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06.02.2013 10:21

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MÄRKTE EUROPA/Anleger bleiben in Deckung

Daimler zu myNews hinzufügen Was ist das?


   Von BENJAMIN KRIEGER

   Abwarten lautet auch am Mittwoch das Motto an den Aktienbörsen angesichts vieler Unwägbarkeiten. Der Dax legt im frühen Handel um sieben Punkte auf 7.671 zu. Der Euro-Stoxx-50 verliert dagegen 0,2 Prozent auf 2.646 Zähler. Am Donnerstag tagt die Europäische Zentralbank, die Haushaltsfrage in den USA ist weiter offen und Ende Februar wird in Italien gewählt. Für Ex-Premierminister Silvio Berlusconi dürfte es ein Leichtes sein, sich in den kommenden Wochen erneut in die Schlagzeilen zu bringen. Wie fragil die Börsen derzeit auf politische Nachrichten reagieren, zeigten die heftigen Kursverluste zum Wochenstart.

   Spannend ist die Entwicklung am Devisenmarkt. Der Yen wird von japanischen Politikern weiter schwach geredet, flankiert von Maßnahmen der Bank of Japan. Japans Währung hat zum US-Dollar seit Mitte November um fast 20 Prozent abgewertet. Zum Euro ist der Yen sogar um 25 Prozent gefallen. Der japanische Aktienmarkt ist der große Profiteur des schwachen Yen. Der hohe Anteil exportabhängiger Unternehmen im Nikkei-Index hat diesen auf den höchsten Stand seit 34 Monaten katapultiert.

   Der Euro hat nicht nur zum Yen, sondern auch zum Dollar in den vergangenen Monaten kräftig aufgewertet. Im frühen Handel gibt die Gemeinschaftswährung nach auf 1,3525 Dollar, nachdem sie in Asien in der Spitze noch mit fast 1,36 Dollar bezahlt wurde. Auch wenn der französische Präsident Hollande die Euro-Länder angesichts der Euro-Stärke zu einer aktiven Währungspolitik aufgefordert hat, dürfte die Europäische Zentralbank am Donnerstag nicht an der Zinsschraube drehen. Alle 50 von Dow Jones befragten Volkswirte erwarten einen unveränderten Leitzins von 0,75 Prozent.

   In den USA gehen die politischen Ränkespiele um den Haushalt weiter, ein Ergebnis zeichnet sich nicht ab. Ab März drohen umfangreiche Ausgabenkürzungen, die die Konjunktur abwürgen können. Präsident Barack Obama forderte die Abgeordneten im Kongress dazu auf, kurzfristig die Steuern wenigstens leicht zu erhöhen, um den drohenden großen Knall zu verhindern. Die Republikaner aber sind strikt gegen jegliche Steuererhöhungen.

   Ratssitzung bei Daimler rückt die Aktie in den Fokus

   In Stuttgart trifft sich im Verlauf des Tages der Aufsichtsrat von Daimler. Es dürfte vor allem darum gehen, wie lange Dieter Zetsche noch das Steuer des Konzerns in der Hand hält. Zuletzt kursierten Spekulationen, statt fünf Jahre werde Zetsche nur noch drei Jahre lang das Unternehmen führen. Am Donnerstag veröffentlichen die Stuttgarter die Geschäftsergebnisse für 2012. Daimler-Aktien legen um 0,8 Prozent zu.

   Bei Volvo ist der operative Gewinn im vierten Quartal um 84 Prozent eingebrochen. Die Schweden sprechen zudem von einem schwierigen Start ins neue Jahr. Dennoch steigt die Aktie in Stockholm um ein Prozent. Hampus Engellau von der schwedischen Handelsbanken begründet dies mit einem guten Auftragseingang und einem Anstieg der Barmittel.

   Aktien von Arcelor-Mittal ziehen trotz eines Gewinneinbruchs von 23 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro im vierten Quartal um 1,3 Prozent an. Analysten hatten mit einem noch stärkeren Rückgang des Gewinns gerechnet. Die Aktie des weltweit größten Stahlherstellers tritt seit Sommer 2012 mehr oder weniger auf der Stelle.

   Am Mittwochmittag veröffentlicht mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline ein weiterer Blue Chip Quartalszahlen. Vor den Zahlen tritt die Aktie auf der Stelle.

   Der Anlagenbauer GEA hat seine Jahresziele erreicht, geht aber dennoch eher vorsichtig in das bereits laufende neue Geschäftsjahr. Das Unternehmen will 2013 die Umsätze "moderat" steigern. Das reicht den Anlegern nicht, die Aktie kommt unter Verkaufsdruck und büßt vier Prozent ein.

   Metro-Aktien verlieren 3,3 Prozent. Der Großinvestor Haniel hat mit dem Verkauf von 13,7 Millionen Metro-Aktien seinen Anteil an dem Handelskonzern von 34 auf 30 Prozent verringert.

   Die Papiere des Biotech-Unternehmens MorphoSys verteuern sich nach einer Kaufempfehlung der DZ Bank um vier Prozent. Aktien des Roboterherstellers Kuka leiden dagegen unter der Ausgabe einer Wandelanleihe, sie büßen 3,3 Prozent ein. Fonds könnten laut Händlern die Anleihe zeichnen und stattdessen ihre Kuka-Aktien am Markt verkaufen und so einen Arbitrage-Gewinn erzielen.

=== DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Di, 17.50 Uhr EUR/USD 1,3544 -0,3% 1,3582 1,3575 EUR/JPY 126,9513 -0,3% 127,2941 126,8834 EUR/CHF 1,2362 +0,2% 1,2335 1,2330 USD/JPY 93,7600 +0,0% 93,7150 93,4310 GBP/USD 1,5644 -0,1% 1,5662 1,5646 === Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@dowjones.com

   DJG/bek/raz

   (END) Dow Jones Newswires

   February 06, 2013 03:50 ET (08:50 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 50 AM EST 02-06-13

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