Lufthansa-Vorstandschef Christoph Franz hat der Politik vorgeworfen, die Luftverkehrsbranche schwer zu beschädigen. "Wir werden nicht mehr als Wachstumsmotor für die Volkswirtschaft gesehen, sondern als Goldesel zur Abgabe von Steuern, als Emittent von Treibhausgasen und als Lärmquelle", sagte Franz im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Es gebe inzwischen keine deutsche Fluggesellschaft mehr, die Gewinn erwirtschafte, sagte Franz und verwies auf die Luftverkehrssteuer, das Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen und die geplante Gebührenerhöhung der Deutschen Flugsicherung von 12 Prozent. Es gehe nur noch um die Frage, ob die Airlines "nur krank oder todkrank" seien.
Zudem forderte der Vorstandschef von der Politik, die Macht von Spartengewerkschaften wie UFO zu beschneiden. "Da muss der Gesetzgeber aktiv werden, etwa Zwangsschlichtungen vorschreiben oder den Streik nur bei Zustimmung durch einen Mindestprozentsatz der Gesamtgewerkschaft erlauben", so Franz weiter.
DJG/sha
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November 18, 2012 05:08 ET (10:08 GMT)
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