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18.02.2013 11:17

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Luftverkehrsindustrie beklagt Wettbewerbsnachteile

Deutsche Lufthansa zu myNews hinzufügen Was ist das?


   Von Andreas Kißler

   BERLIN--Die deutsche Luftverkehrsindustrie hat erneut "faire Rahmenbedingungen" für den deutschen Luftverkehr angemahnt und die Bundesregierung aufgefordert, die Luftverkehrssteuer abzuschaffen. "Die deutschen und europäischen Luftfahrtunternehmen fallen gegenüber den Wettbewerbern außerhalb Europas zurück", warnte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Klaus-Peter Siegloch. Unter anderem forderte er eine Rücknahme der Luftverkehrssteuer und ein Luftfahrtkonzept in einem "Masterplan" für Deutschland.

   Nötig seien gesetzliche Rahmenbedingungen, die auf einseitige Belastungen für die deutschen und europäischen Fluggesellschaften verzichten, betonte auch der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, Christoph Franz. "Denn sonst setzen sich die massiven Ergebniseinbrüche in unseren Unternehmen fort, was auf die Dauer ein massives Schrumpfen unserer Luftverkehrskapazität bedeuten würde", sagte Franz. Die operative Marge bei den berichtspflichtigen Fluggesellschaften sei 2011 stark eingebrochen, "und ich fürchte, dass dies 2012 kaum besser wird". Der Staat müsse "schnell umsteuern, vor allem bei der deutschen Luftverkehrssteuer." Der Emissionshandel müsse international geregelt werden, forderte Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte.

   Die Lufthansa habe 2011 eine Belastung von 360 Millionen Euro aus der Luftverkehrssteuer verzeichnet und erwarte sie 2012 in der gleichen Größenordnung. Bei Air Berlin seien es 165 Millionen Euro im Jahr 2011 gewesen, sagte CEO Wolfgang Prock-Schauer. Lufthansa-Chef Franz räumte ein, neben der Luftverkehrsabgabe habe allerdings "ein ganzes Set von Maßnahmen" dazu geführt, dass keine der deutschen Airlines mehr schwarze Zahlen schreibe. Künftig sei deshalb auch die Nutzung von Luftverkehrsabkommen mit Ländern außerhalb Europas geboten, "um ein Level-playing-field gleicher Wettbewerbsbedingungen zu erreichen".

   Kontakt zum Autor: andreas.kissler@dowjones.com

   DJG/ank/jhe

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