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21.09.2012 16:18

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Facebook lenkt bei Gesichtserkennung ein

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Das soziale Netzwerk Facebook lenkt bei der von Datenschützern kritisierten Gesichtserkennungsfunktion ein.

Das Online-Netzwerk erklärte sich bereit, bis zum 15. Oktober alle bisher erstellten Nutzerprofile zu löschen, wie die irische Datenschützbehörde am Freitag mitteilte. Die Funktion sei bereits für alle neuen Nutzer in der Europäischen Union abgeschaltet worden.

    Die automatische Gesichtserkennung soll nach der Vorstellung von Facebook den Nutzern helfen, ihre Freunde in Fotos zu finden und zu markieren. Unter anderem der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar hatte aber kritisiert, eine Datenbank mit dem "Gesichtsabdruck" von Millionen Mitgliedern habe ein immenses Risiko- und Missbrauchspotenzial. Er forderte, dass Nutzer ausdrücklich um ihre Zustimmung zur Freischaltung der Funktion gefragt werden müssten. Facebook hatte bisher betont, die Fotomarkierungs-Funktion sei vollkommen konform mit den europäischen Datenschutzbestimmungen.

Facebook machte keine Angaben dazu, wie und wann die Funktion in Europa wieder eingeführt werden könnte. "Wir hoffen, dass wir das großartige Hilfs-Werkzeug auch europäischen Nutzern künftig wieder zur Verfügung stellen können", erklärte das Online-Netzwerk. Facebook wolle einen einheitlichen Ansatz finden, um alle Nutzer über das Feature zu informieren.

Die irische Datenschutzbehörde ist für die Kontrolle von Facebook in Europa zuständig, weil der US-Konzern in dem Land sein europäisches Hauptquartier angesiedelt hat. Sie legte am Freitag den aktuellen, fast 200 Seiten starken Prüfbericht vor. Die Datenschützer zeigten sich weitgehend zufrieden damit, wie ihre Empfehlungen von Dezember 2011 umgesetzt wurden. Nach wie vor müsse Facebook aber unter anderem bei den Datenschutz-Informationen für bestehende Nutzer nachbessern.

Der Facebook-Entscheidung, bei der Gesichtserkennung "die Uhr neu zu starten" seien monatelange intensive Gespräche zum Teil bis tief in die Nacht geführt worden, sagte der Vize-Chef der irischen Behörde, Gary Davis. Aus seiner Sicht sind nun alle Probleme mit der Funktion ausgeräumt.

DUBLIN/BERLIN (dpa-AFX)

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