06.02.2013 19:01
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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

=== +++++ MÄRKTE AKTUELL (18.29 Uhr) +++++ INDEX Stand +-% Euro-Stoxx-50 2.617,35 -1,28% Stoxx-50 2.604,62 -0,47% DAX 7.581,18 -1,09% FTSE 6.295,34 +0,20% CAC 3.642,90 -1,40% DJIA 13.984,22 +0,04% S&P-500 1.511,77 +0,03% Nasdaq-Comp. 3.172,75 +0,04% Nasdaq-100 2.754,14 -0,03% Nikkei-225 11.463,75 +3,77% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 142,56% +31

+++++ FINANZMARKT USA +++++

   Der Schrecken vom Montag scheint die Finanzmärkte nach einem Tag Pause wieder einzuholen. Vor allem Italien wird wieder stärker thematisiert, nachdem der frühere Ministerpräsident Silvio Berlusconi Umfrageergebnissen zufolge weiter aufholt. Auch US-Anleihen profitieren von der Unsicherheit. Die Rendite zehnjähriger Treasurys sinkt von 2,01 Prozent am Vortag auf jetzt 1,98 Prozent. Inzwischen haben sich die US-Börsen von den leichten Anfangsverlusten aber wieder erholt. "Jetzt, da das Problem der Schuldenobergrenze auf Mai verschoben ist, können sich die Akteure den wirtschaftlichen Fundamentaldaten zuwenden. Und auch nach dem Schock über das BIP am Freitag hat sich hier das Bild zuletzt doch aufgehellt", so ein Händler. Bei den Einzelwerten stehen unter anderem die Aktien von Walt Disney im Blickpunkt. Der Unterhaltungskonzern hat im ersten Geschäftsquartal trotz höherer Erlöse weniger verdient. Das bereinigte Ergebnis übertraf dennoch die Erwartungen. Die Aktie legt daraufhin 1,1 Prozent zu. Ein überraschender Gewinn im vierten Quartal katapultiert die Aktien von Zynga um 12,6 Prozent nach oben. Die Titel des Online-Reiseanbieters Expedia fallen dagegen um 2,3 Prozent. Das Unternehmen warnt vor einem steigenden Konkurrenzdruck und rechnet nur mit einem moderaten Gewinnanstieg 2013. Am Devisenmarkt leidet der Euro unter den Spekulationen über Italien. Hauptthema am Devisenmarkt ist aber die anhaltende Yen-Schwäche. Nach dem vorzeitigen Rückzug des amtierenden japanischen Notenbankgouverneurs Shirakawa ist der Dollar im Hoch auf über 94 Yen gestiegen, seitdem aber wieder etwas zurückgekommen.

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

   Keine relevanten Termine mehr angekündigt.

   +++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

   Nach dem Ausverkauf zu Wochenbeginn sind die europäischen Börsen erneut in die Knie gegangen. Anleger fürchten eine Rückkehr Silvio Berlusconis auf das politische Parkett. Berlusconis Umfragewerte verbessern sich, der Abstand zum Oppositionsführer beträgt nur noch vier Prozentpunkte. Am Rentenmarkt traten Anleger die Flucht in den vermeintlich sicheren deutschen Anleihemarkt an. Die Rendite für Benchmarkanleihen gaben zwei Basispunkte. Dafür stiegen die Renditen italienischer und spanischer Benchmarkanleihen. Am Devisenmarkt fiel der Euro zeitweise bis in den Bereich von 1,35 Dollar. Hier richteten sich die Blicke zudem auf die EZB-Sitzung am Donnerstag. Der Leitzins dürfte mit 0,75 Prozent bestätigt werden. In den USA gehen die politischen Ränkespiele um den Haushalt weiter, ein Ergebnis zeichnet sich weiter nicht ab. Daimler stiegen um 1,9 Prozent. In Stuttgart tagt der Aufsichtsrat. Es dürfte vor allem darum gehen, wie lange Dieter Zetsche noch das Steuer des Konzerns in der Hand hält. Bei Volvo brach der operative Gewinn im vierten Quartal gleich um 84 Prozent ein. Dennoch stieg die Aktie um 4,2 Prozent. Analysten begründeten dies mit einem guten Auftragseingang und einem Anstieg der Barmittel. ArcelorMittal zogen trotz eines Gewinneinbruchs von 23 Prozent um ein Prozent an. Marktteilnehmer hatten einen noch stärkeren Rückgang befürchtet. Nach einem schwachen Handelsstart drehten Metro ins Plus und gewannen 3,4 Prozent. Großinvestor Haniel hat mit dem Verkauf von 13,7 Millionen Metro-Aktien seinen Anteil an dem Handelskonzern auf 30 Prozent verringert. Weitere Verkäufe werden zunächst nicht erwartet.

