08.01.2013 14:44

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LAGE FRAGIL

Irischer Premier fordert Schuldenhilfe von EU


Der irische Regierungschef Enda Kenny pocht auf zusätzliche Hilfen von der EU bei der Bewältigung der Finanz- und Schuldenkrise.

"Irland hat Fortschritte gemacht, aber unsere wirtschaftliche Lage bleibt fragil", sagte Kenny am Dienstag nach einem Gastauftritt bei der CSU-Klausur in Wildbad Kreuth. Deswegen bedürfe es auch der "anhaltenden Unterstützung und Solidarität der europäischen Kollegen".

   Dabei geht es Dublin um zwei Punkte, wie Kenny nach Teilnehmerangaben vor der CSU-Landesgruppe deutlich machte: die Rekapitalisierung der irischen Banken und mildere Bedingungen für die Rückzahlung von 30 Milliarden Euro Hilfe, die die Insel innerhalb von zehn Jahren leisten soll. Irland müsse allein 2013 dreieinhalb Milliarden Euro einsparen und gleichzeitig drei Milliarden Euro an die EZB zurückzahlen, sagte Kenny laut Teilnehmern.

  Die CSU reagierte zurückhaltend. Es gebe Gespräche zu dem Thema, sagte Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt. "Das Ergebnis der Gespräche muss abgewartet werden." Der Bundestagsabgeordnete Thomas Silberhorn - ein Kritiker der Euro-Rettungsmaßnahmen - verwies auf die Sorge, dass eine Lockerung der Bedingungen für ein Schuldenland sofort entsprechende Forderungen der anderen Problemländer nach sich ziehen würde./cho/DP/jkr

KREUTH (dpa-AFX)

Bildquellen: Roman Pyshchyk / Shutterstock.com

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Kommentare zu diesem Artikel

Faharro schrieb:
08.01.2013 16:40:47

na, so langsam wird es in der Presse lanciert, dass natürlich auch alle anderen die Hände aufhalten. Warum auch nur die Griechen?

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