07.01.2013 08:20
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MÄRKTE EUROPA/Banken fester erwartet - Basel knickt erneut ein

   Mit einem ruhigem Start in die neue Handelswoche rechnen Händler am Montag. Der Markt nehme eine Auszeit, heißt es. Die Nachrichtenlage am Wochenende sei außergewöhnlich dünn gewesen, der Terminkalender ist praktisch leer. Banken werden mit weiteren Lockerungen der Basel-3-Vorschriften fester erwartet. In Asien thematisiert der Markt daneben nur den gut aufgenommenen US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag. Nach einem geglückten Jahresauftakt suchen die Börsen momentan nach Themen. Die übergeordneten Makrothemen wie die Eurokrise oder die Konsolidierung des US-Haushalts liefern momentan keine Schlagzeilen. Die meisten Indizes notieren leicht im Minus.

   Der Euro notiert weiter seitwärts und startet bei 1,3036 Dollar in den europäischen Handel. Die neue Stärke des Greenback ist darin begründet, dass die USA momentan gegenüber Europa bei den jüngsten Konjunkturdaten die Nase vorne hat. Erste Indikationen sehen den Dax bei 7.764 und damit 14 Punkte leichter in den Handel starten, der Euro-Stoxx-50 wird 4 Zähler leichter erwartet. Übergeordnet richtet sich der Blick bereits auf die US-Berichtssaison. Sie startet traditionell mit dem Aluminium-Hersteller Alcoa am Dienstag.

   Positiv für Banken werden Aussagen des Basel-Kommittees zur Banküberwachung vom Wochenende gesehen. Die Aufseher geben dem Druck der Bank-Industrie nach und weichen die Basel-III-Vorschriften weiter auf. Einige Anforderungen zur Kapitalunterlegung von Geschäften werden erleichtert und sollen zudem erst vier Jahre später im Jahr 2019 in Kraft treten. Zudem sollen nun auch Anleihen schlechterer Qualität als Sicherheiten akzeptiert werden. Bank-Aktien sollten davon profitieren, da dadurch höhere Eigenkapitalrenditen erzielt werden können.

   Im Fokus stehen daneben Auktionen europäischer Staatsanleihen. Sie werden diese Woche zeigen, wie hoch das Interesse von Investoren an Bonds aus der Euro-Peripherie mit den deutlich gesunkenen Renditen ist. In der zweiten Wochenhälfte kommen Italien und Spanien an den Kapitalmarkt, um Geld bei den Investoren einzusammeln. Aus Kerneuropa kommen Österreich, Deutschland und die Niederlande mit Emissionen an den Markt. Sollte sich zeigen, dass die Anleger weiterhin ihr Geld aus Kerneuropa abziehen um in der Peripherie zu investieren, könnte dies den Börsen in Südeuropa in der zweiten Wochenhälfte Unterstützung liefern.

   Daimler werden fester erwartet nach Presseberichten, der chinesische Staatsfonds wolle einen Anteil an dem Autohersteller erwerben. Daimler hatte zuletzt eine klare Wachstumsstragie für China angekündigt. Der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche betonte bereits vergangene Woche, er wünsche sich mehr langfristige Investoren im Aktionärskreis. Man wolle so attraktiv für potenzielle Investoren sein, "dass wir mehr langfristige Aktionäre für uns gewinnen. Dabei sind uns auch Investoren aus China willkommen", sagte er in einem Interview mit der Börsen-Zeitung.

   Infineon werden schwächer erwartet. Hier hat US-Broker Merrill Lynch die Aktie auf "Underperform" abgestuft.

=== DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Fr, 17.50 Uhr EUR/USD 1,3036 -0,3% 1,3079 1,3055 EUR/JPY 114,4135 -0,9% 115,5006 115,0852 EUR/CHF 1,2089 +0,0% 1,2089 1,2085 USD/JPY 87,7650 -0,6% 88,3150 88,1450 GBP/USD 1,6027 -0,3% 1,6078 1,6043 === DJG/mod/raz

   (END) Dow Jones Newswires

   January 07, 2013 01:50 ET (06:50 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 50 AM EST 01-07-13

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