Die unternehmerischen Herausforderungen in diesen Tagen sind historisch: Die Staatsschuldenkrise erschüttert das Bankensystem – und damit eine der wichtigsten Finanzierungsquellen für Unternehmen. Zudem trübt sich die Wirtschaft vielerorts ein. Gerade deshalb sind Entscheidungen gefragt, die dem heftigen Auf und Ab der Konjunktur standhalten.
€uro am Sonntag hat sechs Persönlichkeiten aus den Chefetagen deutscher Top-Unternehmen ausgewählt, die nach unserer Ansicht in diesem Umfeld hervorragende Arbeit leisteten. Alle sechs haben bewiesen, dass sie schnell, flexibel und erfolgreich auf die Krise reagiert und ihre Firma so positioniert haben, dass sie jetzt die Früchte ihrer Arbeit ernten können. Sie als Leser sind gefragt: Wer wird „Unternehmer des Jahres 2012“ und verdient es, im Januar den Goldenen Bullen des Finanzen Verlags entgegenzunehmen?
Die Kandidaten:
Jim Hagemann Snabe,
Bill
McDermott, SAP
Die beiden Manager hatten nach dem Abgang von Exchef Leo Apotheker im Februar 2010 gemeinsam die Führung beim Walldorfer Softwarekonzern übernommen. Innerhalb kurzer Zeit gelang es ihnen, das Vertrauen der wegen einer Preiserhöhung aufgebrachten Kunden zurückzugewinnen, das Innovationstempo zu erhöhen und neue, erfolgreiche Produkte
auf den Markt zu bringen. Die Strategie zahlt sich aus: Im laufenden Jahr wird ein neues Rekordergebnis erwartet, die Aktie gehört 2011 zu den Top-Performern im DAX.
Gerhard Weber,
Gerry Weber
Durch Know-how und Mut zu Innovationen hat sich Gerry Weber seit der Gründung 1973 zu einem weltbekannten Lifestyle-Konzern entwickelt. Maßgeblichen Anteil daran hat Gründer, Vorstandschef und Großaktionär Gerhard Weber. Auch 2011 schlug sich der Bekleidungskonzern überdurchschnittlich. In den ersten neun Monaten legte der Umsatz im Einzelhandel um 25 Prozent auf 156 Millionen Euro zu. „Der Einzelhandel ist unser größter Wachstumsmotor“, freut sich Weber. Künftig will das Unternehmen verstärkt in Asien und den USA expandieren.
Robert Koehler,
SGL Carbon
Er zählt zum Urgestein: Der gebürtige Münchner Robert Koehler steht seit 1992 an der Spitze des Faserherstellers SGL Carbon, den er einst aus der Hoechst AG herauslöste. Im SGL-Vorstand ist Koehler unter anderem für Konzernentwicklung zuständig. Dafür hatte er in den vergangenen Jahren
genau das richtige Händchen: Denn um den Leichtbauspezialisten ist ein regelrechter Wettlauf zwischen VW und BMW entbrannt: Nachdem sich VW mit acht Prozent bei SGL eingekauft hatte, konterte BMW mit einer 16-Prozent-Beteiligung.
Claus-Dietrich Lahrs,
Hugo Boss
Noch ein Modeunternehmen, dem Schuldenkrise und Konjunkturschwäche nichts anhaben. So hob Claus-Dietrich Lahrs die mittelfristigen Ziele für Deutschlands größten Modekonzern Hugo Boss abermals an. Bis 2015 sollen die Erlöse die Drei-Milliarden-Euro-Schwelle knacken, das Ergebnis soll bei 750 Millionen Euro liegen. „Ich bin überzeugt, dass wir auch zukünftig stärker als der Markt wachsen werden“, gibt sich Lahrs kämpferisch. Boss sei gut gerüstet, um auch in schwierigem Umfeld weiter zu wachsen.
Ralf Dieter,
Dürr
Solche Probleme hätten andere gern: Immer wieder musste der Anlagen- und Maschinenbauer Dürr in diesem Jahr sein Zahlenwerk nach oben korrigieren. Besonders das China-Geschäft treibt den baden-württembergischen Mittelständler an – von Konjunkturschwäche ist bislang nichts zu sehen. Bereits vor Weihnachten 2011 hatte das Unternehmen den gesamten Auftragsbestand für das Jahr 2012 fest in den Büchern. „Wir sind für 2012 bereits durch“, meldet Firmenchef Ralf Dieter schon jetzt Vollzug für das kommende Jahr.
Die Abstimmung ist einfach:
Schreiben Sie den Namen Ihres Favoriten auf eine Postkarte und senden Sie diese an folgende Adresse:
Finanzen Verlag GmbH
„Unternehmer des Jahres“
Bayerstraße 71 – 73
80335 München
Oder schicken Sie ein Fax an folgende Nummer: 089/27 26 42 44
Oder senden Sie eine E-Mail an:
gewinner@finanzen.net
Mitmachen und gewinnen
Als Dankeschön verlost €uro am Sonntag unter allen Teilnehmern der Leserwahl fünf Leatherman-Multifunktionswerkzeuge im Wert von jeweils 50 Euro.
Der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt.
Einsendeschluss: 4. Januar 2012, 24 Uhr. Der Preisträger wird Ende Januar
bekannt gegeben. Mitarbeiter und Angehörige der Finanzen Verlag GmbH und ihrer Tochtergesellschaften dürfen an der Abstimmung nicht teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.