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26.09.2012 09:48

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MÄRKTE EUROPA/Euro-Krise kehrt zurück

Commerzbank zu myNews hinzufügen Was ist das?


   Sorgen um die Zukunft der Eurozone und schwache Vorlagen aus den USA und Asien belasten am Mittwoch im frühen Handel die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten. Der Dax fällt um ein Prozent auf 7.352 Punkte, und der Euro-Stoxx gibt um 1,1 Prozent nach. Unter Druck stehen Bankaktien. Commerzbank verlieren gut 3 und Deutsche Bank gut 2 Prozent. Der Euro ist unter die Marke von 1,29 US-Dollar gefallen.

   "Der Motor gerät ins Stottern", sagt Christoph Geyer, Marktanalyst der Commerzbank, der mit einer Korrektur Richtung 7.200 Punkte im DAX rechnet. Nach den Ausschreitungen mit Verletzten bei Demonstrationen in Spanien gerät nun ein Generalstreik in Griechenland in den Blick des Markts. Damit könnte erneut die Diskussion aufbrechen, ob Griechenland mehr Zeit zum Erreichen der Sparziele eingeräumt werden muss. Zudem fordern die Finanzminister aus Deutschland, Finnland und den Niederlanden, dass die direkte Rettung von taumelnden Banken durch den Rettungsschirm ESM nur für neue Fälle gelten soll.

   Das würde die Schulden Madrids in neue Höhen treiben und die Sorgen um das Land wieder vergrößern. Mit Spannung warten Anleger nun auf die Auktion sechsmonatiger Schatzwechsel in Italien. Die Renditen italienischer und spanischer Anleihen sind in den vergangenen Wochen stark gefallen. Von der Unsicherheit profitieren könnte die Nachfrage nach einer weiteren Tranche der zehnjährigen Bundesanleihe, die um 5 Milliarden Euro aufgestockt wird. Auf der Aktienseite verliert die Börse Madrid 1,4 Prozent, In Paris gibt der Leitindex nach schwachen Zahlen zum Verbrauchervertrauen um 1,2 Prozent nach.

   An der Wall Street drückten Äußerungen des Fed-Gouverneurs von Philadelphia Charles Plosser auf die Kurse. Er äußerte Zweifel, dass die Anleihenkäufe durch die Notenbank zu einer Wirtschaftsbelebung führen. "Viele Anleger glauben, dass die Federal Reserve der Auslöser für die jüngste Rally war", sagte Michael Shea, Managing Partner bei Direct Access Partners. "Wenn dann ein Fed-Gouverneur sich von dem distanziert, was die Fed tut, dann erschreckt das ein paar Leute", fügte er hinzu.

   Mit den globalen Wachstumssorgen gibt der Sektorindex der Rohstoffwerte in Europa 1,4 Prozent ab, auch andere zyklische Sektoren tendieren leichter. "Wir haben jüngst einige Gewinnwarnungen gesehen, dies lässt die Investoren vor der Berichtssaison etwas vorsichtiger agieren", so ein Händler. Die Staatsschuldenkrise drückt den Index der Bankaktien ebenfalls um 1,4 Prozent. Der Index der Autoaktien fällt um 1,6 Prozent. In Japan standen die Branchentitel unter Druck, weil die Konzerne die Produktion in China stoppen. Die Nachfrage nach japanischen Autos leidet unter dem Insel-Streit. Ford streicht in Europa Stellen, auch hier wird die schwache Nachfrage als Grund angeführt.

   Besser im Markt liegen so genannte defensive, also vergleichsweise konjunkturunabhängige Aktien. Einziger Gewinner im DAX sind Beiersdorf mit einem Plus von 0,2 Prozent. Die Analysten der Deutschen Bank haben die Aktien auf die Kaufliste genommen.

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Di, 17.45 Uhr EUR/USD 1,2868 -0,3% 1,2904 1,2949 EUR/JPY 99,9950 -0,4% 100,4013 100,8604 EUR/CHF 1,2094 -0,0% 1,2097 1,2104 USD/JPY 77,7150 -0,1% 77,8070 77,9150 GBP/USD 1,6165 -0,2% 1,6193 1,6238 Kontakt zum Autor: herbert.rude@dowjones.com

   DJG/hru/cln

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   September 26, 2012 03:17 ET (07:17 GMT)

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