Das Luxusparadies braucht dringend die Oberschicht. Leute wie Jacklyn Lantaco und Matthew Manuel. Das Paar aus Florida heiratete am 20. Februar im Garten des Hotels Caesars Palace. Mehr als 50 Gäste verbrachten mit ihnen das Wochenende in dem römischen Palast. Das Paar wählte die Luxussuite, beschäftigte tagelang eine Hochzeitsplanerin und ließ sich in den Wellnesseinrichtungen von Kopf bis Fuß verwöhnen. Wie zu Zeiten Cäsars. „Es ist fantastisch hier. Wir werden es nie vergessen.“
Investor-Info
Wynn Resorts:
Gewinnzone in Reichweite
Der Konzern betreibt in Las Vegas die beiden Luxushotels Encore und Wynn. Zwar sank der Zimmerumsatz im vierten Quartal von 224 auf 178 Dollar. Doch ist der 21-prozentige Rückgang lediglich auf die Rezession zurückzuführen. Mit Nettoschulden in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar ist der Konzern weit besser als viele Wettbewerber wie etwa MGM aufgestellt. Im vierten Quartal dämmte das Management den Verlust
von 159 auf nur noch fünf Millionen Dollar
ein. Die Aktie ist ein spekulativer Kauf.
MGM Mirage:
Alles oder nichts
Offiziell verbreitet die MGM-Führungsspitze Hoffnung auf eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Doch der Kasinoriese ist angesichts eines Schuldenbergs von zwölf Milliarden Dollar schwer angeschlagen. Die Wall Street ist entsprechend skeptisch. Bei einem Jahresumsatz von sechs Milliarden kommt MGM auf eine Marktkapitalisierung von 4,8 Milliarden Dollar. Zu den Großaktionären zählt Kirk Kerkorian. Bei rund zehn Dollar hat die Aktie eine starke Unterstützung. Abwarten, ob diese hält.
Las Vegas Sands:
Ein Ass im Ärmel
In Las Vegas betreibt der Konzern die zwei Luxustempel The Venetian und das Palazzo. Angesichts eines zweiten starken Standbeins in Asien ist der Kasinobetreiber der stabilste unter den drei großen. Die jüngsten Zahlen lagen knapp unter den Erwartungen. Mit einem Kurs-Umsatz- und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 2,5 beziehungsweise 3,0 ist der US-Titel zwar kein Schnäppchen mehr, aber dafür überzeugt die gute Aufstellung in Fernost.
International Game Technology:
Krisenjahr ist abgehakt
Der Glücksspielautomatenhersteller IGT litt heftig unter der Krise der Kasinobetreiber. Dennoch lag der Gewinn 2009 dank eines strikten Sparprogramms bei 149 Millionen Dollar. Da die Maschinen immer älter werden, müssen sie ersetzt werden, um die Touristen zum Spielen zu animieren. In den USA gibt es rund 900 000 Spielautomaten, über die Hälfte davon von IGT. Erholt sich der Sektor, steht der Kurs vor einer Aufholjagd.