoffnung auf höhere Liquidität und steigende Erlöse trieb vor allem Aktien von Wertpapier-Händlern: Citic Securities legten 5,9 Prozent zu und Haitong Securities schlossen mit plus 8,2 Prozent. In Korea verlor der Kospi trotz eines schwächeren Won. Verlierer waren vor allem exportorientierte Titel.

   +++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR

   Continental investiert 129 Millionen Dollar in US-Reifenwerk

   Der Autozulieferer Continental investiert 129 Millionen US-Dollar in sein Reifenwerk am Standort Mount Vernon, Illinois. Der größte Anteil der Investitionen entfalle auf die Erweiterung der Produktionskapazität auf mehr als drei Millionen Nutzfahrzeugreifen, teilte der Konzern mit.

   Bei E.ON droht Streik ab nächster Woche

   Dem Energiekonzern E.ON droht der erste unbefristete Streik seit der Liberalisierung des Energiemarktes. Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen für die rund 30.000 Beschäftigten des Unternehmens in Deutschland haben die Gewerkschaften Verdi und IG BCE am Montag zur Urabstimmung über den Arbeitskampf aufgerufen.

   Praktiker will im Einkauf mit Wettbewerber Hellweg kooperieren

   Der angeschlagene Baumarktkonzern Praktiker tut sich mit dem Wettbewerber Hellweg im Einkauf zusammen. Über eine Einkaufskooperation wollen beide Partner ab dem 1. März ihre Beschaffung gemeinsam organisieren, teilte Praktiker mit. Ziel sei es, mit Lieferanten Konditionen auszuhandeln, die dann für alle Vertriebslinien

   EIOPA prüft langfristige Garantieversprechen bei Versicherern

   Die europäische Versicherungsaufsicht EIOPA stellt die Garantieversprechen der Lebensversicherer auf den Prüfstand. Die Behörde testet ab sofort neun Wochen lang, wie sich die Anwendung der neuen Eigenkapitalregeln für die Branche - Solvency II - auf die langfristigen Renditegarantien der Lebensversicherer auswirken.

   Caterpillar verfehlt trotz Rekordergebnissen Prognose

   Der amerikanische Baumaschinenkonzern Caterpillar ist im vergangenen Jahr langsamer gewachsen als erwartet. Zwar legten Umsatz und Gewinn 2012 zweistellig zu und bescherten dem weltgrößten Hersteller von Bulldozern, Baggern und anderen Baufahrzeugen das beste Jahr seiner Unternehmensgeschichte - doch die Zahlen blieben hinter der konzerneigenen Prognose zurück.

   Goldman erzielt mit Verkauf von ICBC-Anteil Milliardenerlös - Kreise

   Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat sich offenbar erneut von einem Teil ihrer Beteiligung an der chinesischen Bank ICBC getrennt. Die Amerikaner hätten ICBC-Aktien für umgerechnet 1 Milliarde US-Dollar platziert, berichten zwei Personen mit entsprechenden Kenntnissen.

   Island gewinnt Rechtsstreit um Entschädigung von Bankkunden

   Island hat einen Rechtsstreit um die Entschädigung ausländischer Kunden der Landsbanki für sich entschieden. Die isländische Bank war auf der Höhe der Finanzkrise 2008 zusammengebrochen. Betroffen davon waren auch britische und niederländische Sparer, die ihr Geld bei der Online-Tochter Icesave angelegt hatten und für den Verlust von Island nicht entschädigt wurden. Nun befand ein Gericht der Europäischen Freihandelsgemeinschaft (EFTA), Island habe damit keine Richtlinien des europäischen Wirtschaftsraums zur Einlagensicherung verletzt.

=== DJG/raz

   (END) Dow Jones Newswires

   January 28, 2013 12:23 ET (17:23 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 23 PM EST 01-28-13

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Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
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Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
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