09.11.2012 16:52
Bewerten
 (1)

Luftverkehrsbranche kritisiert Festhalten an Ticketsteuer

    BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Luftverkehrsbranche protestiert scharf gegen das Festhalten an der Ticketsteuer. Nachdem der Bundestag am Donnerstagabend mit der Mehrheit der schwarz-gelben Koalition für die Beibehaltung der Abgabe votiert hat, kam es zu einer Welle der Kritik von Airlines und Verbänden. Lufthansa (Deutsche Lufthansa)-Chef Christoph Franz warnte, dass den Fluggesellschaften durch den nationalen Alleingang bei der Ticketsteuer in Verbindung mit dem Emissionshandel Bürden aufgelastet würden, die sie im Wettbewerb nicht mehr kompensieren könnten. Das "gefährdet hierzulande Arbeitsplätze". Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn sieht die europäische Luftfahrt in einer schweren Krise und klagt: "Die Luftverkehrssteuer jetzt fortzusetzen, ist eine vertane Chance."

 

    Die Lufthansa und die zweitgrößte deutsche Airline, Air Berlin, haben ihre Sparprogramme verschärft, viele Arbeitsplätze stehen zur Disposition. Im europäischen Ausland kündigte die spanische Iberia erst am Freitag den Abbau von 4500 Arbeitsplätzen an, bei Air France-KLM sollen gut 5.000 Stellen wegfallen.

 

    Christoph Blume, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV), beklagte, "die Luftverkehrssteuer hat dazu geführt, dass mehrere Millionen Passagiere gar nicht oder von Flughäfen in unseren Nachbarländern fliegen". Klaus-Peter Siegloch, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), kündigte am Freitag weiteren Widerstand gegen die Ticketsteuer an: "Das Thema bleibt auf der Tagesordnung. Die Luftverkehrssteuer ist wettbewerbsverzerrend und daher nicht fair gegenüber einer Branche, die in einem harten internationalen Konkurrenzkampf steht."

 

    Durch die Ticketsteuer und die Einbeziehung des Luftverkehrs in den EU-weiten Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten soll die Branche jedes Jahr eine Milliarde Euro zur Sanierung des Bundeshaushalts beitragen. Auf die ursprünglich vorgesehene Erhöhung im kommenden Jahr wurde aber verzichtet. Die Luftverkehrssteuer wird seit dem vergangenen Jahr für Starts in Deutschland erhoben. Im Inland und auf Kurzstrecken sollen nun weiterhin 7,50 Euro statt ursprünglich vorgesehene 8,00 Euro als Abgabe fällig werden, für Mittelstrecken 23,43 Euro, für fernere Ziele 42,18 Euro./bbi/DP/sf

 

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Deutsche Lufthansa AG

  • Relevant2
  • Alle4
  • vom Unternehmen1
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

RSS Feed

Analysen zu Deutsche Lufthansa AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
14.11.2014Deutsche Lufthansa HoldDeutsche Bank AG
12.11.2014Deutsche Lufthansa HoldCommerzbank AG
10.11.2014Deutsche Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
04.11.2014Deutsche Lufthansa NeutralHSBC
03.11.2014Deutsche Lufthansa buyCitigroup Corp.
03.11.2014Deutsche Lufthansa buyCitigroup Corp.
31.10.2014Deutsche Lufthansa kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
31.10.2014Deutsche Lufthansa buyequinet AG
30.10.2014Deutsche Lufthansa buyequinet AG
22.10.2014Deutsche Lufthansa buyequinet AG
14.11.2014Deutsche Lufthansa HoldDeutsche Bank AG
12.11.2014Deutsche Lufthansa HoldCommerzbank AG
04.11.2014Deutsche Lufthansa NeutralHSBC
31.10.2014Deutsche Lufthansa HaltenDZ-Bank AG
31.10.2014Deutsche Lufthansa NeutralHSBC
10.11.2014Deutsche Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
31.10.2014Deutsche Lufthansa ReduceKepler Cheuvreux
27.10.2014Deutsche Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
09.09.2014Deutsche Lufthansa ReduceKepler Cheuvreux
08.08.2014Deutsche Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Lufthansa AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt über 2 Prozent fester -- Staatsschulden: Ukraine verkauft massenweise Gold -- US-Börsen im Plus -- Chinas Notenbank senkt überraschend Leitzinsen -- Alibaba im Fokus

GDL und Bahn verhandeln weiter. Megafusion in der britischen Versicherungsbranche. Angebot an Hawesko-Aktionäre jetzt offiziell. RBS besteht Stresstest trotz Rechenfehler. Burger King schaltet im Streit um Filialen Gericht ein. Porsche vermietet seine Sportwagen künftig auch. Deutsche-Bank-CFO empfiehlt Alternative zum Sparbuch.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind Deutschlands Global Player

träger

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Der Gesetzentwurf zur Frauenquote in den Führungsetagen von Unternehmen stößt in der Union auf wachsenden Widerstand. Wie stehen Sie zu diesem Thema?