Von Benjamin Krieger
Den Startschuss für die nächste Etappe der Aktien-Rally haben die Ergebnisse des US-Aluminiumkonzerns Alcoa nicht gegeben. Zwar konnte die Aktie am Vorabend an der Computerbörse Nasdaq leicht zulegen und auch in Asien überwiegen die Kursgewinne. "Die Aufschläge halten sich dort aber in überschaubaren Grenzen", sagt Stan Schamu von IG Markets in Melbourne. Der Händler rechnet folglich mit leichten Kursgewinnen zum Auftakt auch an den Börsen in Frankfurt, London und Paris. Der Dax wird vorbörslich zehn Punkte höher berechnet bei 7.706.
Alcoa hat am Vorabend traditionell die Saison der US-Quartalsberichte eröffnet. Der CEO Klaus Kleinfeld erwartet in diesem Jahr eine weltweit um sieben Prozent steigende Nachfrage nach Aluminium. Das Wirtschaftswachstum kehre nach China zurück und Europa entwickele sich besser als von den meisten erwartet, lautet die Argumentation des ehemaligen Siemens-Chefs.
"Die Tatsache, dass der Aluminium-Gigant für 2013 eine steigende Nachfrage erwartet, beruhigt die Investoren", sagt Schamu. An seiner Heimatbörse in Sydney ziehen die Aktien des Alcoa-Kontrahenten Alumina um 4,5 Prozent an. Da Alcoa und Alumina als klassische Konjunkturzykliker gelten, könnten auch an Europas Börsen die von der Konjunktur abhängigen Aktien und Sektoren gesucht sein.
In Europa steckt die Saison der Quartalsberichte noch in den Kinderschuhen. Lediglich der französische Kantinenbetreiber Sodexo und der britische Handelsriese Sainsbury lassen sich in die Bücher schauen. Kursbewegende Nachrichten von und über Unternehmen sind wie schon in den vergangenen Tagen Mangelware.
Das Interesse könnte sich daher wie schon am Dienstag auf die Kommentare von Analysten richten. Goldman Sachs hat hat sich zu deutschen Medienaktien geäußert und für ProSiebenSAT.1 eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Das dürfte die Aktie stützen. Eine Abstufung auf "Verkaufen" durch die Citigroup dürfte die Lanxess-Aktie dagegen belasten.
Gespannte Ruhe herrscht im Devisenhandel einen Tag vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank. Der Euro handelt zum US-Dollar mit 1,3085 fast exakt auf dem Schlusskurs vom Dienstag. Das weltweit meistgehandelte Währungspaar könnte auch deshalb weiter auf der Stelle treten, weil mit Ausnahme der deutschen Industrieproduktion im November keine kursbewegenden Konjunkturzahlen veröffentlicht werden.
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DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Di, 18.00 Uhr
EUR/USD 1,3084 +0,0% 1,3081 1,3067
EUR/JPY 114,4314 +0,7% 113,5989 114,1164
EUR/CHF 1,2092 +0,0% 1,2088 1,2089
USD/JPY 87,4350 +0,7% 86,8680 87,3065
GBP/USD 1,6053 -0,0% 1,6059 1,6038
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January 09, 2013 02:04 ET (07:04 GMT)
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