04.01.2013 22:46
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MÄRKTE USA/ISM-Serviceindex hellt Stimmung an Wall Street auf

   Von Claudia Nehrbaß

   Gute Nachrichten vom US-Dienstleistungssektor haben der Wall Street zu einem versöhnlichen Wochenausklang verholfen. Der ISM-Index für den Servicesektor stieg im Dezember wider Erwarten auf den höchsten Stand seit zehn Monaten. Der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht war zwar etwas unter den Erwartungen geblieben, linderte aber immerhin Befürchtungen, dass die US-Notenbank ihre Wirtschaftsstimuli demnächst einstellen könnte.

   Am Donnerstag hatte die Federal Reserve nämlich mit dem Protokoll ihrer Dezembersitzung für eine unliebsame Überraschung gesorgt: Ein Teil der Währungshüter will das Anleihenkaufprogramm bereits vor Ende dieses Jahres aussetzen. Dieses Programm zur Stimulierung der Wirtschaft hat auch den Aktien genützt. "Eine schlechte Nachricht für Investoren", meinte denn auch Rebecca O'Keeffe von Interactive Investor.

   Der Dow-Jones-Index stieg um 0,3 Prozent auf 13.435 Punkte. Der S&P-500 gewann 0,5 Prozent auf 1.466 Punkte und schloss auf dem höchsten Stand seit fünf Jahren. Der Nasdaq-Composite beendete den Handel kaum verändert bei 3.102 Punkten. Das Umsatzvolumen war mit 0,65 (Donnerstag: 0,71) Milliarden Aktien relativ dünn. Den 2.329 Kursgewinnern standen 716 -verlierer gegenüber. Unverändert gingen 105 Titel aus dem Handel.

   Gold, das gerne als Inflationsschutz gekauft wird, wenn Notenbanken die Märkte mit billigem Geld fluten, litt unter der möglicherweise bald strafferen Geldpolitik der Fed. Die Feinunze fiel um 1,5 Prozent auf 1.648,90 Dollar.

   Der Euro erholte sich von seinen Tagestiefs und kostete im späten US-Handel rund 1,3070 Dollar. Bei genauerem Hinsehen sei die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt im Dezember gar nicht so schlecht gewesen, vor allem vor dem Hintergrund des Haushaltsstreits in den USA, sagte ein Marktteilnehmer. Deshalb kehrten die Anleger in den Euro und andere im Vergleich zum Dollar höher verzinsliche Währungen zurück. Die Hoffnung, dass die Niedrigzinsphase in den USA vielleicht doch länger fortdauere, habe ein übriges getan.

   Die Treasurys litten unter der Sorge, dass die Notenbank ihre Käufe reduzieren könnte, und dem besseren ISM-Index. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg auf 1,91 Prozent.

   Der WTI-Ölpreis erhöhte sich um 0,2 Prozent bzw 0,17 Dollar auf 93,09 Dollar je Barrel, obwohl ein kräftiger Rückgang der US-Rohölvorräte ihm eigentlich stärkeren Auftrieb hätte geben können. Die Daten des US-Energieministeriums fanden indessen wenig Beachtung, weil gleichzeitig bekannt wurde, dass im offiziellen Auslieferungszentrum der Rohstoffbörse Nymex für leichtes Rohöl in Cushing Rekordbestände lagern. Auch der festere Dollar bremste den Preisanstieg von WTI. Brentöl ermäßigte sich um 0,7 Prozent bzw 0,83 Dollar auf 111,31 Dollar.

   Der Kurs des Aluminiumkonzerns Alcoa stieg um 2,1 Prozent. Das Unternehmen wird am Dienstag mit seinen Viertquartalszahlen den inoffiziellen Startschuss zur US-Bilanzsaison geben.

   Aktien des Pharmaherstellers Eli Lilly verbesserten sich um 3,7 Prozent. Das Unternehmen hat sich für dieses Jahr erstaunlich zuversichtlich gezeigt, obwohl es den Verlust von Patenten bewältigen muss. Der Kurs von Avon Products stieg um 3,2 Prozent, nachdem die Analysten von Bank of America-Merrill Lynch die Aktien auf "Buy" von "Neutral" hochgestuft haben.

   Einen regelrechten Absturz verzeichneten die Aktien des Medizintechnikunternehmens Accuray, die um 20,2 Prozent nachgaben. Accuray hatte am späten Donnerstag Restrukturierungsmaßnahmen angekündigt und in diesem Zusammenhang den Abbau von 13 Prozent der Arbeitsplätze. Zudem rechnet das Unternehmen mit deutlich niedrigeren Gewinnen.

   Coinstar-Aktien verbilligten sich um 3,7 Prozent. Die Gesellschaft hatte mitgeteilt, dass Chief Financial Officer J. Scott Di Valerio Nachfolger des ausscheidenden Coinstar-Chefs Paul Davis wird. Die Aktien von Progress Software stiegen um 5,4 Prozent. Im vierten Quartal hat das Unternehmen einen Umsatzrückgang verzeichnet, den Gewinn aber gesteigert..

INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 13.435,21 0,33 43,85 S&P-500 1.466,47 0,49 7,10 Nasdaq-Comp. 3.101,66 0,04 1,09 Nasdaq-100 2.724,49 -0,28 -7,77

Kupon Titel Kurs Veränderung Rendite Veränderung 1/8% 2-year 99 23/32 flat 0,271% flat 1/4% 3-Year 99 18/32 dn 1/32 0,395% +1,0BP 3/4% 5-year 99 21/32 dn 2/32 0,817% +1,1BP 1 1/8% 7-Year 98 23/32 dn 3/32 1,318% +1,5BP 1 5/8% 10-year 97 14/32 dn 3/32 1,911% +1,2BP 2 3/4% 30-year 93 4/32 flat 3,107% flat

DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 8.36 Uhr Do, 17.50 Uhr EUR/USD 1,3074 0,43% 1,3018 1,3110 EUR/JPY 115,2669 0,73% 114,4312 113,9515 EUR/CHF 1,2084 -0,02% 1,2086 1,2088 USD/JPY 88,1650 0,28% 87,9150 86,9180 GBP/USD 1,6068 0,06% 1,6059 1,6150 Kontakt zum Autor: claudia.nehrbass@dowjones.com

   DJG/DJN/cln

   (END) Dow Jones Newswires

   January 04, 2013 16:16 ET (21:16 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 16 PM EST 01-04-13

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