27.12.2012 10:09
Bewerten
(0)

MÄRKTE ASIEN/Tokio schließt so hoch wie seit Tsunami nicht mehr

DRUCKEN

   An den asiatischen Börsen reißt auch am Donnerstag trotz schlechter Vorgaben aus New York der Aufwärtstrend nicht ab. Die Börse in Tokio markierte ihren höchsten Stand seit dem verheerenden Erdbeben mit anschließendem Tsunami im März 2011. In Hongkong erreichte der Hang Seng zwischenzeitlich ein 17-Monatshoch. Die Wall Street hatte am Vortag wegen des verhaltenen Weihnachtsgeschäfts niedriger geschlossen. Anleger warteten zudem ab. Präsident Barack Obama verkürzt seinen Urlaub, um nach Washington zurückzukehren. Sein Ziel: Die US-Fiskalklippe doch noch zu umschiffen. Die Kongressmitglieder haben noch bis zum 1. Januar Zeit, um automatische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen zu verhindern.

   Der Nikkei kletterte um 0,9 Prozent auf 10.322 Zähler. Bereits am Vortag erlebte die Börse eine Kursrally, als das Kursbarometer mit 1,5 Prozent aus dem Handel ging. Ausschlaggebend ist die Hoffnung auf wirtschaftspolitische Schritte der neuen Regierung. Der gestern ernannte japanische Premierminister Shinzo Abe lässt keinen Zweifel aufkommen: Sein Konjunkturprogramm für die Wirtschaft wird auch umgesetzt. Er will die japanischen Exporteure durch eine Politik des schwachen Yen unterstützen. Dazu setzt er auch die japanische Zentralbank unter Druck. Die Währungshüter sollen noch stärker als bisher zur Notenpresse greifen.

   "Es hängt alles am Yen. Gleichzeitig sind auch die Ausländer weiter auf der Käuferseite", sagte Analyst Kenichi Hirano von Tachibana Securities. "Das neue Jahreshoch des Nikkei hat bei manchen Anlegern Alarmglocken läuten lassen. Gewisse globale Fonds können es sich nicht mehr leisten, nicht zu kaufen. Sofern sich nichts ändert und der Yen weiter schwächelt, sollten japanische Aktien von aufgehellten Gewinnerwartungen und dem Interesse aus dem Ausland profitieren."

   Der US-Dollar blieb gegenüber dem Yen auf der Überholspur. Zwischenzeitlich erreichte er ein 27-Monatshoch von 85,88 Yen und notierte zuletzt bei 85,68 nach 85,58 Yen am Vorabend in New York. Auch der Euro gewann an Boden: Er verbesserte sich von 113,17 auf 113,49 Yen.

   Die Aktien von Exporteuren und Finanzunternehmen, die besonders von aggressiveren expansiven Impulsen der Regierung profitieren, führen die Kursgewinner an. Aktien von Honda schnellen um 1,6 Prozent, Toyota um 2,6 Prozent und Mazda sogar um 7,1 Prozent empor. Mazda-Aktien verdanken den rasanten Anstieg einer Heraufstufung durch Nomura Securities. Die Analysten begründeten ihren Schritt mit ermutigenden Autoverkäufen in den USA. Papiere von Toyota litten nicht weiter unter der 1,1 Milliarden US-Dollar teuren Einigung wegen der US-Rückrufaktion in den Jahren 2009 und 2010. Aktien von Nomura Holdings schossen um 4,3 Prozent nach oben.

   In Hongkong stieg der HSI um 0,3 Prozent. Zwischenzeitlich markierte er bei 22.718 Zählern ein frisches 17-Monatshoch.

   Der australische S&P/ASX 200 schob sich um 0,3 Prozent vor. Papiere von Fortescue Metals gewannen 4,1 Prozent. Das Minenunternehmen hatte angekündigt, im kommenden Jahr die Erweiterung eines Standorts in der abgelegenen Pilbara-Region anzupacken. Einzelhandelstitel legten dank zahlreicher nachweihnachtlicher Einkäufer deutlich zu. Aktien von Myer Holdings kletterten um 2,9 Prozent und die von David Jones um 3 Prozent. In Australien herrschte vorsichtiger Optimismus über ein Ende des US-Haushaltsstreits. "Auch wenn eine vollständige Einigung vor Jahresende nicht gelingen sollte, dürfte zumindest ein vorläufiger Mittelweg noch gefunden werden", sagte Fondsmanager Tim Schroeders von Pengana Capital. Zusätzlich verhalf die feste Tokioter Börse dem australischen Index bei relativ geringen Umsätzen ins Plus.

   In Südkorea drehte das Kursbarometer im späten Handel in die Gewinnzone: Der Kospi schloss mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent. Technologietitel gaben die Richtung vor. Titel von Indexschwergewicht Samsung legten 1,8 Prozent, die von LG Display um 3,7 Prozent zu.

=== INDEX Stand +- in % Handelsende aktuell (MEZ) S&P/ASX 200 (Sydney) 4.648,00 +0,28% 06:00 Nikkei-225 (Tokio) 10.322,98 +0,91% 07:00 Kospi (Seoul) 1.987,35 +0,26% 07:00 Shanghai-Composite (Schanghai) 2.205,90 -0,60% 08:00 Hang-Seng-Index (Hongkong) 22.619,75 +0,35% 09:00 Straits-Times (Singapur) 3.183,30 +0,08% 10:00 KLCI (Malaysia) 1.675,50 +0,23% 10.00

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Di, 8.55 Uhr EUR/USD 1,3264 +0,3% 1,3222 1,3185 EUR/JPY 113,6379 +0,5% 113,0325 111,8595 USD/JPY 85,6850 +0,2% 85,5050 84,8365 USD/KRW 1071,9000 -0,1% 1073,5000 1073,5000 USD/CNY 6,2362 +0,0% 6,2353 6,2337 AUD/USD 1,0371 -0,0% 1,0375 1,0366 === Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

   DJG/DJN/axw

   (END) Dow Jones Newswires

   December 27, 2012 03:39 ET (08:39 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 39 AM EST 12-27-12

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Vier Gewinneraktien der Autorevolution

Auf der diesjährigen IAA in Frankfurt wurde deutlich: Die Elektromobilität ist nicht mehr aufzuhalten. Alle großen Automobilhersteller stellen ihre Produktionslinien um. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche vier Aktien durch autonomes Fahren und Elektromobilität auf der Gewinnerseite stehen könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX verliert zum Wochenende Kampf um 13.000er-Marke -- Daimler mit operativem Gewinneinbruch -- Bernanke gibt Bitcoin keine Chance -- Evotec-Aktie knickt ein -- PayPal, RWE, Atlassian, Apple im Fokus

Siemens Gamesa greift nach Gewinnwarnung durch. EU-Mitarbeiter untersuchen BMW-Büros wegen Kartellverdachts. Linde-Annahmequote bei Praxair-Fusion jetzt über 50 Prozent. General Electric verfehlt Gewinnerwartungen. Software AG bleibt hinter Erwartungen zurück. Sixt Leasing-Aktie bricht nach Gewinnwarnung ein.

Top-Rankings

Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
KW 42: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 41: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Die CDU hat rund zwei Prozentpunkte bei der Niedersachsen-Wahl verloren. Nun fordern Konservative Merkels Rücktritt. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
EVOTEC AG566480
GeelyA0CACX
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
Varta AGA0TGJ5
Nordex AGA0D655
Bitcoin Group SEA1TNV9
E.ON SEENAG99
Infineon AG623100
Amazon906866
Allianz840400