28.01.2013 22:44
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MÄRKTE USA/Immobiliendaten dämpfen Stimmung

   Schlechte Nachrichten vom Immobilienmarkt haben die Stimmung an der Wall Street zum Wochenauftakt gedämpft. Die Zahl der anstehenden Häuserverkäufe ist im Dezember wider Erwarten gefallen. Das irritierte die Anleger, die von der Branche zuletzt mit rasanten Wachstumsraten verwöhnt worden waren. Dass die Auftragseingänge bei langlebigen Gütern im vergangenen Monat überraschend kräftig gestiegen sind, fiel unter den Tisch. Nach dem jüngsten Anstieg der Aktienkurse sei es wohl einfach Zeit für eine Verschnaufpause, vermuteten Beobachter.

   Der Dow-Jones-Index fiel um 0,1 Prozent. Der S&P-500 verlor 0,2 Prozent auf 1.500 Punkte. Der Nasdaq-Composite stieg um 0,2 Prozent. Das Umsatzvolumen war mit 0,66 Milliarden Aktien nur wenig geringer als am Freitag, als 0,69 Milliarden Aktien gehandelt wurden. Auf 1.314 Kursgewinner kamen 1.727 -verlierer, während 104 Titel unverändert schlossen.

   Aktien von Caterpillar führten mit einem Plus von 2,0 Prozent den Dow-Jones-Index an. Quartalsausweis und Ausblick des Baumaschinenherstellers waren durchwachsen ausgefallen. Die Anleger entschlossen sich aber, das Gute in den Zahlen zu sehen.

   Yahoo-Aktien verloren vor der Veröffentlichung von Quartalszahlen 0,3 Prozent. Apple eroberte sich den Platz als wertvollstes Unternehmen der Welt zurück, den es am Freitag an Exxon Mobil abtreten musste. Der Apple-Kurs stieg um 2,3 Prozent, während Exxon-Aktien um 0,7 Prozent nachgaben.

   Die Kurse von Stahlherstellern litten unter einer kritischen Analystenstudie. Goldman Sachs hält den Sektor nach dem jüngsten Kursanstieg für zu hoch bewertet und rechnet mit einer Korrektur, sobald dem Markt bewusst wird, dass die Stahlnachfrage in naher Zukunft nicht so stark steigen wird wie derzeit erwartet. Die Aktien von AK Steel und Century Aluminum fielen in Reaktion auf die Verkaufsempfehlung der Analysten um 7,4 Prozent und 4,1 Prozent.

   Aktien von Hess gewannen 6,1 Prozent. Das Öl- und Gasunternehmen will bis Ende Februar den Rückzug aus dem Raffineriegeschäft abgeschlossen haben, um sich künftig auf die Erschließung und Förderung konzentrieren.

   Am Anleihemarkt litten die Notierungen unter den guten Daten zu den Auftragseingängen. Zeitweise stieg die Rendite zehnjähriger Treasurys erstmals seit April auf knapp über 2,000 Prozent. Mit den Immobiliendaten und einer gut aufgenommenen Auktion zweijähriger Notes kam sie wieder etwas zurück auf 1,97 Prozent. Der Euro tendierte zum Dollar wenig verändert bei rund 1,3450 Dollar.

   Der Ölpreis erholte sich von anfänglichen Verlusten. Gestützt von den besseren Daten zu den Auftragseingängen und den Spannungen im Nahen Osten verteuerte sich das Barrel WTI um 0,6 Prozent bzw 0,56 Dollar auf 96,44 Dollar. Die europäische Referenzsorte Brent stieg um 0,2 Prozent bzw 0,20 Dollar auf 113,48 Dollar. Gold gab leicht nach. Die Feinunze ermäßigte sich um 0,2 Prozent auf 1.652,90 Dollar. Die zuletzt überwiegend besseren US-Konjunkturdaten und die Entspannung in der Euro-Schuldenkrise minderten das Interesse der Anleger an sicheren Häfen.

INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 13.881,93 -0,10 -14,05 S&P-500 1.500,18 -0,19 -2,78 Nasdaq-Comp. 3.154,30 0,15 4,59 Nasdaq-100 2.742,43 0,21 5,70

Kupon Fälligkeit Kurs Veränderung Rendite Veränderung 1/8% 2-year 99 22/32 flat 0,284% flat 3/8% 3-Year 99 26/32 dn 1/32 0,433% +1,6BP 3/4% 5-year 99 13/32 dn 4/32 0,875% +2,8BP 1 1/8% 7-Year 98 13/32 dn 4/32 1,367% +2,1BP 1 5/8% 10-year 96 29/32 dn 7/32 1,972% +2,5BP 2 3/4% 30-year 92 11/32 dn 9/32 3,148% +1,6BP

DEVISEN zuletzt '+/- % Mo, 8.13 Uhr Fr, 17.33 Uhr EUR/USD 1,3453 0,04% 1,3448 1,3455 EUR/JPY 122,1152 0,03% 122,0795 122,4589 EUR/CHF 1,2464 -0,15% 1,2482 1,2438 USD/JPY 90,7800 -0,02% 90,7960 91,0200 GBP/USD 1,5691 -0,43% 1,5758 1,5800

Kontakt zum Autor: claudia.nehrbass@dowjones.com

   DJG/DJN/cln

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   January 28, 2013 16:13 ET (21:13 GMT)

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