Von Manuel Priego-Thimmel
FRANKFURT--Nach den kräftigen Aufschlägen der vergangenen Tage dürfte es zu Wochenbeginn an den europäischen Aktienbörsen zurückhaltender zugehen. "Es gibt noch zahlreiche Unsicherheitsfaktoren für die europäischen Märkte", sagt Mitul Kotecha von der Credit Agricole. Die Blicke richten sich vor allem auf das am Mittag beginnende Treffen der Euro-Finanzminister zum Thema Griechenland. Der Dax wird zur Eröffnung bei 7.279 Punkten indiziert nach einem Schluss von 7.309. Der Euro-Stoxx-50 wird bei 2.547 gesehen nach 2.557.
Die Credit Agricole rechnet nicht mit einem Schuldenschnitt für die öffentlichen Gläubiger Griechenlands. Einem solchen habe der EZB-Direktor Asmussen am Wochenende eine klare Absage erteilt. Möglich, wenn auch politisch umstritten, sei eine Stundung der Zinszahlungen bzw längere Laufzeiten. Wichtig für die Märkte ist auch, ob EU und IWF eine gemeinsame Linie finden.
Bislang beharrt der Internationale Währungsfonds auf einer Schuldenquote von 120 Prozent des BIP bis 2020, was vermutlich nur durch einen Schuldenschnitt zu erreichen ist. Nicht auszuschließen, dass der IWF die Reißleine ziehen und aus dem Rettungsprogramm für Griechenland ausscheiden wird. Der Euro steht zu Wochenbeginn unter Abgabedruck und rutscht von Ständen um 1,3000 zum Dollar auf 1,2950 zurück.
Dabei belastet nicht nur Griechenland, auch die Parlamentswahlen in Katalonien tragen zur Verunsicherung bei. Die Mehrheit der im Regionalparlament vertretenen Parteien spricht sich für eine Unabhängigkeit Kataloniens von Madrid aus. Die Credit Agricole hält das Risiko einer baldigen Trennung der Region für gering. Katalonien sei nicht nur die reichste Region Spaniens, sondern auch die am höchsten verschuldete. Barcelona hat derzeit keinen Zugang zu den internationalen Finanzmärkten.
Die von der Süddeutschen Zeitung berichteten Sparpläne von ThyssenKrupp passen laut Händlern ins Bild: "Die Verzögerungen beim Verkauf der US-Stahlwerke zeigen klar, dass Thyssen hier keinen guten Preis erzielen kann und wohl hohe Abschreibungen vornehmen muss. Da sind Kostensenkungen angesagt", meint ein Händler. Mit größeren Kursbewegungen der Aktie rechnet der Händler nicht.
Nach dem Kurseinbruch von Ende Oktober und der könnte der Kurs der FMC-Aktie wieder zulegen. "Das Interesse von Baxter an der schwedischen Gambro könnte für Kursfantasie sorgen", sagt ein Händler. Baxter wie auch Gambro sind unter anderem im Geschäft mit Dialyse aktiv, das auch FMC betreibt. Kreisen zufolge will Baxter für Gambro rund vier Milliarden Dollar zahlen.
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DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Fr, 18.10 Uhr
EUR/USD 1,2956 -0,1% 1,2972 1,2973
EUR/JPY 106,4230 -0,4% 106,8669 106,7930
EUR/CHF 1,2038 -0,0% 1,2042 1,2042
USD/JPY 82,1355 -0,3% 82,3850 82,3110
GBP/USD 1,6022 -0,0% 1,6023 1,6044
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@dowjones.com
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