04.12.2012 22:46
Bewerten
 (0)

MÄRKTE USA/Wall Street baut Verluste vom Vortag aus

   Leicht nach unten ist es an der Wall Street am Dienstag gegangen. Der nach wie vor ungelöste Streit um den Staatshaushalt der USA verhinderte eine Erholung von den Verlusten des Montags. Außer der drohenden Fiskalklippe mit ihrem automatischen Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen gab es keine großen Themen, die gespielt werden könnten.

   Wichtige Konjunkturdaten wurden nicht veröffentlicht. Umso stärker drängte der Haushaltsstreit in den Vordergrund. Regierung und Opposition sind von einer Einigung noch weit entfernt. "Die Uhr tickt und die Zeit wird knapp", sagte Stratege Rober Pavlik von Banyan Partners. Immerhin erhielten die US-Märkte leicht positive Vorgaben aus Europa. Auf dem alten Kontinent überwog die Zuversicht, dass der Rückkauf griechischer Staatsanleihen reibungslos vonstatten geht. Über insgesamt "gemischte Signale" klagte ein Stratege, weder Bären noch Bullen würden sich in der aktuellen Lage wohl fühlen.

   Der Dow-Jones-Index fiel um 0,1 Prozent, der S&P-500 um 0,2 Prozent und der Nasdaq-Composite um 0,2 Prozent. Am Aktienmarkt kamen auf 1.465 (1.196) Kursgewinner 1.543 (1.831) -verlierer. Unverändert schlossen 127 (117) Titel. Das Umsatzvolumen stieg leicht auf 0,67 (Montag: 0,66) Milliarden Stück. Am Anleihemarkt drücken steigende Notierungen die Rendite zehnjähriger Treasurys auf 1,60 Prozent.

   Der Euro profitierte von den optimistischen Erwartungen an den griechischen Anleiherückkauf und kletterte zwischenzeitlich über 1,31 US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,3095 Dollar. Konjunktursorgen drückten dagegen den Ölpreis. Das Barrel WTI fiel auf 88,50 Dollar ein Minus von 0,7 Prozent nach 89,09 Dollar am Montag. Der enttäuschende ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe in den USA hatte zu Wochenbeginn Befürchtungen geweckt, dass die Nachfrage nach Öl zurückgehen könnte. Deutlich unter Druck kam der Goldpreis. Erstmals seit über einem Monat fiel er unter 1.700 Dollar. Bereits im asiatischen Handel waren Händlern zufolge Shortverkäufe zu beobachten gewesen, da die Investoren in riskantere Anlagen wie Aktien und Euro umschichteten.

   Technologiewerte rechneten im Dow unter die Titel, die noch am besten abschnitten. Intel steigerten sich um 2,2 Prozent. Das Unternehmen hat Details seiner Anleihe in vier Tranchen mitgeteilt. Die insgesamt sechs Milliarden Dollar sollen unter anderem für den Rückkauf der angeschlagenen Aktie verwendet werden. Hewlett-Packard liefen um über 5 Prozent nach oben. Der Konzern hat die taiwanischen Konkurrenten Chunghwa und Tatung wegen angeblicher Preisabsprachen bei LCD-Monitoren verklagt. Zu den Verlierern gehörten vor allem Telekom- und Konsumwerte. AT&T gaben um 0,6 Prozent nach, Home Depot um 1,1 Prozent.

   Big Lots schnellten um 11,5 Prozent nach oben, da der Verlust des Restpostenverkäufers im dritten Quartal geringer ausfiel als befürchtet. Dagegen stürzten Darden Restaurants um knapp 10 Prozent ab. Der Betreiber mehrerer Restaurantketten musste seine Ziele für das laufende Jahr senken.

   Aktien von Qualcomm gewannen nach wechselhaftem Handel 0,1 Prozent. Das Unternehmen hilft der angeschlagenen japanischen Sharp mit einer Finanzspritze von etwa 93 Millionen Dollar. Die Papiere von Baxter gaben 0,9 Prozent ab. Der Hersteller von Dialysegeräten bestätigte, dass er die schwedische Gambro für 4 Milliarden Dollar übernehmen will.

=== Index Schlussstand Bewegung % Bewegung abs. Dow Jones Industrial 12.951,78 -0,1% -13,82 S&P-500 1.407,05 -0,2% -2,41 Nasdaq-Composite 2.996,69 -0,2% -5,51 Nasdaq-100 2.667,89 -0,1% -3,95

DEVISEN zuletzt '+/- % Di, 8.38 Uhr Mo, 17.35 Uhr EUR/USD 1,3098 0,26% 1,3064 1,3065 EUR/JPY 107,2530 0,01% 107,2448 107,4351 EUR/CHF 1,2132 0,31% 1,2095 1,2085 USD/JPY 81,8850 -0,24% 82,0840 82,2450 GBP/USD 1,6103 0,01% 1,6101 1,6092 === Kontakt zum Autor: ralf.zerback@dowjones.com

   DJG/DJN/raz

   (END) Dow Jones Newswires

   December 04, 2012 16:15 ET (21:15 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 15 PM EST 12-04-12

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht mit kleinem Plus ins Wochenende -- Wall Street reagiert verhalten auf Amtsantritt von US-Präsident Trump -- Postbank sieht Chancen auf IPO -- Yellen: US-Geldpolitik auf Kurs -- GE im Fokus

Buffett-Investment BYD träumt vom Gigaerfolg in den USA. AIG schlägt Milliardenrisiken an Berkshire Hathaway los. Deutsche Top-Manager warnen Trump vor Strafzöllen und Abschottung. American Express verdient deutlich weniger. Chinas Wachstum fällt auf niedrigsten Stand seit 1990. Winterkorn bleibt dabei: Von Betrug bei VW nichts gewusst.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Millionen-Dollar-URLs
Jetzt durchklicken
Welche Commodities entwickelten sich 2016 am stärksten?
Jetzt durchklicken
Mit diesem Studium wird man CEO im Dow Jones
Jetzt durchklicken
Das verdienen YouTube-Stars mit Videos
Jetzt durchklicken
So reich sind die Minister aus Donald Trumps Kabinett
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
Commerzbank CBK100
Deutsche Bank AG 514000
Daimler AG 710000
BASF BASF11
Bayer BAY001
E.ON SE ENAG99
Apple Inc. 865985
Deutsche Telekom AG 555750
Deutsche Lufthansa AG 823212
Nordex AG A0D655
Allianz 840400
Siemens AG 723610
EVOTEC AG 566480
K+S AG KSAG88