Wie das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mitteilte, werde der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen. Bisher hatte
Conergy für dieses Jahr wieder ein positives EBITDA in Aussicht gestellt. Conergy prüfe daher, ob die Ergebnisentwicklung zu einem Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals der Gesellschaft führen könnte. In diesem Fall werde Conergy unverzüglich eine außerordentliche Hauptversammlung zur Verlustanzeige einberufen.
Die Beendigung des ursprünglich bis 2018 laufenden Liefervertrages mit dem Polysiliziumhersteller MEMC Electronic Material entbindet Conergy von der Abnahme weitere Wafer. Hintergrund ist, dass die Hamburger diese Wafer nicht mehr zur Produktion von Solarzellen brauchen, sondern von anderen Zulieferern fertige Zellen für ihre Module beziehen.
Conergy bleibt nun eine Wafer-Abnahme in Höhe von 600 Millionen Dollar erspart. Allerdings verbleibt die geleistete Bar-Sicherheit von rund 21 Millionen Dollar bei MEMC.
HAMBURG (dpa-AFX)
Solarpleiten: Diese Konzerne haben nicht überlebt
Platz 10: Solon
Solon wurde 1996 gegründet und galt schnell als Berlins Vorzeigefirma. Ende 2011 dann das Ende: Die Aktie stürzte massiv ab, als der Konzern Insolvenz anmeldete. Im März wurde der Konzern durch den indischen Konkurrenten Microsol übernommen.