Verhalten freundlich dürften die europäischen Aktienmärkte in den Dienstag gehen. Aktuell präsentieren sich die Börsen recht robust, das wird auch mit Blick auf den Montag deutlich. "Vor allem der kräftige Dreh nach oben gestern hat gezeigt, wie resistent der Markt ist", sagt ein Händler. Die gesamte Kursbelastung vom Monti-Rücktritt sei mehr oder weniger nachrichtenlos ausgeglichen worden.
Auch in den USA und in Asien stehen die Kursampeln auf Grün. Positiv wird die höher als erwartete Industrieproduktion in Malaysia aufgenommen. Das Land gilt als verlängerte Werkbank unter anderem für Japan. Das unterstreicht nach Händlerangaben die stabile Konjunktur in den asiatischen Schwellenländern. Der Euro erholt sich leicht und pendelt um die 1,2950er-Marke zum Dollar. Der Dax wird am Morgen bei plus 0,2 Prozent indiziert.
Im Fokus steht am Vormittag der deutsche ZEW-Index. Er wird als Vorlaufindikator für den wichtigeren ifo-Index kommende Woche gesehen. In den USA stehen außer der Handelsbilanz keine wichtigen Daten an. Allerdings beginnt die US-Notenbank mit ihrer zweitägigen Sitzung. Über allem steht dort jedoch die laufende Debatte zur Fiskalklippe.
Bei den Unternehmensmeldungen ragt ThyssenKrupp heraus. Der Stahlkonzern hat am Vorabend seine Zahlen für das Gesamtjahr publiziert und erhebliche Abschreibungen auf Steel Americas mitgeteilt. Zudem wird die Dividende gestrichen. Die Aktie verliert vorbörslich 5 Prozent. Eine deutliche Senkung der Dividende sei vom Markt erwartet worden, ein Ausfall jedoch nicht, sagen Teilnehmer. Manche Händler sehen in der Mitteilung aber auch ein "Ende mit Schrecken". Der Kurs dürfte im Tagesverlauf sehr volatil sein.
Deutlichen Druck auf die HSBC-Aktie erwarten Händler. Im Rahmen eines Vergleich im Geldwäsche-Verfahren mit den US-Behörden soll die Bank bis zu 1,9 Milliarden Dollar zahlen. Dies sei eine Rekordsumme in derartigen Verfahren, heißt es am Markt. "Allerdings würde HSBC damit Rechtssicherheit und Schutz vor Strafverfolgung in den USA haben und ihr Geschäft normal weiter betreiben können", so ein Händler. Dies dürfte nach einem ersten Schreck vom Markt goutiert werden.
Keine große Belastung für Europas Halbleiter sehen Händler in der präzisierten Prognose von Texas Instruments (TI). "Die Prognose wurde nur vordergründig gesenkt wegen der Kosten für das Sparprogramm", sagt ein Händler. Spannend könnte es am Nachmittag für Siemens werden. Das Unternehmen lädt ab 14.00 Uhr zu seinem Capital Markets Day.
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DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mo, 18.11 Uhr
EUR/USD 1,2953 +0,1% 1,2940 1,2932
EUR/JPY 106,7522 +0,2% 106,5628 106,5391
EUR/CHF 1,2087 +0,1% 1,2081 1,2066
USD/JPY 82,4050 +0,1% 82,3500 82,3820
GBP/USD 1,6076 -0,0% 1,6076 1,6072
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DJG/raz
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DJG/mod/raz
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December 11, 2012 02:04 ET (07:04 GMT)
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