WIESBADEN (Dow Jones)--Die hessische Landesregierung prüft eine Hilfe für den Erhalt von Arbeitsplätzen im Offenbacher manroland-Werk. Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) sagte am Mittwochabend zur Entscheidung des Insolvenzverwalters über die Zukunft des Unternehmens: "Wir helfen, wo es geht, wenn es geht." Zugleich forderte er aber den Insolvenzverwalter auf, erst einmal konkrete Pläne für das Offenbacher Werk vorzulegen, das nach dessen Angaben auf dem Wege eines Management-Buy-Out saniert werden soll.
"Wir werden alles Notwendige und Machbare in die Wege leiten, um die Arbeitsplätze in Offenbach zu halten", wird Posch weiter von der Nachrichtenagentur dapd zitiert. Nun aber sei der Insolvenzverwalter am Zug. Er habe Vorlage eines verbindlichen Konzepts zugesagt. Dieses müsse jetzt schwarz auf weiß auf den Tisch, um geprüft werden zu können. Die Vorbereitung für die Einrichtung einer Lenkungsgruppe in seinem Ministerium sei bereits in Arbeit, teilte Posch weiter mit.
Der Frankfurter IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild äußerte sich zurückhaltend zu der Lösung, die auf der Zerschlagung von manroland mit seinen drei Werken in Augsburg, Plauen und Offenbach basiert. "Manroland ist mit der heutigen Entscheidung des Gläubigerausschusses noch nicht gerettet", erklärte Schild in Frankfurt. Erst in den nächsten Wochen werde sich zeigen, welche Zukunft das Unternehmen in allgemein schwierigen Zeiten der Druckmaschinenbranche habe. Die hoch qualifizierten Beschäftigten in Offenbach brauchten schnellstmöglich ein umfassendes Konzept, das ihnen Sicherheit biete. Landesregierung, Regionaldirektion und Insolvenzverwalter müssten nun schnell handeln. Die IG Metall werde sich aktiv an den Gesprächen beteiligen.
Die Offenbacher IG-Metall-Bevollmächtigte Marita Weber sagte, die Beschäftigten seien enttäuscht, dass die Rettung von manroland nicht ihren Standort umfasse. Schließlich sei dies durch das spezielle Know-how ein zukunftsträchtiger Standort. Sie forderte den Insolvenzverwalter auf, sich weiterhin um eine Perspektive für Offenbach zu bemühen. Der Standort und möglichst viele Arbeitsplätze müssten erhalten bleiben.
DJG/dapd/jhe
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January 18, 2012 13:29 ET (18:29 GMT)
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