Von Thomas Leppert
Die Grundstimmung für die Aktienmärkte ist unverändert gut. Allerdings fehlen derzeit die flankierenden Nachrichten, die eine weitere Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten stützen. An der Wall Street endete am Vortag die acht Tage anhaltende Gewinnserie im S&P-500-Index. Erste Indikationen sehen den
Dax mit einem leichten Plus bei 7.848 Punkten nach einem Schluss am Montag bei 7.833 Punkten.
Für die Marktstrategen der Credit Agricole verliert die Bereitschaft, ein höheres Risiko einzugehen, momentan an Fahrt. "Nachdem unser Risiko-Barometer die vergangenen Wochen eine steigende Risikobereitschaft signalisierte, ist es nun auf ein neutrales Niveau zurückgefallen", so Mitul Kotecha, Analyst bei der französischen Investmentbank.
Der Wechsel von Anleihen- in Aktienmärkte scheint aber an Tempo zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund tritt die Sitzung der US-Notenbank in den Fokus. Der US-Arbeitsmarkt ist weiterhin sehr fragil, daher wird im Handel zu diesem frühen Zeitpunkt nicht damit gerechnet, dass die Notenbanker von ihrer aktuellen Geldpolitik abweichen. Nachdem die Renditen der Staatsanleihen seit Jahresbeginn deutlich gestiegen sind, wird am Abend darauf geschaut, wie hoch die Nachfrage nach US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 5 Jahren im Volumen von den 35 Milliarden Dollar ausfällt.
Interessant könnte am Vormittag die Nachfrage nach dem Wochentender der Europäischen Zentralbank werden. Sollten die Banken aus Europa weniger Geld nachfragen, würde dies den Eindruck der Entspannung in der Eurozone unterstreichen. Am vergangenen Freitag hatten 278 Banken die Option der vorzeitigen LTRO-Rückzahlung genutzt und insgesamt 137 Milliarden Euro an die EZB zurück überwiesen. Die Überschussliquidität am Geldmarkt wird allerdings noch immer auf etwa 500 Milliarden Euro geschätzt.
Fundamental stützt der positive Verlauf der Berichtssaison in den USA den Aktienmarkt. Wie die Deutsche Bank anmerkt, haben bislang 75 Prozent aller US-Unternehmen in der laufenden Berichtssaison die Gewinnerwartungen des Marktes übertroffen. Beeindruckend ist aber vor allem die Entwicklung bei den Umsätzen. Hier liegt die Quote bei 68 Prozent - und damit viel höher als im Vorquartal.
In Europa kommt die Berichtssaison so langsam ins Laufen. Am Morgen hatte bereits Philips Zahlen vorgelegt. Operativ ging es deutlich aufwärts, auch der Umsatz des Siemens-Wettbewerbers legte in den drei Monaten per Ende Dezember zu. Getragen wurde das Wachstum von allen von drei Geschäftsbereichen. Für das laufenden Jahr gibt sich Philips zuversichtlich, die Ziele zu erfüllen. Damit bleiben die Niederländer trotz des widrigen Geschäfts in Europa in der Erfolgsspur.
Enttäuscht reagieren Marktteilnehmer dagegen auf die Quartalszahlen der Software AG. "Insbesondere die Umsatzseite ist sehr schwach", sagt ein Händler. Die Probleme schienen im ETS-Kerngeschäft zu liegen. Die Aktie verliert 4,7 Prozent. Seit dem Jahresbeginn steht ein Plus von 10 Prozent zu Buche.
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DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mo, 17.31 Uhr
EUR/USD 1,3442 -0,0% 1,3448 1,3467
EUR/JPY 121,9504 +0,0% 121,9132 122,1648
EUR/CHF 1,2449 -0,1% 1,2460 1,2477
USD/JPY 90,7450 +0,1% 90,6615 90,7115
GBP/USD 1,5698 +0,0% 1,5691 1,5693
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January 29, 2013 02:09 ET (07:09 GMT)
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