28.11.2012 18:39
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MÄRKTE EUROPA/Optimistische Republikaner helfen DAX ins Plus

   Von Benjamin Krieger

   Die Fiskalklippe hat auch die europäischen Börsen fest im Griff. Erst in der letzten Handelsstunde konnten sich die Kurse von anfänglichen Verlusten erholen, angetrieben von der Verhandlungsbereitschaft der Republikaner im Streit um den US-Staatshaushalt. Der DAX, der kurz zuvor noch knapp ein Prozent im Minus lag, erholte sich kräftig und schloss 0,2 Prozent höher bei 7.343 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 ging 0,1 Prozent fester aus dem Handel bei 2.547 Zählern.

   Der Sprecher des Repräsentantenhauses, der Republikaner John Boehner, zeigte sich optimistisch, dass in den Gesprächen mit dem US-Präsidenten Barack Obama die gefürchtete Fiskalklippe umschifft werden kann. Daraufhin zogen nicht nur die Aktienkurse, sondern auch der Euro dynamisch an. Im Tagestief war die Gemeinschaftswährung zum US-Dollar bis auf 1,2880 Dollar gefallen. Nach den Aussagen Boehners wertete sie wieder bis auf 1,2930 Dollar auf.

   Für zusätzlichen Optimismus könnte am Abend das Beige Book der US-Notenbank sorgen. Die Konjunktureinschätzung der US-Notenbank wird gegen 20.00 Uhr MEZ veröffentlicht und könnte die Kurse an Europas Börsen am Donnerstag im frühen Handel bewegen.

   Am Rentenmarkt suchen Investoren Sicherheit

   Am Euro-Rentenmarkt stiegen die Kurse. Französische und deutsche Staatsanleihen legten kräftig zu. Eine Auktion fünfjähriger Bundesobligationen stieß trotz einer niedrigen Rendite von 0,41 Prozent auf großes Interesse von Investoren. Die weiter schwelende europäische Schuldenkrise und die nach wie vor drohende Fiskalklippe ließ Anleger am Bondmarkt auf Nummer sicher gehen.

   Der Goldpreis geriet unter die Räder. Um rund 30 US-Dollar je Feinunze brach das Edelmetall am Nachmittag ein. Beobachter begründeten die Preisverfall mit einer schwächeren Nachfrage im wichtigen Absatzland Indien, mit dem festen Dollar sowie mit dem nahen Jahresende. Investoren könnten ihre Gold-Positionen zum Jahresende hin reduzieren. Der Sektor der Rohstoffproduzenten gab im Gefolge fallender Rohstoff- und Edelmetallpreise um 0,8 Prozent nach.

   Am Aktienmarkt stiegen Siemens-Aktien um 0,7 Prozent. Die Münchener wollen 80,5 Prozent ihrer Lichttochter Osram über eine Abspaltung an die Börse bringen. Die Siemens-Aktionäre sollen für je zehn Siemens-Aktien eine Osram-Aktie erhalten.

   Haniels Geldnot lastet auf Celesio- und Metro-Aktien

   Die Papiere von Celesio und Metro kamen unter Druck. Den Großinvestor Haniel plagen 2,4 Milliarden Euro Schulden. Er verkauft daher Aktien beider Unternehmen. Knapp acht Millionen Celesio-Aktien haben Haniel rund 100 Millionen Euro in die Kasse gespült. In den kommenden 18 Monaten will Haniel zudem etwa 13,7 Millionen Metro-Aktien für geschätzt mehr als 300 Millionen Euro versilbern. Celesio-Aktien verlieren 2,6 Prozent und Metro-Aktien 3,7 Prozent.

   Bankenaktien gaben nach, der Sektor büßte 0,4 Prozent ein. Für Deutsche Bank, BBVA, Lloyds Banking und UniCredit ging es um ein Prozent und mehr abwärts. "Der starke jüngste Kursanstieg der Bankenaktien schlägt in schwachen Marktphasen natürlich negativ zu Buche", sagt ein Händler. Vom Jahrestief von Ende Juli hat der Bankensektor um fast 50 Prozent zugelegt.

   In London verteuerten sich Papiere von Thomas Cook um mehr als vier Prozent. Mit dem Verkauf von Flugzeugen, Hotels, Bürogebäuden und der indischen Tochter sinken die Nettoschulden des Reisekonzerns um mehr als 100 auf 788 Millionen Pfund.

Europ ische .=== . Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung . stand absolut in % seit . Jahresbeginn Europa Euro-Stoxx-50 2546,84 3,39 +0,1% 9,9 . Stoxx-50 2532,66 4,25 +0,2% 6,9 . Stoxx-600 273,15 0,29 +0,1% 11,7 Frankfurt XETRA-DAX 7343,41 11,08 +0,2% 24,5 London FTSE-100 5803,28 3,57 +0,1% 4,2 Paris CAC-40 3515,19 13,06 +0,4% 11,2 Amsterdam AEX 334,28 1,36 +0,4% 7,0 Athen ATHEX-20 286,50 -11,82 -4,0% 8,1 Brüssel BEL-20 2404,42 -0,52 -0,0% 15,4 Budapest BUX 17634,96 -29,01 -0,2% 3,9 Helsinki OMXH-25 2112,17 -5,97 -0,3% 8,8 Istanbul ISE NAT. 30 89647,05 66,92 +0,1% 45,3 Kopenhagen OMXC-20 486,44 -2,43 -0,5% 24,7 Lissabon PSI 20 5247,65 -24,65 -0,5% -4,9 Madrid IBEX-35 7863,70 -26,10 -0,3% -8,5 Mailand FTSE-MIB 15453,43 -26,38 -0,2% 2,4 Moskau RTS 1402,42 -22,47 -1,6% 1,5 Oslo OBX 403,28 -7,05 -1,7% 12,8 Prag PX 975,62 -19,49 -2,0% 7,1 Stockholm OMXS-30 1069,39 -2,34 -0,2% 8,3 Warschau WIG-20 2401,54 -5,52 -0,2% 12,0 Wien ATX 2257,54 -4,28 -0,2% 19,3 Zürich SMI 6756,48 44,77 +0,7% 13,8

DEVISEN zuletzt '+/- % Mi, 9.05 Uhr Di, 17.42 Uhr EUR/USD 1,2921 -0,10% 1,2934 1,2937 EUR/JPY 105,7081 -0,27% 105,9994 106,4579 EUR/CHF 1,2034 -0,03% 1,2038 1,2045 USD/JPY 81,8255 -0,16% 81,9600 82,2700 GBP/USD 1,5995 -0,12% 1,6014 1,6023 .=== Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@dowjones.com

   DJG/bek/raz

   (END) Dow Jones Newswires

   November 28, 2012 12:09 ET (17:09 GMT)

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