20.10.2012 11:08
Bewerten
(0)

MÄRKTE USA/Ausverkauf nach schwachen Quartalszahlen

   Düsterer Wochenschluss an Wall Street: Die Aktien an Wall Street mussten am Freitag drastische Verluste verkraften. Enttäuschende Geschäftsberichte und schwache Vorgaben aus Europa drückten auf die Stimmung. Vor allem der Softwaregigant Microsoft stellte Anleger mit seinem Quartalsausweis nicht zufrieden, denn im ersten Geschäftsquartal hat das Unternehmen einen Gewinnrückgang um 22 Prozent verbucht. Kunden kaufen immer weniger PCs und auch die einst starke Office-Software lassen sie verstärkt links liegen. Die Aktien verloren 2,9 Prozent und drückten auch andere Technologiewerte nach unten.

   Der Dow-Jones-Index (DJIA) verlor 1,5 Prozent, der S&P-500 fiel um 1,7 Prozent. Es war der stärkste Verlust an einem Tag seit Ende Juni. Der technologielastige Nasdaq-Composite verlor sogar 2,2 Prozent. Der Umsatz legte deutlich zu auf 0,95 (Donnerstag: 0,72) Milliarden Aktien. Auf 674 (1.482) Kursgewinner kamen 2.376 (1.545) -verlierer, unverändert schlossen 83 (109) Titel.

   Wenig Erleichterung kam von den mit Spannung erwarteten Häuserdaten. Die Verkäufe bestehender Häuser gingen um 1,7 Prozent zurück und fielen damit etwas schwächer aus als erwartet. Das ist ungewöhnlich, denn in jüngster Zeit gab es Entspannungssignale vom amerikanischen Immobilienmarkt. Die Daten seien allerdings auch gar nicht so schlecht, hob Heinrich Bayer von der Postbank hervor: das Marktvolumen habe sich trotz des leichten Rückgangs auf einem deutlich erhöhten Niveau stabilisiert.

   Doch im Blick der Investoren stand ganz klar die Berichtsperiode. Die Titel von General Electric büßten 3,5 Prozent ein. Der Mischkonzern traf mit seinen Drittquartalszahlen die Erwartungen, verfehlte sie aber beim Umsatz. Für die Anteilsscheine des Schnellrestaurantbetreibers McDonald's ging es um 4,4 Prozent talwärts. Marktteilnehmer bemängelten beim Burgerbrater die Gewinnentwicklung.

   Der viel beachtete EU-Gipfel in Brüssel lieferte indes wenig Positives. Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone haben sich auf einen Zeitplan für die Schaffung einer neuen Bankenaufsicht geeinigt. Die neue Superbehörde könnte im Verlauf des nächsten Jahres ihre Arbeit aufnehmen. Die jüngsten Aussagen hätten aber auf einen Start schon zum Jahresanfang hingedeutet, kritisierten Händler.

   Die überwiegend schwachen Unternehmensberichte und der unspektakulär verlaufende EU-Gipfel steigerten die Attraktivität des vermeintlich sicheren Hafens der US-Staatsanleihen. Deren Renditen fielen über alle Laufzeiten. Die Rendite zehnjähriger US-Titel sank auf 1,77 Prozent. Der Euro neigte zur Schwäche und ging bei 1,3025 Dollar um.

   Die Preise für Öl und Gold litten unter dem starken Dollar. Gold fiel auf ein Sechs-Wochen-Tief und schloss um 1,2 Prozent leichter bei 1.724 Dollar je Feinunze. Das Fass WTI-Öl kostete 90,05 Dollar, ein Minus von 2,2 Prozent. Der Ölpreis habe auch unter den Konjunktursorgen gelitten und sei den Aktien nach unten gefolgt, hieß es am Markt.

