13.02.2013 22:59
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MÄRKTE USA/General Electric und Comcast im Rampenlicht

Von Thomas Rossmann General Electric (GE) und Comcast standen zur Wochenmitte im Fokus an der Wall Street. Der US-Kabelnetzbetreiber und Medienkonzern Comcast wird früher als erwartet alleiniger Besitzer des Fernsehkonglomerats NBCUniversal. Für 16,7 Milliarden Dollar werden die restlichen 49 Prozent von GE übernommen. Erst vor zwei Jahren hatte Comcast den Mehrheitsanteil von 51 Prozent an NBCUniversal erworben. Beide Aktien reagierten mit deutlichen Aufschlägen. Für die GE-Titel ging es um 3,6 Prozent nach oben, die Aktien von Comcast gewannen drei Prozent. "Die Anteilsübernahme ist ein positives Zeichen und deutet auf eine Rückkehr des Vertrauens unter den Investoren hin", sagte Stratege Ryan Detrick von Schaeffer's Investment Research.

   Insgesamt zeigten sich die Indizes mit uneinheitlicher Tendenz. Belastungsfaktor waren dabei auch die US-Einzelhandelsumsätze. Diese kletterten im Januar zwar im erwarteten Rahmen - auch unter Herausrechnung des Kfz-Absatzes - doch zeigten sich die Konsumenten insgesamt zurückhaltend. Gebremst wurde die Kauflaune vor allem von höheren Sozialabgaben, was dazu führte, dass die Empfänger von Löhnen und Gehältern weniger Geld in der Tasche hatten. Die Einzelhandelsdaten gelten als wichtiger Indikator für die Konsumausgaben der US-Verbraucher, die mit einem Anteil von rund 70 Prozent am Bruttoinlandsprodukt eine Schlüsselrolle für US-Wirtschaft spielen.

   Der Dow-Jones-Index verzeichnete einen Abschlag von 0,3 Prozent auf 13.983 Punkte, nachdem er am Vortag noch auf dem höchsten Stand seit Oktober 2007 geschlossen hatte. Allerdings ist das Allzeithoch bei 14.198 Punkten weiter in Reichweite. Der S&P-500 gewann 0,1 Prozent auf 1.520 Punkte. Für den Nasdaq-Composite ging es um 0,3 Prozent auf 3.197 Punkte nach oben. Das Umsatzvolumen stieg leicht auf 0,65 (Dienstag: 0,61) Milliarden Aktien. Dabei standen 1.788 (1.963) Kursgewinnern 1.288 (1.080) -verlierer gegenüber, unverändert schlossen 104 (120) Titel.

   "Die Frage ist derzeit, ob der Markt schon zu schnell zu weit nach oben gelaufen ist", so ein Analyst mit Blick auf die Tendenz der Indizes. Nach einem Anstieg von über sechs Prozent seit Jahresbeginn befinde sich der Markt seit der vergangenen Woche in einer Seitwärtsbewegung. Im Dow-Jones-Index drückten vor allem die Abgaben der Aktien von Coca-Cola (-0,9 Prozent), McDonalds (-1,2 Prozent) und Boeing (-1,6 Prozent) auf das Sentiment.

   Der Finanzdienstleister Bankrate hat im vierten Quartal die Markterwartungen auf breiter Front enttäuscht, auch der Ausblick lässt kaum Besserung erhoffen. Die Aktie brach um knapp 16 Prozent ein. Die Titel des Landmaschinenherstellers Deere gaben um 3,5 Prozent nach, obwohl insbesondere die Umsatzentwicklung im ersten Quartal zu gefallen wußte. Allerdings hatten die Anteilsscheine in den vergangenen drei Monaten bereits deutlich zugelegt.

