15.11.2012 08:24
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MÄRKTE EUROPA/Wall Street stellt Börsenampeln auf Rot

   -Von Herbert Rude

   Sehr schwache Vorlagen der Wall Street drücken am Donnerstag auch auf die Stimmung an den europäischen Finanzmärkten. Weiter vorsichtig stimmen die Fiskalklippe in den USA und die Eurokrise. Neu in den Blickpunkt rückt die Krise im Nahen Osten und damit auch der steigende Ölpreis. Den zweiten Tag in Folge haben die israelischen Streitkräfte Stellungen islamistischer Kämpfer im Gazastreifen angegriffen. Am Mittwoch hatten sie den militärischen Befehlshaber der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen getötet. Der Dax könnte nach ersten Berechnungen um 0,7 Prozent auf 7.050 Punkte fallen und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang September.

   US-Präsident Barack Obama hat vor einer Rezession in den USA gewarnt, wenn die Republikaner im Haushaltsstreit nicht nachgeben. "Das ist genau das, was der Markt nicht hören wollte", sagt Andrew Quin von Patersons Research. Erste ernsthafte Verhandlungen werden erst am Freitag erwartet.

   In Europa könnten die zuletzt schwachen Konjunkturdaten zu Revisionen bei den Gewinnschätzungen führen, warnt Heino Ruland von Ruland Research. "Die Gemengelage ist ungemütlich", sagt der Analyst. Derzeit sei wenig in Sicht, was die Anleger zu Käufen bewegen könnte.

   Neue Impulse kommen von den Daten zur Wirtschaftsentwicklung im dritten Quartal ausgehen. In Frankreich ist die Wirtschaftsleistung entgegen den Erwartungen leicht um 0,2 Prozent gestiegen. In Deutschland, Italien und Spanien werden die Daten noch veröffentlicht. In den USA werden die Konjunkturindikatoren der Notenbankbezirke New York und Philadelphia bekanntgegeben.

   Auf der Devisenseite tendiert der Yen zur Schwäche. Händler begründen den Anstieg mit Kommentaren des Chefs der liberaldemokratischen Partei (LDP), Abe. Abe hatte angekündigt, sollte die LDP bei der im Dezember erwarteten Wahl an die Macht kommen, werde sie auf eine Lockerung der Geldpolitik drängen. Dabei sei möglicherweise eine unbegrenzte Lockerung notwendig, bis ein Inflationsziel von 2 bis 3 Prozent erreicht werde. Aktuell kostet der Dollar 80,90 Yen und damit so soviel wie zuletzt vor über sechs Monaten Der Euro zieht zum Yen ebenfalls deutlich an, während er zum Dollar nur leicht auf 1,2740 Dollar steigt.

   Der Ölpreis zeigt sich auf dem am Mittwoch erhöhten Niveau stabil. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostet 86,31 Dollar. Am Vortag waren es im Tief noch rund 85 Dollar. eo

   Auf der Aktienseite geht die Quartalsberichtssaison ihrem Ende entgegen. Positiv bewerten Marktteilnehmer den Quartalsbericht von Merck. Operativ hat sich der Pharmakonzern besser entwickelt als erwartet. Die Prognosen für das Gesamtjahr hat Merck leicht angehoben. Im Vorbörsenhandel wird die Merck-Aktie 0,2 Prozent höher gestellt.

   Positiv bewerten Händler auch die Zahlen von Air Berlin. "Das Quartal scheint besser als erwartet gelaufen zu sein, weil das Sparprogramm zu greifen beginnt", sagt ein Marktteilnehmer. Der negative Effekt der steigenden Kerosinpreise sei dadurch mehr als aufgefangen worden. Erste Taxen sehen den Kurs rund 4 Prozent höher.

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mi, 18.26 Uhr EUR/USD 1,2741 +0,1% 1,2734 1,2743 EUR/JPY 102,9909 +0,9% 102,1017 102,1769 EUR/CHF 1,2037 -0,0% 1,2043 1,2039 USD/JPY 80,8220 +0,8% 80,1790 80,2050 GBP/USD 1,5848 +0,0% 1,5842 1,5853 Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com DJG/hru/gos (END) Dow Jones Newswires

   November 15, 2012 01:54 ET (06:54 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 54 AM EST 11-15-12

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21.06.2016Merck HoldBaader Wertpapierhandelsbank
21.06.2016Merck UnderweightMorgan Stanley
17.06.2016Merck kaufenBankhaus Lampe KG
09.06.2016Merck OutperformBNP PARIBAS
09.06.2016Merck HoldBaader Wertpapierhandelsbank
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21.06.2016Merck UnderweightMorgan Stanley
20.05.2016Merck UnderweightMorgan Stanley
04.03.2016Merck UnderweightMorgan Stanley
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