Von Manuel Priego-Thimmel
FRANKFURT--Die Hoffnung der Anleger auf baldige Interventionen der Zentralbanken dürfte die Notierungen an Europas Börsen auch zu Wochenbeginn stützen. IG Markets erwartet den
Dax zur Eröffnung mit einem Plus von 30 Punkten auf 6.895. Der CAC wird 13 Stellen auf 3.387 höher indiziert, der FTSE soll dagegen 2 Punkte leichter auf 5.785 in die neue Woche starten. Beim Euro-Stoxx-50 deutet die vorbörsliche Indikation auf einen unveränderten Start hin. "Die Märkte sind sehr volatil, was mehr mit der Stimmung als mit Fundamentaldaten zu tun hat", sagt Stratege Justin Harper.
Die besseren US-Arbeitsmarktdaten am Freitag haben die Wachstumssorgen etwas besänftigt. Zugleich waren die Daten aber nicht gut genug, um die Hoffnung auf eine neue Runde quantitativer Lockerung zu mindern. Positiv wird am Kapitalmarkt gewertet, dass sich der Internationale Währungsfonds (IWF) zufrieden mit den Verhandlungsergebnissen der internationalen Gläubiger mit Griechenland zeigt.
"Wir haben gute Fortschritte erzielt", sagte IWF-Vertreter Poul Thomsen am Sonntag in Athen nach Gesprächen der Troika mit dem griechischen Finanzminister Yannis Stournaras und Arbeitsminister Giannis Vroutsis. Die zugesagten Einsparungen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro sind Voraussetzung für die Freigabe einer weiteren Hilfstranche von 31,5 Milliarden Euro im September.
"Die Aufmerksamkeit der Märkte wird weiter auf Spanien liegen als möglicher Auslöser für Anleihenkäufe durch die EZB", sagt Slavena Nazarova von der Credit Agricole. Der spanische Premierminister Rajoy zögert noch, Hilfen für sein Land zu beantragen. Zuletzt hat die dortige Regierung einen Hilfsantrag beim EFSF, der Voraussetzung ist für ein Eingreifen der EZB, aber nicht mehr kategorisch ausgeschlossen.
Die Credit Agricole hält es für wahrscheinlich, dass Spanien und möglicherweise auch Italien in den kommenden Wochen in Brüssel um Hilfe ersuchen werden. Sollte dies zu massiven Interventionen der EZB an den Kapitalmärkten führen, könnte das durchaus positiv für den Euro sein. Dieser ist in den vergangenen Tagen wieder in den Bereich von 1,24 zum Dollar gestiegen. Entscheidend für die Märkte wird allerdings sein, ob die Renditen an den Peripherieanleihen weiter fallen werden.
Die Nachrichtenlage zu Wochenbeginn ist dünn. Wichtige Konjunkturdaten stehen nicht zur Veröffentlichung an. Die Allianz-Aktie könnte indes von einer Hochstufung auf "Overweight" durch die Analysten von J.P. Morgan profitieren. Bei Lang & Schwarz wird der Titel 0,8 Prozent fester gestaxt.
===
DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Fr, 17.50 Uhr
EUR/USD 1,2382 -0,1% 1,2398 1,2388
EUR/JPY 97,1316 -0,3% 97,4653 97,3652
EUR/CHF 1,2016 +0,0% 1,2014 1,2015
USD/JPY 78,4250 -0,2% 78,6020 78,6055
GBP/USD 1,5607 -0,2% 1,5637 1,5648
===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mpt/flf
(END) Dow Jones Newswires
August 06, 2012 02:10 ET (06:10 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 10 AM EDT 08-06-12