23.01.2013 23:19
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MÄRKTE USA/Gute Quartalszahlen sorgen für steigende Kurse

   (Wiederholung)

Von Thomas Rossmann Überzeugende Quartalszahlen von IBM und Google und positive Signale beim Streit um die Schuldenobergrenze in den USA haben zur Wochenmitte für steigende Kurse an der Wall Street gesorgt. Das US-Repräsentantenhaus hat am Mittwoch für die Anhebung der Schuldenobergrenze bis zum 19. Mai gestimmt. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss allerdings noch der Senat grünes Licht geben. Damit bleibt das eigentliche Problem allerdings weiter ungelöst. Die Indizes legten nach einem zurückhaltenden Beginn im Verlauf deutlicher zu und der Dow-Jones-Index und der S&P-500 schlossen erneut auf Fünfjahreshochs.

   Die Musik spielte aber vor allem bei den Einzelwerten. Die Aktie des Rechnergiganten IBM legte um 4,4 Prozent zu und war mit Abstand stärkster Wert im Dow-Jones-Index. Im vierten Quartal wusste der Konzern sowohl bei Ergebnis- als auch beim Umsatz zu gefallen, auch der Gewinnausblick für 2013 übertraf die Markterwartungen. Auch der Suchmaschinenbetreiber Google hat mit seinen Zahlen die Investoren überzeugt. Der Umsatz legte - ohne die Beiträge der Handy-Sparte Motorola-Mobility - im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf 12,91 Milliarden Dollar zu. Damit ist das langsame Wachstum der früheren Quartale vorerst gestoppt. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung um 5,5 Prozent.

   Den Abschluss des Tages bildeten dann Apple, die ihre Ergebnisse für das erste Quartal nach der Schlussglocke veröffentlichten. Seit der Bekanntgabe der Zahlen für das vierte Quartal hat der Aktienkurs rund 18 Prozent an Wert eingebüßt. Die Erwartungshaltung ist hoch, Marktteilnehmer gingen von einem Gewinn je Aktie von 13,42 Dollar je Aktie aus. Wer Apple vor den Zahlen gekauft hat, habe das Gesetz der Serie auf seiner Seite, so ein Analyst. Apple habe bei den letzten acht Quartalsausweisen allein sechs mal auf der Umsatzseite positiv überrascht. Die Apple-Aktie legte im Vorfeld der Zahlen um 1,8 Prozent zu.

   Der Dow-Jones-Index beendete den Handel mit einem Aufschlag von 0,5 Prozent bei 13.779 Punkten. Der S&P-500 erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 1.495 Punkte und der Nasdaq-Composite verzeichnete ein Plus von 0,3 Prozent auf 3.154 Punkte. Das Umsatzvolumen ging auf 0,63 (Dienstag: 0,69) Milliarden Aktien zurück. Dabei standen den 1.458 (2.111) Kursgewinnern 1.569 (930) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 121 (125) Titel. Weitgehend leer zeigte sich die Agenda der US-Konjunkturdaten. Lediglich der FHFA-Hauspreisindex für November wurde veröffentlicht, der etwas schwächer als erwartet ausfiel.

   Bewegung kam im Verlauf in den Devisenmarkt, wo der Euro deutlich unter Druck geriet und bis auf ein Tagestief bei 1,3264 Dollar rutschte. "Nach den neuen IWF-Zahlen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB auf ihrer nächsten Sitzung die Leitzinsen senken wird", hieß es von einem Händler. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht nun davon aus, dass die Wirtschaft im Euroraum 2013 um 0,2 Prozent schrumpfen wird. Zuvor war der Währungsfonds von einem Wachstum von 0,2 Prozent ausgegangen. Im späten US-Handel notierte der Euro wieder bei 1,3319 Dollar.

   Aus Europa kamen aber auch beruhigende Signale: EZB-Präsident Mario Draghi sieht das Schlimmste der Eurokrise als überstanden an. Darüber hinaus steht ein unmittelbarer Austritt Großbritanniens aus der EU nicht an. Der britische Premierminister David Cameron will frühestens 2015 über einen solchen Schritt des Landes abstimmen lassen.

