07.01.2013 22:50
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MÄRKTE USA/Luft am Aktienmarkt ist raus - Banksektor im Blick

Von Florian Faust An der Wall Street ist am Montag die Luft raus gewesen. Nachdem der S&P-500 am Freitag auf den höchsten Stand seit fünf Jahren gestiegen war, ebbte die Euphorie über die Einigung im US-Haushaltsstreit ab. Anleger fragten sich, ob das monatelange Gezerre zwischen Regierung und Opposition die Ertragslage der Unternehmen beeinträchtigt hat. Erste Antworten auf diese Frage könnten sie am Dienstag nach Börsenschluss erhalten. Dann wird der Aluminiumkonzern Alcoa mit seinem Quartalsausweis den inoffiziellen Startschuss zur Bilanzsaison geben.

   Der Dow-Jones-Index fiel um 0,4 Prozent. Der S&P-500 verlor 0,3 Prozent und der technologielastige Nasdaq-Composite gab 0,1 Prozent nach. Das Umsatzvolumen lag bei mageren 0,63 (Freitag: 0,65) Milliarden Aktien. Den 1.380 (2.329) Kursgewinnern standen 1.651 (716) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 110 (105) Titel. Händler nahmen die moderaten Abschläge mit Gelassenheit zur Kenntnis: "Nach einem furiosen Start ins neue Jahr kommt es nun zu einem leichten Rücksetzer", fasste Marktstratege Bill Stone von PNC Asset Management das Geschehen zusammen.

   Auch im Bankensektor überwogen die Minuszeichen - etwas überraschend. Die entsprechenden Papiere profitierten nicht von den positiven Vorgaben ihrer europäischen Pendants, nachdem die Branche mehr Zeit erhalten hatte, die strengeren Kapitalvorschriften nach Basel III zu erfüllen. Zudem hatten sich die US-Regulierer mit den wichtigsten Branchenvertretern in Sachen Zwangsräumungen auf einen Vergleich verständigt.

   Die Aktien der Bank of America drehten ins Minus und verloren 0,2 Prozent. Hier stützte zunächst eine Einigung mit dem staatlich kontrollierten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae im Streit um faule Hypothekenkredite. Belastet durch ein Feuer an Bord eines Dreamliners von Japan Airlines ging es für die Titel von Boeing um 2,0 Prozent talwärts.

   Eine Kaufempfehlung von Lazard Capital ließ den Intel-Kurs um 0,4 Prozent steigen. Yahoo-Titel sanken nach einer Abstufung durch Bernstein um 2,3 Prozent. Die Aktien von Amazon.com markierten nach einer Hochstufung durch Morgan Stanley ein Allzeithoch bei 269,73 Dollar, bis zum Sitzungsende verteuerte sich der Wert um 3,6 Prozent. Aktien des Chipausrüsters Applied Materials fielen nach einem kritischen Kommentar von J.P. Morgan um 1,2 Prozent.

   Nvidia, ein Anbieter von Geräten für Videospiele, enthüllte Pläne für einen Strategiewechsel, die Aktie büßte 2,9 Prozent ein. Die Anteilsscheine von Nationstar Mortgage schnellten um 16,9 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen einigte sich mit Bank of America auf eine umfangreiche Vermarktung von Hypotheken auf Wohnimmobilien. Vivus-Titel zogen um 8,2 Prozent an, nachdem die Gesellschaft einen steilen Anstieg bei einem verschreibungspflichtigen Medikament verbucht hatte.

   Am Markt für US-Staatsanleihen herrschte Flaute, Notierungen und Renditen bewegten sich kaum. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen stand bei 1,90 Prozent. Damit stabilisierte sich der US-Rentenmarkt von den deutlichen Kursabgaben zum Jahresbeginn. Der Euro erholte sich von seinen anfänglichen Einbußen und sprang über die Marke von 1,31 US-Dollar. Devisenhändler glaubten aber, dass die Gemeinschaftswährung kurzfristig stärker unter Druck geraten könnte. Am Devisenmarkt gilt das Interesse der EZB-Sitzung am Donnerstag. Einige Volkswirte halten eine Zinssenkung für möglich. Diese Erwartung dürfte den Euro belasten, zumal die US-Notenbank vergangene Woche angedeutet hatte, dass ihre lockere Geldpolitik bald ein Ende finden könnte.

   Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI drehte ins Plus und stieg begünstigt durch den schwächeren Dollar um 0,1 Prozent oder 0,10 Dollar auf 93,19 Dollar. Die Kapazitätserweiterung einer wichtigen Pumpleitung am US-Ölverladedrehkreuz Cushing könnte helfen, die Lagerbestände zügiger abzubauen, hieß es. Die europäische Referenzsorte Brent legte um 0,1 Prozent bzw 0,09 Dollar auf 111,40 Dollar je Fass zu. Die Preisdifferenz sank auf das niedrigste Niveau seit drei Monaten. Nach dem Ausverkauf am Goldmarkt zum Ende der vergangenen Woche hielt die Talfahrt des Goldpreises an. Dieser ermäßigte auf 1.647 Dollar die Feinunze und bewegte sich damit auf dem tiefsten Stand seit über vier Monaten.

=== INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 13.384,29 -0,38 -50,92 S&P-500 1.461,89 -0,31 -4,58 Nasdaq-Comp. 3.098,81 -0,09 -2,85 Nasdaq-100 2.724,22 -0,01 -0,27

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8.00 Uhr Fr, 17.50 Uhr EUR/USD 1,3115 0,56% 1,3042 1,3055 EUR/JPY 115,1545 0,58% 114,4926 115,0852 EUR/CHF 1,2086 -0,03% 1,2089 1,2085 USD/JPY 87,7850 0,01% 87,7770 88,1450 GBP/USD 1,6117 0,50% 1,6037 1,6043 === Kontakt zum Autor: florian.faust@dowjones.com DJG/DJN/flf (END) Dow Jones Newswires

   January 07, 2013 16:19 ET (21:19 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 19 PM EST 01-07-13

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