15.02.2013 22:57
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MÄRKTE USA/Negative Aussagen von Wal-Mart belasten Aktienkurse

Von Thomas Rossmann NEW YORK--Deutliche Abgaben bei Wal-Mart haben zum Wochenausklang die Indizes an der Wall Street belastet. Der Umsatz des US-Einzelhändlers hat sich im Februar bisher extrem schwach entwickelt, hieß es in einem Bloomberg-Bericht unter Verweis auf interne Aussagen des Unternehmens. Die Wal-Mart-Aktie ging auf Tauchstation und war mit einem Abschlag von 2,3 Prozent der schwächste Wert im Dow-Jones-Index. Im Sog von Wal-Mart standen auch andere Einzelhandelswerte unter Abgabedruck. Die Titel von Target verloren 2,2 Prozent und die Aktien von Macys schlossen mit einem Minus von 1,1 Prozent.

   Zuvor bewegte sich der Markt kaum, denn die Blicke waren auf Moskau gerichtet. Die Angst vor einem Währungskrieg rückte das dort beginnende G-20-Treffen in den Fokus. Vor allem die starke Abwertung des Yen in den vergangenen Monaten dürfte eines der Hauptthemen sein. Die Finanzminister und Notenbankchefs der G-20-Staaten werden versuchen, die globalen Sorgen vor einem Abwertungswettlauf an den Devisen-Märkten zur Verbesserung der jeweiligen Exportchancen zu lindern.

   Der Dow-Jones-Index schaffte in einer Schlussrally noch knapp den Sprung ins Plus und schloss mit einem Aufschlag von 8 Punkten bei 13.982 Punkten. Nach den Aussagen zu Wal-Mart war er auf ein Tagestief bei 13.907 Punkten gefallen. Der S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 1.520 Punkte. Für den Nasdaq-Composite ging es um 0,2 Prozent auf 3.192 Punkte nach unten. Das Umsatzvolumen stieg auf 0,93 (Donnerstag: 0,67) Milliarden Aktien. Dabei standen 1.489 (1.511) Kursgewinnern 1.550 (1.507) -verlierer gegenüber, unverändert schlossen die Sitzung 120 (123) Titel. Aufgrund des "Presidents Day" findet am Montag kein Handel statt.

   Die US-Konjunkturdaten des Tages konnten sich dagegen nicht in den Vordergrund drängen, obwohl sie überwiegend besser als erwartet ausfielen. So lag der Empire State Index über den Prognosen des Marktes. Hier verbesserten sich sowohl der Hauptindex als auch die wichtigen Subkomponenten für Arbeit und Auftragseingänge deutlich in den Expansionsbereich. Und auch die erste Umfrage des Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan für Februar fiel besser als vom Markt erwartet aus. Der etwas stärkere Rückgang bei der US-Industrieproduktion wurde vom Markt lediglich zur Kenntnis genommen. Doch insgesamt blieb der Einfluss der Daten auf den Aktienmarkt begrenzt.

   Der Empire State Index sorgte dafür beim Euro für eine leichte Erholung. "Der Index ist die erste gute Konjunkturnachricht nach den depressiven BIPs aus Europa", erklärte ein Händler. Die Märkte hofften nun, dass die globale Erholung doch besser laufe als die Nachrichten aus Europa hatten befürchten lassen. Daher zog auch der Euro an und nicht der Dollar. Die Gemeinschaftswährung notierte im späten US-Handel bei 1,3364 Dollar, nach einem Tagestief bei 1,3306 Dollar im frühen europäischen Handel.

   Deutlich nach unten ging es dagegen mit dem Goldpreis, der zum Settlement ein Minus von 1,6 Prozent auf 1.609,50 Dollar je Feinunze verzeichnete. Dies war der tiefste Stand seit sechs Monaten. Auf Wochensicht steht ein Minus von über drei Prozent zu Buche. Großinvestor George Soros hat bereits im vierten Quartal 2012 seine Positionen auf einen steigenden Preis für das Gold halbiert. Dies geht aus einer aktuellen Statistik der US-Börsenauficht hervor. "Dieser Schritt hat für Unruhe gesorgt", sagte ein Händler. Auch weitere Großinvestoren hätten ihre Gold-Engagements reduziert, hieß es.

   Und kurzfristig könnte es mit dem Edelmetall noch weiter nach unten gehen. Analyst Frank McGhee von Integrated Brokerage rechnet mit einem Fall bis auf 1.520 Dollar je Feinunze in den kommenden Wochen. Er begründete dies mit einem anhaltenden Vertrauensverlust der Anleger in Gold. Auch die Anzeichen einer Konjunktur-Erholung dürften sich als belastend erweisen, so der Beobachter. Und anders als bei Aktien oder Anleihen fallen für Investoren bei Gold auch keine Zinsen oder Dividenden ab.

   Am Ölmarkt belastete der weiterhin starke Dollar. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI fiel zum Settlement auf 95,86 Dollar je Barrel, ein Minus von 1,5 Prozent. Die überwiegend guten US-Konjunkturdaten wirkten sich dagegen nicht stützend aus. Im Vorfeld des verlängerten Wochenendes sei es aber auch zu verstärkten Positionsanpassungen gekommen. Teilnehmer verwiesen zur Begründung auf die jüngsten schwachen Konjunkturdaten aus Europa und Japan.

   Am US-Anleihemarkt zeigten sich Notierungen ebenfalls mit leichten Abgaben. Teilnehmer machten dafür aber nur zum Teil die US-Konjunkturdaten verantwortlich. Die Rendite zehnjähriger Titel bewege sich weiterhin in einer Spanne zwischen 1,9 und 2,0 Prozent und es gebe derzeit keine Impulse, die einen Ausbruch aus dieser Spanne auslösen könnten, sagte ein Händler. Die Rendite zehnjähriger Titel lag bei 2,00 Prozent.

   Bei den Einzelwerten stand auch Chemiekonzern Dow Chemical im Blickpunkt. Dieser hat ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm aufgelegt. Demnach können in nächster Zeit eigene Papiere für bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar erworben werden. Die Aktie gab um gut ein Prozent nach.

=== INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 13.981,76 0,06 8,37 S&P-500 1.519,79 -0,10 -1,59 Nasdaq-Comp. 3.192,03 -0,21 -6,63 Nasdaq-100 2.764,67 -0,24 -6,76

Kupon Fälligkeit Kurs Veränderung Rendite Veränderung 1/4% 2-year 99 31/32 flat 0,270% flat 3/8% 3-Year 99 28/32 flat 0,417% flat 7/8% 5-year 100 1/32 dn 1/32 0,867% +1,0 Bp 1 3/8% 7-Year 100 dn 2/32 1,373% +0,9 Bp 1 5/8% 10-year 99 29/32 dn 2/32 2,009% +0,7 Bp 2 3/4% 30-year 98 27/32 dn 5/32 3,184% +1,5 Bp

DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 8.25 Uhr EUR/USD 1,3364 -0,07% 1,3373 EUR/JPY 124,9975 1,06% 123,6888 EUR/CHF 1,2315 -0,05% 1,2320 USD/JPY 93,5550 1,15% 92,4870 GBP/USD 1,5520 -0,08% 1,5531 === Kontakt zum Autor: thomas.rossmann@dowjones.com

DJG/DJN/ros (END) Dow Jones Newswires

   February 15, 2013 16:26 ET (21:26 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 26 PM EST 02-15-13

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