Die angestrebte Lkw-Allianz unter dem Volkswagen-Dach könnte nach Einschätzung von MAN-Chef Georg Pachta-Reyhofen einen Schub bekommen. Die personelle und organisatorische Neuaufstellung des Nutzfahrzeuggeschäfts im VW-Konzern könnte eine Initialzündung sein, sagte der Manager am Rande einer Veranstaltung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) in Frankfurt.
Vor einigen Wochen hatte Europas größter Autobauer den größten Managementumbau der Unternehmensgeschichte bekanntgegeben. Besonders betroffen war unter anderem das Nutzfahrzeuggeschäft, das künftig vom Schweden Leif Östling geführt werden soll.
Der momentane Scania-Chef hat die Aufgabe, die schon seit Jahren geplante Lkw-Allianz der VW-Töchter MAN und Scania unter dem Dach der Wolfsburger voranzubringen. Er zieht im Spätsommer auch in den VW-Vorstand ein. Östling sei ein "100-prozentiger Trucker", sagte Pachta-Reyhofen, der im VW-Konzern künftig zusätzlich das Geschäft mit Industriemotoren verantworten wird.
Volkswagens Lkw-Allianz soll es mit Branchengrößen wie Daimler und Volvo aufnehmen können. Durch eine gemeinsame Entwicklung und gemeinsame Beschaffung sollen hunderte Millionen Euro eingespart werden. Er sehe bei den Synergieschätzungen von 200 Millionen Euro noch "einige Luft nach oben", sagte Pachta-Reyhofen. VW-Patriarch Ferdinand Piech, der als Strippenzieher bei VW gilt, hatte sogar eine Milliardensumme an möglichen Kosteneinsparungen ins Spiel gebracht.
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June 22, 2012 05:31 ET (09:31 GMT)
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