22.03.2013 15:49
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SAP-Vorstände verdienen 2012 zunächst deutlich weniger

Langfristig Plus möglich: SAP-Vorstände verdienen 2012 zunächst deutlich weniger | Nachricht | finanzen.net
Langfristig Plus möglich

Die Vorstände von Deutschlands größtem Softwarekonzern SAP haben 2012 - zunächst einmal - deutlich weniger verdient als noch vor einem Jahr.

So sanken die Bezüge von Co-CEO Bill McDermott im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Fünftel auf 4,46 Millionen Euro. Sein Amtskollege Jim Hagemann Snabe verdiente mit 3,93 Millionen Euro 13 Prozent weniger. Finanzvorstand Werner Brandt kassierte mit 2,31 Millionen Euro 15 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

   Der im Dax notierte Konzern hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar seine Umsatzziel erreicht, allerdings fiel der operative Gewinn mit 5,02 Milliarden Euro niedriger aus als geplant. Zielvorgabe waren 5,05 bis 5,25 Milliarden Euro gewesen.

   Allerdings könnten die Vorstände nachträglich doch noch auf ein dickes Plus kommen. Neben ihrem festen Grundgehalt und einer auf das Geschäftsjahr bezogenen variablen Vergütung bekommen sie auch eine langfristige, aktienkursbasierte Vergütung. Erfüllen sich die vom Unternehmen für 2015 ausgegebenen Ziele und steigt der Kurs tatsächlich wie erwartet, könnte sich McDermott zusätzlich über 4,32 Millionen Euro freuen und käme dann insgesamt auf 8,78 Millionen Euro. Das wäre alles in allem ein Gehaltsplus von mehr als einem Drittel im Vergleich zu 2011. Ausgezahlt wird diese langfristige Vergütungskomponente erst 2016.

   Snabe könnte im Idealfall sein Gehalt sogar um die Hälfte steigern. Ihm winken ebenfalls 4,32 Millionen Euro extra, alles in allem hätte er 2012 dann 8,25 Millionen Euro verdient.

   Das magerste Einkommensplus der drei kann Finanzvorstand Brandt erwarten. Bekommt er tatsächlich 1,55 Millionen extra und damit 3,86 Millionen Euro insgesamt, wäre das ein Zuwachs von 17 Prozent.

   Einfluss auf die Vorstandsvergütung hat auch eine 2010 gewährte mittelfristige Vergütungskomponente. Sie lief nun aus und ist daher in die Zahlen für 2012 einzurechnen.

   Die SAP AG, die ihre Rechtsform wegen ihrer internationalen Ausrichtung in eine Europäische Aktiengesellschaft ändert, will ihren Umsatz bis 2015 weiterhin auf mehr als 20 Milliarden Euro steigern. Ende Januar hatte Co-Vorstandschef Bill McDermott im Interview mit dem Wall Street Journal Deutschland diese Zahl auf 21 bis 22 Milliarden Euro präzisiert. Im gleichen Zeitraum soll die operative Marge (Non-IFRS) auf 35 Prozent klettern.

   2012 hatte der Konzern einen Umsatz von 1,25 Milliarden Euro erzielt. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 0,85 Euro je Aktie bekommen. Damit sinkt die Ausschüttung auf den ersten Blick, schließlich hatten die Anteilseigner anlässlich des 40-jährigen Firmenjubiläums eine Sonderdividende von 0,35 Euro erhalten. Lässt man diese Extrazahlung außen vor, steigt die Ausschüttung um 10 Cent oder 13 Prozent an.

   Von Ursula Quass Kontakt zur Autorin: ursula.quass@dowjones.com

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Bildquellen: SAP AG

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