03.01.2013 08:42

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MÄRKTE EUROPA/Nach dem Kursfeuerwerk kehrt Ruhe ein


   Von Benjamin Krieger

   Nach dem Paukenschlag zum Jahresauftakt legen die Börsen eine Atempause ein. Der DAX, der am Mittwoch mit hohen Kursgewinnen erstmals seit fast genau fünf Jahren über 7.700 Punkte gestiegen war, dürfte zum Handelsbeginn stagnieren. "Heute dürfte die Aktivität an den Märkten begrenzt sein. Vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag werden Investoren wohl keine größeren Engagements mehr vornehmen", sagt Darius Kowalczyk von der Credit Agricole. Dax und Euro-Stoxx-50 werden vorbörslich knapp unter ihren Schlusskursen vom Vortag von 7.779 bzw. 2.711 Punkten berechnet.

   Vor dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Dezember werden am Nachmittag noch wöchentliche Arbeitslosenzahlen und der ADP-Bericht über die Beschäftigung im privaten Sektor veröffentlicht. Ökonomen rechnen mit einer Zunahme der Beschäftigung im Privatsektor um 150.000 Stellen im Dezember. "Das wäre noch einmal positiv für die Stimmung an den Märkten", sagt Kowalczyk.

   Für den Euro geht es derweil weiter abwärts. Gegen 4.00 Uhr MEZ markierte die Gemeinschaftswährung zum US-Dollar bei 1,3124 Dollar den niedrigsten Stand seit drei Wochen. Im frühen europäischen Handel kostet der Euro 1,3145 Dollar. Die Einigung von Demokraten und Republikanern im Haushaltsstreit in den USA und die sich erholende Konjunktur in der größten Volkswirtschaft der Welt kommen dem Greenback zugute. Zum Yen stieg der Dollar am Mittwoch auf den höchsten Stand seit Juli 2010.

   Wunden lecken ist am Rentenmarkt angesagt. Der Bund-Future, ein vielgehandelter Terminkontrakt auf Bundesanleihen, musste am Mittwoch den größten Kurseinbruch seit Anfang August hinnehmen. Dirk Gojny von der National-Bank rechnet mit einer Erholung nach dem Kursdesaster: "Das weitere Studium des Kompromisses in den USA mit seinen Folgen könnte heute durchaus für Ernüchterung sorgen", meint der Rentenstratege. Die Stimmung an den Börsen könnte sich also wieder eintrüben, was stützend auf die als sicher geltenden Anleihehäfen wirke.

   Kursbewegende Nachrichten von Unternehmen sind Mangelware. Fiat ließ am Vorabend wissen, dass die Absatzzahlen seit 33 Jahren nicht mehr "so negativ" gewesen seien wie im vergangenen Jahr. Rund die Hälfte aller Fahrzeuge verkauft die Fiat-Gruppe auf dem Heimatmarkt, 2012 waren es dem Unternehmen zufolge 415.000 Fahrzeuge.

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mi, 17.55 Uhr EUR/USD 1,3142 -0,4% 1,3190 1,3197 EUR/JPY 114,6749 -0,4% 115,1510 114,9273 EUR/CHF 1,2096 -0,1% 1,2103 1,2092 USD/JPY 87,2550 -0,1% 87,3300 87,0950 GBP/USD 1,6228 -0,1% 1,6252 1,6255 Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@dowjones.com

   DJG/bek/gos

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   January 03, 2013 02:12 ET (07:12 GMT)

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