16.11.2012 15:41
Bewerten
 (0)

MÄRKTE USA/Fiskalklippe lässt Anleger hoffen und bangen

   Anleger am US-Aktienmarkt schwanken zwischen Hoffen und Bangen. Die alles entscheidende Frage lautet, kann die drohende Fiskalklippe noch umschifft werden? Am Freitag beginnen zwischen den in der Sache zerstrittenen Parteien des Kongresses die Verhandlungen. Die Terminkontrakte auf wichtige US-Aktienindizes deuten 25 Minuten vor Handelsbeginn auf eher optimistisch gestimmte Investoren. Der Future auf den S&P-500 steigt um 0,3 Prozent, sein Pendant auf den Nasdaq-100 zieht ebenfalls um 0,3 Prozent an. Allerdings zeigen sich die Terminkontrakte ungewöhnlich volatil, was die Nervosität der Anleger widerspiegelt.

   Sollte sich die US-Politik bis zum Jahresende nicht über zentrale Haushaltsfragen verständigen, treten zum Jahreswechsel automatisch massive Steuererhöhungen und Budgetkürzungen in Kraft. Diese dürften die USA in die Rezession stürzen. Kurz vor der Startglocke an der Wall Street werden zudem viel beachtete Daten zur Oktober-Industrieproduktion veröffentlicht. Händler messen diesen großes Potenzial bei der Kursfindung zu.

   "Investoren hoffen darauf, dass es unter den Vertretern der politischen Lager genügend Wille zur Einigung gibt. Aber die Diskussionen dürften zunächst weitergehen und die Märkte beeinflussen. Daher dürfte es in den kommenden Wochen ziemlich volatil zur Sache gehen", kommentiert Marktstrategin Rebecca O'Keefe von Interactive Investor den Haushaltsstreit in den USA. Im frühen US-Rentenhandel dominiert eine abwartende Haltung, es gibt wenig Bewegung. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen steht bei 1,59 Prozent.

   Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten treibt den Ölpreis nach oben. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI verteuert sich um 1,2 Prozent auf 86,47 US-Dollar. Auch Brent-Öl zieht an. Der US-Dollar macht zum Euro Boden gut, die Gemeinschaftswährung wechselt bei 1,2740 Dollar den Besitzer. Der Yen erholt sich etwas zur US-Devise. Mit dem steigenden Dollarkurs verbilligt sich der Goldpreis leicht. Die Feinunze kostet 1.712 Dollar.

   Mit Blick auf die Einzelaktie läuft die Berichtsperiode langsam aus. Vorbörslich verlieren die Aktien von Dell 2,2 Prozent. Der Rechnerhersteller verfehlte mit seinen Drittquartalszahlen die Markterwartungen und lieferte einen verhaltenen Ausblick. Die Anteilsscheine der Bekleidungsmarke Gap ziehen dagegen um 5,8 Prozent an. Die Gesellschaft lieferte überzeugende Geschäftszahlen ab und erhöhte den Ausblick auf das Gesamtjahr. Die Titel von Dynavax Technologies brechen um 57 Prozent ein. Die US-Gesundheitsbehörde zeigte sich nicht überzeugt von der Sicherheit eines wichtigen Medikaments des Unternehmens.

=== DEVISEN zuletzt '+/- % Fr., 8.39 Uhr Do, 18.03 Uhr EUR/USD 1,2741 -0,20% 1,2766 1,2782 EUR/JPY 103,4016 1,84% 101,5300 103,7484 EUR/CHF 1,2043 -0,12% 1,2058 1,2039 USD/JPY 81,1700 2,06% 79,5320 81,1530 GBP/USD 1,5876 -0,75% 1,5996 1,5865 === Kontakt zum Autor: florian.faust@dowjones.com DJG/DJN/flf (END) Dow Jones Newswires

   November 16, 2012 09:10 ET (14:10 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 09 10 AM EST 11-16-12

Artikel empfehlen?

Heute im Fokus

DAX stabil -- Dow leicht schwächer -- VW-Aktie deutlich unter Druck nach Geschäftsausweis -- Autonome wüten in Athen -- BASF mit Gewinnsprung -- Salzgitter, Airbus, Apple im Fokus

RWE will Dea-Verkauf am Montag abschließen. Eurozonen-Rettungsfonds verlängert Griechenland-Hilfsprogramm. EZB gibt den Startschuss für QE. Heidelberger Druck-Aktie schießt hoch. RWE senkt Strompreis. Varoufakis: Griechische Reformliste absichtlich unklar formiert.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Diese Unternehmen haben ihre Gründer reich gemacht

Die wundersame Welt von Google

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Wissenswertes rund um die Investorenlegende

Welche Titel entwickelten sich im Jahr 2014 am besten?

Diese Artikel waren auf finanzen.net 2014 am beliebtesten

Hier ist der Schuldenstand besonders hoch

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

mehr Top Rankings

Umfrage

Viele Bundesbürger bezweifeln, dass ihre staatliche Rente im Alter zum Leben reichen wird. Wie stehen Sie zum Thema Rente?