   +++++ Devisen +++++

DEVISEN zuletzt '+/- % Mi, 8.03 Uhr Di, 17.50 Uhr EUR/USD 1,3532 -0,28% 1,3570 1,3575 EUR/JPY 126,5427 -0,70% 127,4345 126,8834 EUR/CHF 1,2308 -0,20% 1,2333 1,2330 USD/JPY 93,5250 -0,40% 93,9015 93,4310 GBP/USD 1,5662 0,10% 1,5646 1,5646

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

   Der immer weiter nachgebende Yen treibt den Nikkei-Index an der Tokioter Börse von Hoch zu Hoch. Nach der Ankündigung eines vorgezogenen Rücktritts des japanischen Notenbank-Gouverneur Masaaki Shirakawa ist der Dollar zwischenzeitlich auf über 94 Yen gestiegen, den höchsten Stand seit Mai 2010. Der Nikkei-Index schoss daraufhin um satte 3,8 Prozent nach oben und erreichte mit 11.463 Punkten ein 34-Monatshoch. An den übrigen asiatischen Börsen ging es deutlich langsamer aufwärts. Der frühzeitige Wechsel an der Spitze der japanischen Notenbank weckt Hoffnungen auf eine noch schnellere weitere Lockerung der Geldpolitik. Das setzte dem Yen zu und beflügelte an der Börse vor allem die Aktien exportorientierter Unternehmen. Honda Motor gewannen 3,3 Prozent, für Mazda Motor ging es um 4,4 Prozent nach oben. Toyota profitierten zusätzlich von einem höheren Nettogewinn im dritten Quartal. Zudem dürfte der Autobauer Medienberichten zufolge wegen der Yen-Schwäche seinen Gewinn im Gesamtjahr kräftig steigern. Die Aktien stiegen um 6 Prozent. In Hongkong gehörten Banken zu den Gewinnern. HSBC Holdings gewannen 1,1 Prozent, Bank of China legten 1 Prozent zu und Bank of Communications um 0,8 Prozent. Insgesamt legte der HSI um 0,5 Prozent zu, nachdem es am Vortag zu einem Ausverkauf gekommen war. In Australien gehörten insbesondere Minenwerte angesichts des leicht gefallenen australischen Dollars zu den Gewinnern: Rio Tinto gewannen 1,1 Prozent, BHP Billiton 0,9 Prozent. Für das kleine Minus in Seoul, das fünfte Tagesminus in Folge, machten Beobachter ebenfalls den fallenden Yen verantwortlich, da sich damit die Wettbewerbsposition koreanischer Unternehmen im Vergleich zu Japan verschlechtere. Hyundai Motor verloren 2 Prozent und Kia Motors 2,1 Prozent.

   +++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR

   Deutsche Bank suspendiert sieben Mitarbeiter wegen Zinsmanipulation - Kreise

   Die Deutsche Bank kommt bei ihren internen Untersuchungen des Skandals um die Manipulation der Zinssätze Euribor und Libor voran. Nachdem bislang zwei Händler im Zusammenhang mit Libor-Manipulationen suspendiert worden sind, wurden nun fünf weitere Mitarbeiter freigestellt, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person dem Wall Street Journal Deutschland sagte.

   E.ON einigt sich mit Gewerkschaften auf Tariferhöhung

   Beim größten deutschen Energiekonzern E.ON bleibt der angedrohte Streik aus. Das Unternehmen hat sich mit den Gewerkschaften Verdi und IG BCE auf einen neuen Tarifvertrag für rund 30.000 Beschäftigte geeinigt. Nach Angaben von Verdi sollen die Gehälter rückwirkend zum 1. Januar um 2,8 Prozent steigen.

   Audi will nach gutem Jahresauftakt Wachstumskurs 2013 fortsetzen

   -- Weltweiter Absatz von Audi steigt im Januar um 16,3 Prozent auf 111.750 Fahrzeuge

   -- Absatz in China steigt im Januar auf um 38,5 Prozent auf 37.678 Fahrzeuge

   Bertelsmann-Tochter Prinovis schließt Druckerei Itzehoe

   Das Druckerei-Unternehmen Prinovis, mehrheitlich im Besitz der Bertelsmann AG, plant die Schließung des Standortes Itzehoe, was rund 1.000 Beschäftigten den Arbeitsplatz kosten wird. Prinovis unterhält vier Tiefdruck-Standorte in Deutschland und einen weiteren im englischen Liverpool.

   Opels Kompakt-SUV Mokka bereits mehr als 80.000 Mal bestellt

   Einer der Hoffnungsträger des kriselnden Autobauers Opel, das kompakte SUV Mokka, ist wenige Monate nach dem Marktstart sehr gefragt. Bei den Rüsselsheimern gingen bereits mehr als 80.000 Bestellungen für den kleinen Geländewagen ein.

   GlaxoSmithKline verstärkt Sparbemühungen nach schwachem Quartal

   Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline verschärft nach einem schwachen Schlussquartal die Gangart in seinem strauchelnden Europageschäft. Wegen des Preisdrucks bei Medikamenten sollen die Sparbemühungen noch verstärkt werden. Bis 2016 will Glaxo jährlich mindestens 1 Milliarde Britische Pfund einsparen.

   RBS legt Libor-Skandal mit Strafzahlung von 613 Millionen Dollar bei

   Die Royal Bank of Scotland (RBS) kann den Libor-Skandal mit einer Strafzahlung und anderen Maßnahmen zu den Akten legen. Insgesamt 612,6 Millionen US-Dollar kostet das britische Finanzinstitut die Beilegung der Ermittlungen durch britische und amerikanische Behörden.

   Biogen und Elan gehen bei MS-Medikament Tysabri getrennte Wege

   Das Medikament Tysabri zur Behandlung der Multiplen Sklerose wird künftig allein vom US-Biotechkonzern Biogen Idec Inc vermarktet. Der Partner der Amerikaner, das kleine irische Unternehmen Elan, lässt sich seine Miteigentumsrechte mit 3,25 Milliarden US-Dollar vergolden.

=== DJG/flf (END) Dow Jones Newswires

   February 06, 2013 12:31 ET (17:31 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 31 PM EST 02-06-13

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