06.04.2013 18:07
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Luxemburg will Bankgeheimnis lockern - Zeitung

   Luxemburg ist bereit, sein Bankgeheimnis zu lockern. "Wir wollen eine verstärkte Zusammenarbeit mit den ausländischen Steuerbehörden," sagte der luxemburgische Finanzminister, Luc Frieden, der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS). "Der internationale Trend geht zu einem automatischen Informationsaustausch. Den lehnen wir, anders als früher, nicht mehr strikt ab." Bei diesem Austausch werden Zinserträge von Ausländern automatisch an die Finanzbehörden des Heimatlandes gemeldet.

   Damit würden deutsche Steuersünder in Bedrängnis geraten, die in Luxemburg ihr Geld vor dem Fiskus verstecken. Bisher schützt sie eine anonyme Quellensteuer von 35 Prozent der Zinserträge, die zum großen Teil nach Deutschland überwiesen wird, ohne den Namen zu nennen. Die Ankündigung ist eine politische Kehrtwende. Bisher bremste Luxemburg bei einer stärkeren Kooperation. "Luxemburg baut nicht auf Kunden, die Steuern sparen wollen," so Frieden in der FAS.

   Die Äußerungen aus Luxemburg fallen zeitlich zusammen mit der Veröffentlichung eines Datensatzes von 2,5 Millionen vertraulichen Dokumenten aus zehn Steueroasen. Seit Tagen gibt es eine Debatte über die Begrenzung der weltweiten Steuerhinterziehung. Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin forderte in der FAS die Kanzlerin dazu auf, härter gegen Luxemburg vorzugehen.

   "Die Bundesregierung zeigt empört mit dem Finger auf Steueroasen in Übersee," sagte Trittin gegenüber der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Dabei liege das Problem auch vor der eigenen Haustür - mitten in der EU. Luxemburg sei nicht allein. "Österreich nimmt eine ähnliche Haltung ein. Die Niederlande und Irland lassen Trust-Gewinne unversteuert," fügte Trittin mit Blick auf Stiftungsmodelle hinzu. Die Regierung müsse sich für einen europäischen Steuerpakt einsetzen, mit dem einheitliche Standards festgelegt werden."

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/thl

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   April 06, 2013 11:37 ET (15:37 GMT)

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