   Nach dem 8-prozentigen Vortagesabsturz der Google-Aktien ging es am Freitag noch um weitere 1,9 Prozent abwärts. Der Suchmaschinenbetreiber hatte Anleger mit schwachen Geschäftszahlen verschreckt. Advanced Micro Devices (AMD) stürzten um knapp 17 Prozent ab. Offenbar stießen die Pläne zum Konzernumbau auf starke Skepsis. AMD will 15 Prozent der Belegschaft abbauen. Marvell Technology brachen um gut 14 Prozent ein, der Halbleiterkonzern senkte seinen Ausblick auf das dritte Quartal. Die Titel von SanDisk zogen um 2,7 Prozent an, der Speicherchipanbieter überraschte mit Drittquartalszahlen über Markterwartung.

   Übrigens: es war der 25. Jahrestag des legendären "Schwarzen Montags", als der Dow an einem Tag rund 20 Prozent verlor.

=== Index Schlussstand Bewegung % Bewegung abs. Dow Jones Industrial 13.343,59 -1,5% -205,35 S&P-500 1.433,19 -1,7% -24,15 Nasdaq-Composite 3.005,62 -2,2% -67,25 Nasdaq-100 2.678,32 -2,4% -65,85

DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 8.05 Uhr Do, 17.45 Uhr EUR/USD 1,3025 -0,34% 1,3069 1,3101 EUR/JPY 103,2738 -0,45% 103,7408 103,8276 EUR/CHF 1,2084 -0,03% 1,2088 1,2088 USD/JPY 79,2845 -0,08% 79,3445 79,2775 GBP/USD 1,6009 -0,26% 1,6050 1,6136 === Kontakt zum Autor: ralf.zerback@dowjones.com

   DJG/DJN/raz

   (END) Dow Jones Newswires

   October 19, 2012 16:11 ET (20:11 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 11 PM EDT 10-19-12

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Jungheinrich - Professioneller Hochstapler!

Intralogistik-Lösungen sind gefragt wie nie. Denn mit moderner Logistik-Infrastruktur lassen sich nicht nur erhebliche Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen realisieren, sondern sie bildet die perfekte Ergänzung für "Industrie 4.0". Warum Jungheinrich eine der interessantesten Storys in diesem Segment bietet lesen Sie im aktuellen Anlagermagazin des Börse Stuttgart Anlegerclubs.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht leichter ins Wochenende -- US-Börsen schließen kaum verändert -- Trump kritisiert scharf deutschen Handelsbilanzüberschuss -- AIXTRON, GM, Manz, OPEC im Fokus

Chinesen genehmigen E-Auto-Projekt von VW. US-Wirtschaft startet besser ins Jahr als bisher gedacht. Bosch gerät wegen Daimler-Ermittlungen ins Visier der Justiz. Anleger greifen bei XING auf Rekordniveau weiter zu. Teslas Model 3 beschleunigt langsamer als BMW 300i.

Top-Rankings

KW 21: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jobs mit Zukunft und hohem Gehalt
Hier wird man auch künftig noch gut bezahlt
Berufe die auch eine Rezession überstehen
Welche bieten am meisten Sicherheit?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett aktuell im Depot
Die Top-Positionen von Warren Buffett (März 2017)
Bestbezahlte Praktikantenstellen
Welches Unternehmen bietet am meisten?
Metropolen der Superreichen
In diesen Städten leben die meisten Milliardäre
Das verdienen die Chefs der Notenbanken
Wie hoch sind ihre Gehälter?
Aktion Frühjahrsputz: Die unsinnigsten Subventionen der Bundesregierung
So werden Steuergelder verschwendet
mehr Top Rankings

Umfrage

Der Bitcoin bleibt auf Rekordkurs und stieg erstmals über 2.000 US-Dollar. Haben Sie auch schon mal Geschäfte mit der Digitalwährung gemacht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
BMW AG519000
Apple Inc.865985
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BASFBASF11
E.ON SEENAG99
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750
adidas AGA1EWWW
CommerzbankCBK100
Coca-Cola Co.850663
Amazon.com Inc.906866
Siemens AG723610