13.11.2012 12:58
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Lufthansa-Flugbegleiter bekommen deutlich mehr Geld

   Von Kirsten Bienk

   Fluggäste der Lufthansa können aufatmen. Der schwierige Tarifkonflikt mit den Flugbegleitern ist gelöst. Die Airline und die Gewerkschaft der Kabinenmitarbeiter haben sich auf zum Teil höhere Gehälter geeinigt. Nach den heftigen Flugausfällen zum Ende der Sommerferien wird es keine Streiks in der Vorweihnachtszeit geben.

   Im Zuge der Einigung steigen die Gehälter im Jahr 2013 in der Summe um fast 4,6 Prozent. Neben höheren Grundgehältern, die zwischen 6 und 18 Prozent angehoben werden, erhalten alle Mitarbeiter eine Einmalzahlung von 320 Euro und zusätzlich eine Erfolgsbeteiligung. Den langwierigen Streit schlichtete der ehemalige Wirtschaftsweise Bert Rürup.

   "Die Empfehlung ist weit mehr als ein kurzfristiger Kompromiss, sondern eine langfristige und ausgewogene Strukturreform", sagte Rürup. "Sie macht die Lufthansa dauerhaft wettbewerbsfähig, ist gleichzeitig in hohem Maße sozial ausgewogen und bietet dem fliegenden Personal ein hohes Maß an Zukunftssicherheit."

   Die Gewerkschaft will sich nun noch die Rückendeckung ihrer Mitglieder holen und sie über den Kompromiss abstimmen lassen. Spätestens Mitte Dezember dürfte diese Urabstimmung beendet sein.

   Rürup hatte mit seinem Amt keine leichte Aufgabe. Die Tarifpartner haben seit 15 Monaten nach einem gemeinsamen Nenner gesucht. Selbst drei Streiktage mit heftigen Flugausfällen brachte die Kontrahenten nicht näher.

   Lufthansa beharrte vor allem auf dem eingeschlagenen Sparkonzept. Damit die Airline auch künftig ausreichend Geld für den Kauf von neuen Flugzeugen und für die Entwicklung neuer Produkte hat, will sie bis zum Jahr 2015 das Betriebsergebnis um rund 1,5 Milliarden Euro verbessern. Dazu sollen alle Sparten des Konzerns beitragen. Lufthansa Passage soll aber den Löwenanteil bringen.

   Deutschlands größte Fluggesellschaft leidet wie viele andere Airlines gegenwärtig besonders unter hohen Treibstoffkosten. Der harte Wettbewerb macht es aber unmöglich, diese Belastungen vollständig auf die Ticketpreise umzulegen und so kostendeckend zu fliegen. Als Ausweg rufen viele Fluggesellschaften umfangreiche Sparprogramme aus, die auch Stellenstreichungen beinhalten.

   Kontakt zur Autorin: kirsten.bienk@dowjones.com

   DJG/kib/kla

   (END) Dow Jones Newswires

   November 13, 2012 06:27 ET (11:27 GMT)

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