   Der Ölpreis fiel wieder unter die Marke von 96 Dollar zurück und gab damit einen Teil der jüngsten Gewinne wieder ab. Nachdem er an den vergangenen vier Handelstagen um rund drei Dollar zugelegt hatte, sei es nun zu leichten Gewinnmitnahmen gekommen, hieß es aus dem Handel. Der nun führende März-Kontrakt reduzierte sich um 1,5 Prozent auf 95,23 Dollar je Barrel.

   Und auch der Goldpreis kam etwas zurück. Zum Settlement notierte die Feinunze bei 1.686,70 Dollar, ein Minus von 0,4 Prozent. Zur Begründung wurde auf den festeren Dollar und die erzielte Einigung im US-Repräsentantenhaus verwiesen, womit die Nachfrage für den sicheren Hafen Gold nachließ. Die Notierungen am US-Anleihemarkt zeigten sich kaum verändert und konnten damit ihre zwischenzeitlichen Aufschläge nicht verteidigen. Mit der Einigung in Washington legten die Notierungen den Rückwärtsgang ein. "Die Diskussion wurde damit aber nur um ein paar Monate verschoben und damit auch die Phase der Unsicherheit verlängert", sagte ein Teilnehmer.

   Bei den Einzelwerten standen zudem McDonald's im Blickpunkt. Die Aktie erhöhte sich um 0,6 Prozent, nachdem der Betreiber der Schnellrestaurantkette im Schlussquartal etwas besser abgeschnitten hatte als prognostiziert. Die Titel von United Technologies rückten um 0,7 Prozent vor, nachdem das Industriekonglomerat im vierten Quartal beim Gewinn überzeugen konnte, während der Umsatz etwas enttäuschte. Immerhin wurde die Jahreszielsetzung 2013 bestätigt.

   Für die Aktien von Dell ging es dagegen um 0,3 Prozent nach unten, obwohl das Wall Street Journal von Überlegungen bei Microsoft zur Übernahme des Computerherstellers berichtet hat. Die Aktien von Microsoft stiegen um 1,7 Prozent. Die Papiere von Advanced Micro Devices schlossen mit einem Plus von gut 11 Prozent. Der Halbleiterkonzern verbuchte zwar einen Verlust, dieser fiel aber geringer als befürchtet aus. In der zweiten Reihe des Aktienmarktes schossen die Anteilsscheine von MAP Pharmaceuticals um rund 59 Prozent in die Höhe. Die Gesellschaft wird von Allergan übernommen. Die Papiere des Käufers verloren 1 Prozent.

=== INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 13.779,17 0,49 66,96 S&P-500 1.494,78 0,15 2,22 Nasdaq-Comp. 3.153,67 0,33 10,49 Nasdaq-100 2.762,17 0,58 15,98

Kupon Fälligkeit Kurs Veränderung Rendite Veränderung 1/8% 2-year 99 25/32 up 0/32 0,243% -0,3 Bp 3/8% 3-Year 100 1/32 up 0/32 0,362% -0,2 Bp 3/4% 5-year 100 0/32 up 1/32 0,747% -0,4 Bp 1 1/8% 7-Year 99 10/32 up 1/32 1,229% -0,7 Bp 1 5/8% 10-year 98 6/32 up 1/32 1,829% -0,6 Bp 2 3/4% 30-year 94 22/32 unchg 3,022% unchg

DEVISEN zuletzt '+/- % Mi, 08.05 Uhr Di, 18.04 Uhr EUR/USD 1,3319 0,19% 1,3294 1,3305 EUR/JPY 118,0987 0,87% 117,0792 117,8978 EUR/CHF 1,2372 0,17% 1,2351 1,2354 USD/JPY 88,7000 0,72% 88,0640 88,6350 GBP/USD 1,5848 0,21% 1,5815 1,5860 === Kontakt zum Autor: thomas.rossmann@dowjones.com

DJG/DJN/ros (END) Dow Jones Newswires

   January 23, 2013 16:49 ET (21:49 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 49 PM EST 01-23-13

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