   Der US-Rentenmarkt stand ganz im Zeichen der Auktion zehnjähriger Benchmark-Titel im Volumen von 24 Milliarden Dollar. Hier wurde mit 2,046 Prozent die höchste Rendite seit elf Monaten verzeichnet. Zudem ging die Nachfrage spürbar zurück. Vor allem die indirekten Gebote, dazu gehören ausländische Notenbanken, fielen geringer aus. Auch hohe Inflationsdaten belasteten. So sind die Importpreise im Januar erstmals seit Oktober 2012 gestiegen - wenn auch weniger deutlich als erwartet. Inflation stellt die größte Gefahr für festverzinsliche Anlagen dar. Die Rendite zehnjähriger Titel lag bei 2,02 Prozent.

   Der Ölpreis der US-Sorte WTI gab zum Settlement um 0,5 Prozent auf 97,01 Dollar je Barrel nach. Zur Begründung wurde auf Aussagen der Internationalen Energie Agentur (IEA) verwiesen, wonach die Prognosen bezüglich der globalen Öl-Nachfrage, vor allem für China, zu optimistisch sein könnten. Die Aussagen hätten die Unsicherheit am Ölmarkt erhöht, so ein Händler. Dagegen hatten die wöchentlichen Lagerbestandsdaten kaum Einfluss auf das Geschehen, obwohl die Zunahme bei Rohöl mit 0,56 Millionen Barrel deutlich unter dem erwarten Plus von 2,3 Millionen Barrel blieb.

   Am Devisenmarkt gab der Euro seine Tagesgewinne wieder vollständig ab und notierte im späten US-Handel bei 1,3447 Dollar. Im Tageshoch hatte die Devise schon deutlich über der Marke von 1,35 Dollar gelegen. Teilnehmern zufolge belasteten Aussagen des portugiesischen Ministerpräsidenten Coelho den Euro, der sich besorgt über den starken Anstieg der Arbeitslosigkeit in dem Land geäußert hatte. "Das ruft natürlich sofort wieder die europäische Schuldenkrise auf den Schirm der Devisenhändler zurück", sagte ein weiterer Händler.

   Die Feinunze Gold fiel zum Settlement um 0,3 Prozent auf 1.645,10 Dollar und damit den niedrigsten Stand seit rund sechs Monaten. Dollar und Goldpreis bewegten sich seit rund zwei Monaten fast im Gleichschritt, merkte ein Händler an. Daher seien die Blicke der Investoren auf das G20-Treffen am Wochenende und mögliche Aussagen zu den Währungen gerichtet.

=== INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 13.982,91 -0,26 -35,79 S&P-500 1.520,33 0,06 0,90 Nasdaq-Comp. 3.196,88 0,33 10,38 Nasdaq-100 2.773,77 0,40 11,15

Kupon Fälligkeit Kurs Veränderung Rendite Veränderung 1/4% 2-year 99 31/32 dn 1/32 0,278% +1,2 Bp 3/8% 3-Year 99 26/32 dn 2/32 0,435% +1,8 Bp 7/8% 5-year 99 27/32 dn 5/32 0,904% +3,5 Bp 1 3/8% 7-Year 99 24/32 dn 8/32 1,413% +3,8 Bp 1 5/8% 10-year 96 17/32 dn 10/32 2,019% +3,8 Bp 2 3/4% 30-year 90 30/32 dn 19/32 3,225% +3,3 Bp

DEVISEN zuletzt '+/- % Mi, 7.55 Uhr Di, 18.11 Uhr EUR/USD 1,3447 0,02% 1,3444 1,3450 EUR/JPY 125,6966 0,51% 125,0552 125,3278 EUR/CHF 1,2339 0,04% 1,2334 1,2335 USD/JPY 93,4840 0,48% 93,0350 93,1950 GBP/USD 1,5539 -0,84% 1,5671 1,5650 === Kontakt zum Autor: thomas.rossmann@dowjones.com

DJG/DJN/ros (END) Dow Jones Newswires

   February 13, 2013 16:28 ET (21:28 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 28 PM EST 02-13-13

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